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                  "Hey Kat", flüsterte mir John ins Ohr und küsste meinen Hals. Wir saßen auf der Veranda während die Party drinnen noch weiterging. "Du hast keine Ahnung wie sehr ich dich mag", sprach John weiter und strich mir durch meine Haare. Ich versuchte mir meine Gefühle nicht anmerken zu lassen und sah dann zu ihm - er was so betrunken und doch glaubte ich ihm diese Worte. John log nie über seine Gefühle. Ich tat es - doch mir war das damals nie bewusst. 

                 "John", kicherte ich und vergrößerte den Abstand zwischen uns. Ich wollte ihm nicht zeigen wie unsicher ich war. Immerhin war er mein erster Freund und ich wusste nicht was ich genau in so einer Situation tun sollte. Schlussendlich drückte ich ihm einen Kuss zu und strich ihm über seine sanfte Wange. "Ich denke ich sollte dich nachhause fahren." 

                 "Ich bin so ein Glückspilz", murmelte er vor sich hin als er mir zwischen meinen Augen hin und her sah. "Du bist das Beste, was mir je passiert ist Katelyn und das sage ich nicht, weil ich betrunken bin. Mittlerweile weiß ich nicht was ich ohne dich tuen würde. Ich möchte ehrlich gesagt nicht einmal daran denken." 

                 Ich sah John in die Augen und glaubte ihm jedes einzelne Wort. In diesem Moment wünschte ich mir Nichts mehr, als ihm dieselben Worte zu sagen und sie zu meinen. Doch irgendetwas in mir hielt mich zurück. Ich wünschte mir Nichts mehr, als dieselben Gefühle für ihn zu haben. Stattdessen dachte ich darüber nach wie gut es ihm doch ohne mich gehen würde. John verdiente jemanden, der ihn wertschätzte und ihm genau dieselben Gefühle zurückgibt. In dem Moment wollte ich Nichts mehr als ihm all diese Dinge zu sagen, doch ich wollte ihn nicht verletzen und lächelte ihn nur an. Danach sagte ich: "Ich glaube wir sollten langsam nachhause fahren, meinst du nicht?" Was ich damals nicht wusste war, dass ich ihn mit all diesen Lügen nur noch mehr verletzte. 

                  Irgendwann fanden wir Ruth - die genauso betrunken war wie mein Freund. Beide schleppte ich zu meinem Auto und war kurz davor wegzufahren, doch mich hielt Ava auf. "Kat?", rief sie meinen Spitznamen. 

                 Sofort sah ich aus dem Fenster und sah wie sich Ethan lachend an ihr abstützte. "Alles okay?", klang ich besorgt und sprang aus dem Auto. Sofort ging ich auf die Beiden zu und nahm Ethans Gesicht in meine Hände. 

                Ethan sah mir tief in die Augen, worauf sich ein breites Lächeln auf seinen Lippen verbreitete. "Katelyn", flüsterte er leise während wir uns in die Augen starrten. Und in diesem Moment blendete ich erneut Alles um mich herum aus. In dieser Sekunde gab es nur eines für mich und zwar Ethan Lewis. 

              Sekunden später, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten, realisierte ich eigentlich was in diesem Moment abging. Schob ich meine Gedanken auf die Seite und ließ Ethans Gesicht los und sah zu Ava - die die ganzen Szenen mitbekam. Etwas irritiert sah sie mich an und versuchte den Moment zu verdrängen. "Ist alles okay?", fragte ich völlig überflüssig und versuchte mein Herzschlag unter Kontrolle zu bringen. 

              Noch immer etwas irritiert, sah sie zwischen Ethan und mir hin und her. Sie bemerkte, dass Ethans Blick noch immer auf mir ruhte. "Alles okay, bloß hat Ethan Etwas übertrieben mit dem Alkohol und ich hatte auch einige Gläser. Glaubst du, du könntest uns mitnehmen?", stellte sie mir schließlich die Frage. 

              Ich wusste, dass John nicht besonders ein großer Fan von Ethan war und doch stimmte ich zu. Immerhin konnte ich beide nicht einfach hier lassen. Im Auto erklärte ich Ruth und John die Situation und half danach Ava Ethan in das Auto zu bringen. Ethan saß hinter John, weswegen ich ihn immer sah, wenn ich in den Rückspiegel blickte. 

            Während der Fahrt strich mir John ständig über meinen Oberschenkel. Vielleicht, weil er betrunken war und vielleicht, weil Ethan hinter ihm saß. Ich wusste es nicht. Eine Sache, die ich jedoch wusste war, dass Ethan, wenn ich in den Rückspiegel blickte, ständig Johns Hand mit seinen Augen folgte. 

Der Sommer gehört unsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt