fourty four➹

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Das erste was ich im China am Flughafen mache, ist mir einen Mundschutz zuzulegen. Irgendein halb Amerikaner und halb Chinese neben dem ich im Flugzeug saß, meinte ich soll das unbedingt machen. Also habe ich, zehn Minuten nachdem ich gelandet bin, einen überteuerten schwarzen Mundschutz in meinen Händen uns sehe diesen unschlüssig an. Mit zwei Koffern in meinen Händen suche ich kurz darauf nach den Shuttle, welches mich und andere in Hotel verscharren soll.

Im Hotel angekommen order ich ein kleinen Snack und schmeiße mich, bis dieser ankommt, in das äußerst bequeme Bett. Mein Snack besteht aus einem Käsesandwich das ziemlich gewöhnungsbedürftig schmeckt, aber dennoch besser als gar nichts ist. Während ich das Ding also esse, recherchiere ich wo sich diese komische Uni von Milo befindet. Den ungefähren Namen habe ich von unserem Direktor erfahren. Was er mir nicht sagen konnte war, wo Milo untergebracht ist. Aber ich werde mich schon irgendwie bei der Universitätsleitung einschleimen und so herausfinden von sich der Kleinere befindet.

Allerdings schlafe ich aufgrund der Erschöpfung binnen Minuten ein und wandere in das Land der Träume, welches allerdings nicht gerade friedlich ist. Ständig spielen sich Szenen ab, wie ich Milo mit einem anderen Jungen erwische, wie er mich zurückweist und den größten Korb gibt, oder das ich einfach in dieselbe Land versauer, ohne ihn jemals zu treffen.

Richtung entspannt bin ich also auch nicht, als ich wieder wach werde und von der stechenden Sonne begrüßt werde. Schlecht gelaunt drehe ich mich um und krieche zum ersten mal unter die Decke. Die Wanduhr über den Schreibtisch sagt mir, dass wir gerade mal sechs Uhr vor Ort haben, also entschließe ich mich dazu, noch weiter zu schlafen.

Gegen elf Uhr verlasse ich das Hotel erstmals und mache mich auf den Weg, die Gegend zu erkunden. Das Internet hat zwar ausgespuckt, dass die Uni gar nicht so weit entfernt ist, wo genau sie ist, wurde mir aber vorenthalten. Ich würde ja einfach mit einem Taxi fahren, würde da nicht mein Ego im Weg stehen. Es ist mir unangenehm, fast schon peinlich, dass ich den Namen der Universität weder aussprechen noch schreiben kann. Das trifft aber auch auf alle anderen Worte zu.

Tatsächlich laufe ich fast zwei Stunden durch die Gegend, irgendwelche zwielichtig aussehenden Straßen und sogar durch einen kleinen Park, ehe sich ein riesiges, aber dennoch sehr modern aussehendes Gebäude vor meinen Augen eröffnet. Durch einen Infopfeiler kann ich sogar entnehmen, dass ich vor der richtigen Uni stehe. Ein kleines Grinsen bildet sich auf meinen Lippen. Gleichzeitig werde ich aber unfassbar nervös und wische sofort meine Hände an meinen T-shirt ab. Dennoch laufe ich zielstrebig und mit schwer pochenden Herzen auf des riesige Tür zu und baue zeitgleich die Hoffnung auf, Milo gleich sofort in die Arme schließen zu können.

Das erste was ich spüre ich eine Hand einer meiner Schulter, ehe ich umgerissen und vom Tor weggedrängt werde. Dann erblicke ich das wütende Gesicht eines Chinesen, der wahrscheinlich nicht älter als ich ist. Mit verzogener Miene zieht er meinen Mundschutz herunter und brabbelt viel zu schnell und unverständlich vor sich hin. Erst in einer kleinen Pause seinerseits schaffe ich es, meinen Mund zu öffnen und frage leise: ,,Englisch?" Sofort verstummt mein Gegenüber und beginnt zu lachen. Verwirrt lege ich meinen Kopf schief, fühle mich tatsächlich ein wenig ausgelacht, doch da legt der Typ auch schon seine Hand auf meinen Schulter und klopft zwei mal darauf. ,,Noch ein Amerikaner also.", gibt er dann in guten englisch von sich und nickt leicht, ehe er auf das Tor der Universität deutet. ,,Heute werden Abschlussprüfungen geschrieben, wenn du das Tor öffnest, wird automatisch ein Arlam ertönen und die Prüfungen werden unterbrochen.", erklärt er schnell und sofort komme ich mir unfassbar blöd vor. Er erzählt das mit solch einer Selbstverständlichkeit, dass ich fast schon dämlich daneben stehe.

,,Suchst du denn jemanden hier?", fragt mein Gegenüber, legt nun selbst den Kopf dabei schief. Nach seinen Worten denke ich sofort an seine Aussage Noch ein Amerikaner, das ist doch irgendwie ein Hinweis darauf, dass Milo hier sein könnte. ,,Kennst du Milo Weston Harrison?", frage ich, leider viel zu hektisch, weshalb der Typ mich erschrocken ansieht. ,,Na klar, er hat bis gestern bei Xiuxiu gewohnt." ,,Hat?", frage ich zweifelnd und seufze schwer, es wäre ja zu einfach, wenn ich ihn jetzt schon gefunden hätte. ,,Ja, hat er. Denn Glück dass ich mit Milo und Xiu befreundet bin. Ich kann vielleicht die Andresse herausfinden.", grinst der Junge, stockt dann aber und sieht mich kritisch an. ,,Wer bist du eigentlich?", fragt er ernst. ,,Jackson Emrys.", erwider ich und schon fängt der Typ wieder an zu Lächeln. ,,Ich heiße Minho." ,,Cool.", gebe ich von mir, unwissend was ich sonst tun sollte und hoffe, dass er einfach weiterreden oder gehen wird.

,,Wollen wir vielleicht ein bisschen zusammen rumlaufen oder so? Ich muss ein paar Besorgungen erledigen und wenn wir fertig sind können wir sofort Xiu abgangen."

nerdy ass ➹Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt