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Verletzt senke ich meinen Blick wieder und schlucke schwer. Auch wenn ich ein Nerd bin, habe ich es satt darauf reduziert zu werden. Ich bin nun mal nicht scharf darauf, Alkohol oder Drogen zu konsumieren und kann auch ohne dieses illegale Zeug Spaß im Leben haben. Mir macht das Lesen nun mal Spaß. Ich verstehe nicht, warum niemand dafür Verständnis zeigt.
,,I-Ich muss a-auf Toilette.", flüster ich leise und flüchte mich im nächsten Moment ins Haus. Kaum sitze ich allerdings auf dem geschlossenen Klo, tropfen mir unaufhaltsam Tränen auf die Hände und schlecht wird mir auch noch. Alles dreht sich und am liebsten würde ich jeglichen Mageninhalt auskotzen, aber so oft ich auch würge, es kommt einfach nichts hoch. Aus meiner Verzweiflung heraus fische ich irgendwie den Zettel aus meiner Jackentasche, auf der Joshua's Nummer drauf steht und tippe diese zittrig ein.
,,Hallo?" ,,J-Joshua?", frage ich leise und suche verzweifelt Halt an dem Rand des Waschbeckens, welches sich direkt neben mir befindet. ,,Milo, richtig?", kommt es noch immer ein wenig verwirrt von dem deutlich Älteren. ,,Ja." ,,Oh Gott, was ist los, Kleiner? Geht's dir nicht gut? Oder Jack? Soll ich euch abholen?" ,,Ich... A-Also-", fange ich an, doch die Worte bleiben mir im Hals stecken und alles was ich von mir gebe, ist kindliches Geheule. ,,Scheiße... ich komme sofort, ja? Gib mir fünfzehn Minuten.", erwidert er dennoch und legt auf. Laut schluchzend lehne ich meinen Kopf an die kalten Fliesen und versuche die Übelkeit zu verdrängen. Wenn ich die Kraft dazu hätte, würde ich mir jetzt selbst den Kopf einschlagen. Wie kann ich nur so bescheuert sein und mich auf sowas einlassen? Ich bin nicht so! Ich will doch gar nichts mit Drogen zu tun haben! Wie kann Jackson mir sowas antun?! Ich habe ihm nie etwas getan! Warum reitet er mich in so eine Scheiße?!
Eine halbe Ewigkeit später fängt mein Handy an zu vibrieren. Den eingehenden Anruf kann ich aber nur langsam annehmen. ,,Milo, ich bin vor dem Haus, kannst du raus kommen oder soll ich-" ,,Ich b-brauche H-Hilfe.", unterbreche ich ihn wimmernd schließe meine Augen. ,,Wo bist du?" ,,T-Toilette.", hauche ich kraftlos, ,,Direkt neben d-der Haustür." ,,Okey." Und wieder legt er auf. Aber es dauert nur wenige Sekunden, bis es an der Tür klopft. Natürlich schließe ich sofort auf und stolper direkt in die Arme von Joshua. ,,Ach du scheiße...", flüster er und legt seine Hand kurz auf meinen Kopf. ,,Ich bringe dich zum Auto.", erklärt er leise und setzt sich in Bewegung. Kaum sitze ich auf den Beifahrersitz, beeugt Joshua mich besorgt und will wissen, wo Jackson ist. ,,I-Im Garten. L-Lagerfeuer.", sage ich leise. ,,Mh.. Warte hier." Und schon braust er sauer davon.
Als er wieder auftaucht hat er Jackson im Schlepptau und brüllt ihn wutentbrannt an. ,,Wenn du ihn schon mit zu einer Party nimmst, kümmer dich wenigstens um ihn!", ruft er und schmeißt ihn wortwörtlich auf die Rücksitze des Autos. ,,Chill...", ist allerdings das einzige was er dazu sagt. ,,Er sieht doch genau so aus, wie sonst.", murrt er wenige Sekunden später und deutet auf mich. ,,Geht's dir noch gut?! Guck doch wie blass er ist und-" ,,Halt doch die Klappe.", unterbricht Jackson Joshua und gibt ein lautes Seufzen von sich. ,,Geh mal weg, man. Ich will mit Milo alleine reden.", säuselt er dann, setzt sich wieder auf und zerrt meinen Kopf zu sich. ,,Zwei Minuten.", seufzt Joshua und dreht uns den Rücken zu. ,,Hör zu, Milo.", nuschelt er sofort darauf und hebt seinen Finger an. Durch meine Übelkeit kann ich mich allerdings nicht auf seine Worte konzentrieren und versuche mich irgendwie zu entspannen. Doch dadurch, dass Jackson sich unaufhörlich bewegt und dabei immer wieder meinen Sitz berührt, komme ich nicht dazu. ,,Du musst mal lockerer werden. Alkohol und Drogen sind nicht schlimm solange man nicht abhängig davon ist.", versucht er mich zu belehren. ,,Und du wirst endlich mal lockerer, vielleicht habe ich dann eine Chace bei dir.", murmelt er und quetscht sich mit seinem Körper durch den Zwischenraum der beiden forderen sitze. Überrascht von seinen Worten, die ich nur am Rande realisiert habe, weite ich meine Augen und zwinge mich dazu, ihn anzusehen. ,,Mich stört es nur, dass du so spießig bist. Niemand mag das.", stöhnt er genervt und legt seine Hand ein wenig rasch auf meine Wange. ,,Außerdem habe ich meine Pflichtaufgabe noch nicht erfüllt.", sagt er plötzlich und fängt dann auch noch an zu grinsen. ,,Was s-soll das?", frage ich verwirrt. Just in dem Moment zündet er einen weiteren Joint an, zieht daran und kommt mir erneut näher. Vorerst pustet er mir den Rauch nur ins Gesicht, doch beim nächsten mal drückt er seine Lippen wieder mal auf meine und pustet den Rauch langsam in meine Mundhöhle.
Und schon wieder passiert es.
Er bringt mich einfach dazu etwas intimes zu tun, ohne das ich es will. Die wenigen Erfahrungen die ich auf dieser Ebene gemacht habe, waren alle mit ihm, ohne dass ich zugestimmt habe. Er macht es einfach so ohne mein Einverständnis!,,Es wäre jetzt noch heißer, wenn du erwidern würdest.", flüstert er plötzlich. Sofort steigt mein Puls ins unermessliche und ich fange aus Angst und Panik an zu schwitzen. Das Drehen der Welt um uns herum, interessiert mich für den Moment nicht. Ich weiß nicht was ich sagen oder tun soll. Er soll weg von mir und gleichzeitig finde ich es beeindruckend, dass ausgerechnet er Interesse an mir zeigt...
,,Junge, verpiss dich nach hinten und mach den beschissenen Joint aus!", ruft Joshua plötzlich und schon wird Jsckson wieder nach hinten gedrückt. ,,Ich schlag dich zusammen, wenn wir Zuhause sind! Du weißt, dass du nicht kiffen sollst!"
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nerdy ass ➹
Fiksi Remaja❀*̥˚❀*̥˚❀*̥˚❀*̥˚ ,,Vielleicht... Vielleicht sollten wir nochmal von vorne anfangen.", haucht er leise gegen meine Wange und zieht mich ein wenig aus der Haustür hinaus. ,,Gib mir eine Chance, dass wieder gut zu machen!", redet er weiter. Aus Panik...