Kapitel 5

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,,Das ist doch nicht euer Ernst?!"rief ich wütend. ,,Kizim es ist nur für eine Woche!"sagte meine Mutter. Ich sah meinen Vater so enttäuscht an.
Ich hatte mich heute morgen zum Frühstückstisch gesetzt und da wird mir gesagt dass meine Eltern eine Woche vereisen, da mein Vater ein Meeting hat. Natürlich nimmt er meine Mutter mit. Und wer muss auf mich aufpassen? Genau, Emre!
,,Nein nimmt mich mit!"sagte ich. ,,Nein! Du bleibst hier bei Emre abi!"
Ahh noch Emre abi..?
Wenn sie doch wüssten was Emre ABI gemacht hatte.
,,Aber-„ ,,Du bleibst nicht alleine im Haus! Er bleibt hier zuhause bei dir!"
,,Was??! Er bleibt bei uns zuhause?"regte mich auf. Als es wirklich genug war, stand ich wütend auf und ging schnell hoch auf mein Zimmer.
Warum war mein Vater nur so ein Mensch? Wie sollte ich bitte mit Emre für eine Woche unter einem Dach leben?! Wieso sollte ich es überhaupt??!!
Ich lag auf meinem Bett und plötzlich klopfte jemand an meiner Tür.
Meine Mutter kam rein. ,,Kizim..?"
,,Anne wie kannst du mich hier alleine lassen?"fragte ich. Sie sollte ein schlechtes Gefühl haben mich hier alleine zu lassen. ,,Ich will das doch auch nicht, aber dein Vater meint das doch nur gut!"sagte sie. ,,Er will dass du in Sicherheit bist und da vertraut er eben Emre"sprach sie zu ende.
,,Ich kann doch auch selber auf mich aufpassen?!" ,,Ja, aber trotzdem bist du alleine! Es ist ja nicht nur ein Tag sondern eine ganze Woche!"
Wieso konnte sie nicht mal hinter mir stehen? Musste sie zu meinem Vater halten, sogar wo er falsch lag?
Ich bin siebzehn Jahre und ich kann doch auf mich selbst aufpassen.
Um die Situation nicht zu verschlechtern, wechselte ich das Thema einfach.
,,Tamam und wann fliegt ihr?"wechselte ich das Thema. ,,Morgen um 10 Uhr früh!"
,,Morgen schon??"meckerte ich wieder los.
Meine Mutter sah mich traurig an.
,,Kizim sag doch nicht sowas, sonst kann ich nicht mit deinem Vater mitgehen..."
Jetzt verstand ich einiges. Meine Mutter wollte mit meinem Vater alleine Zeit verbringen. Jetzt machte auch alles einen Sinn. Deshalb sollte ich nicht mitkommen.
Ihr Gesichtsausdruck sagte schon alles. Sie wollte einfach mit meinem Vater alleine sein. Als ich dann alles verstand, war ich damit einverstanden und ließ es einfach dabei.
,,Ja okey..."sagte ich. Sie umarmte mich und danach ging sie auch wieder.
Der Fisch würde einfach morgen bei mir übernachten. So sehr mich das auch aufregte, musste diese Woche einfach schnell vorbei gehen.
Emre's POV
Meine Eltern waren wieder zuhause und meiner Mutter ging es auch wieder gut.
Ich wollte gerade hoch auf mein Zimmer, aber mein Vater rief nach mir.
Ich ging zu ihm ins Wohnzimmer und setzte mich auf die Couch.
Ich sah ihn fragend an. Mein Vater ist keim gesprächiger Mann, also wunderte es mich als er nach mir rief.
,,Wer war das Mädchen neben dir heute?"
Ich war kurz schockiert, da mein Vater das ehrlich wissen wollte.
,,Das ist die Tochter von Herr Ekrem"erklärte ich kurz. Mein Vater nickte nur und sagte danach auch nichts mehr.
Deshalb war ich jetzt da?
Für diese Frage?
Ich stand auf und ging auf mein Zimmer, um mich umzuziehen. Danach ging ich runter ins Hobbyraum, wo ich mein Training und alles machte. Mein Boxsack war bereit und ich fing an dagegen zu boxen.
Zeynep's POV
Ekliggggggg
Der Junge war so ekligggg.
Wie konnte er mich einfach küssen??!
Aber seine Lippen hatten wirklich so süß geschmeckt. Ich verstand nicht, warum es mir einerseits gefiel.
Dafür dass es mir gefiel, hasste ich ihn noch mehr dafür. Was sollte ich denn jetzt machen? Der Kuss war wie eine Explosion und ich konnte es nicht auf einmal realisieren.
Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte, um ihn loszuwerden.
Ich legte mich ins Bett und versuchte mich irgendwie abzulenken.
Ich nahm mir ein Buch und fing es an zu lesen.
Emre's POV (1std. später)
Verschwitzt ließ ich mich auf die Couch fallen. Ich war endlich fertig mit dem Training. Ich atmete nochmal ganz tief aus. Als ich fertig war, ging mir der gestrige Tag durch den Kopf und da fiel mir Zeynep ein.
Mir kam der Kuss durch den Kopf und ich musste für ne Sekunde grinsen.
Als ich sie geküsst hatte, war sie so sauer. Ich musste lachen an den Gedanke daran, dass sie so sauer danach war. Es war einfach ihr erster Kuss ahahaha.
Auch wenn es ein bedeutungsloser Kuss war. Es hatte mir schon echt gefallen, aber das wäre ein großes Problem, wenn Herr Ekrem das heraus kriegen würde. Ich dürfte das nicht nochmal machen.
Morgen musste ich zu ihr gehen, weil ihre Eltern für eine Woche vereisen würden.
Es wird alles normal ablaufen, als wäre nichts zwischen uns passiert.
Als ich erschöpft war, ging ich nach oben auf mein Zimmer und nahm mir meine Sachen schnell. Danach ging ich schnell unter die Dusche.
***
Nachdem ich fertig war, ging ich mit einem Handtuch aus dem Badezimmer.
Im Zimmer ließ ich Musik laufen. Ständig musste ich lachen wenn ich dran dachte wie ich Zeynep einfach geküsst hatte.
Zeynep's POV
Ich konnte dieses langweilige Buch nicht lesen. Meine Gedanken waren bei Emre.
Ich denke dieser Junge wollte mein Leben zerstören. Er wusste genau dass ich keinen Freund hatte und nahm mir einfach meinen ersten Kuss weg.
Als es schon sehr spät war, klingelte mein Handy. Meltem rief mich an.
Sie wollte alles nochmal detailliert wissen.
Nach 20 Minuten
,,Hör endlich auf mich das zu fragen!"regte ich mich auf.
-,,Der Kuss hat dir gefallen!!"rief sie lachend.
Ich verstand nicht warum sie uns beide zusammen so feierte.
Wir kannten uns null und er war verdammt nochmal mein Bodyguard.
,,Erst recht, weil es so geheim ist, ist es noch besser! Verbotene Liebe"sprach sie.
Das Mädel war wirklich weg.
,,Das ist keine verbotene Liebe! Ich mag Emre nicht!!!"rief ich zuletzt.
,,Lüg uns beide nicht an"sagte sie.
Ich war genervt und hatte genug.
,,Meltem ich leg jetzt auf!"sagte ich und legte dann auf. Ich war sowieso müde, also versuchte ich einzuschlafen.
Nebenbei dachte ich an den Kuss und an den Mistkerl...

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