Kann ich mir das verzeihen? Kann ich ohne Bradyn leben?
Die Antwort ist Nein!
Meine Füße setzen sich in Bewegung, ohne das ich lange darüber nachdenke.
Mein Atem setzt aus, als Bradyn auf das Gas tritt und einen großen Abstand - eine Schlucht - zwischen uns reißt.
Ich beginne zu rennen. Ich renne so schnell ich kann.
Der Asphalt fliegt unter meinen Füßen nur so dahin und ich reiße die Arme hoch.
Ich renne so schnell ich kann.
Ich renne Bradyn Harris hinterher. Weil er mir etwas bedeutet. Weil ich etwas für ihn empfinde.
Etwas, das ich nicht in Worte fassen kann. Aber auch ohne belanglose Definitionen, weiß ich, was ich fühle.
Und wenn es Bradyn wirklich ernst ist, dann lohnt es sich, ihm hier und jetzt hinterherzulaufen.
"Bradyn!", brülle ich aus ganzer Seele.
Meine Beine werden schwer, aber ich darf jetzt nicht aufgeben.
Ich winke wie ein Bekloppter und biete der gesamten Nachbarschaft bestimmt eine tolle Show. Aber das ist mir egal.
Bradyn wird langsamer.
Er hält am Ende der Straße und meinen Lungen entkommt ein ächzender Ton.
"Bradyn", bringe ich hervor.
Doch er hört mich nicht. Ich laufe zur Fahrerseite und öffne seine Tür mit einer ruckartigen Bewegung.
"Ich habe es mir anderes überlegt", bringe ich außer Atem hervor. "Ich will nicht aufgeben, ich will nicht genauso kampflos aufgeben! Es tut mir leid."
Bradyns Augen huschen über mein Gesicht. Er wirkt beinahe erschrocken, streckt ungläubig eine Hand nach mir aus.
Ich ergreife sie und drücke seine Finger zusammen.
"Wir versuchen es. Ich helfe dir, dass durchzustehen."
"W - Was, aber du -"
"Ich habe verstanden, dass es bei sowas um etwas anderes geht. Es geht nicht ums Geben und Nehmen, sondern darum bedingungslos zu geben."
"Definiere sowas."
Ein schwaches Grinsen schleicht sich zurück auf Bradyns ebenmäßiges Gesicht, aber es hat noch nicht die Kraft, die Schatten aus seinen Augen zu vertreiben.
"Liebe", flüstere ich, breche den Blickkontakt keine Sekunde ab.
Ich war ein Idiot zu glauben, Bradyn von mir stoßen zu können.
Sowas ist nie einfach. Und ich habe es Jo versprochen. Ich habe versprochen Bradyn zu helfen.
Dafür hat mir Jo seine alte Kamera gegeben und ich werde ihn nicht enttäuschen.
Bradyn sieht mich aus müden Augen an und zieht den rechten Mundwinkel hoch.
Mit einem dumpfen Aufprall kommen seine Füße auf dem Asphalt auf.
Dann zieht er mich in eine feste Umarmung.
Mein T-Shirt ist am Rücken völlig durchnässt, aber das stört ihn nicht.
Er presst mich an sich und streicht mit seinen großen Händen über mein Rückgrat.
"Ich wusste, dass es richtig war, noch einmal bei dir vorbei zufahren, bevor ich deine Worte endgültig hinnehme und zurück nach New York fahre", sagt er ganz leise an mein Ohr.
Ich schließe meine Augen und atme seinen minzigen Geruch mit meinem Hauch Eukalyptus ganz tief ein.
"Von jetzt an wird sich nicht mehr gedrückt", entgegne ich und haue ihm fordernd auf den Rücken. "Sonst war es doch umsonst."
Bradyn nickt und vergräbt seinen Kopf an meinem Hals.
"Danke."
Seine tiefe Stimme sendet einen Schauer über meinen Körper.
Ich klammere mich an ihn und lasse mich von seinen starken Armen halten.
Doch auch ich halte ihn. Fest in meinen Armen.
Jo wäre stolz. Aber noch haben wir uns nicht der Realität gestellt. Noch ist das alles in unserem Kopf; die verlockende Fantasie, dass alles gut werden wird.
Ich greife nach Bradyns glatten Haaren und lasse meine Finger darin verschwinden. Das wollte ich tun, seitdem er vor meiner Tür aufgetaucht ist.
Ein leises Seufzen entkommt seinem Mund.
Ich ziehe an seinen blonden Spitzen und entferne sein warmes Gesicht von meinem Hals.
Tiefgrüne Augen blicken in meine.
Ich kann nicht genau erkennen, was er mir sagen will, aber tief in mir weiß ich, dass keine Worte der Welt ausdrücken könnten, was jetzt gerade in seinen Augen geschrieben steht.
Ein Lächeln hellt meine Mimik auf, bevor ich mich vorlehne und endlich meine Lippen auf seine presse.
Er schmeckt wie immer. Rau, warm und nach Schokolade.
Und doch fremd. Nach Schärfe und einem Karamellbonbon.
Ein tiefer Laut entkommt Bradyns Kehle und auch ich brumme an seinen vollen Mund, als er zärtlich in meine Unterlippe beißt.
Wir müssen eine Ewigkeit so auf der Straße stehen, aber keiner stört uns.
Es gibt nur uns, unseren Kuss und die untergehende Sonne, die uns in ein magisches Licht taucht.
Bradyns Körper an meinem ist so vertraut und doch so aufregend und neu. Es ist zu lange her, dass ich ihn so gespürt habe.
Ich kann es noch immer nicht glauben, dass ich ihm wirklich hinterhergelaufen bin!
Was, wenn er nicht angehalten hätte?
Daran will ich lieber nicht denken.
Er ist hier. Und ich gebe endlich nach, gebe mich endlich hin.
"Habe ich meinen Kali-Boy jetzt wieder?", frage Bradyn und durchbohrt mich mit Blicken, die mehr von mir hören wollen, als ein einfaches Ja.
Ich nicke mit roten Wangen.
"Ja. Aber trotzdem wirst du dir ein Hotelzimmer nehmen! Mein Bett musst du dir verdienen. Mit Wahrheit."
Ich ziehe die Augenbrauen hoch.
Bradyn sagt nichts. Er nickt einmal und streicht mir durch die verschwitzen Haare.
Seine Finger verfangen sich kurz in meinen Wellen. Dann löst er sich von mir und richtet seinen Blick in den Himmel.
Auch ich schaue in die lila Wolken und kann nicht ganz glauben, dass das gerade wirklich passiert.
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Song: my tears ricochet - Taylor Swift
Helloooo. JESUS HOW DID WE GET TO 11.4k SO FAST?!?! YEEEEH
Ich hoffe, euch hat diese leicht melodramatische Szene gefallen hrhr
fast vergessen HAPPY TWO MONTHS TO THIS BABY - aka my story haha!!!! <3 Wahnsinn schon 2 Monate sind vergangen, seit die Ersten von euch auf diese Story gestoßen sind! Ich danke euch allen von Herzen fürs Lesen! Ihr seid die Größten!
Und ein anderes Happy Birthday muss ich auch noch loswerden; an Harry. My muse xD Love him the most! 27 wird er heute... erinnert mich daran, dass auch ich nicht jünger werde LOL xD
Frage: Was sind ein paar Songs, die ich mir - eurer Meinung nach - unbedingt mal anhören sollte?
Sending you all my Love!!!!!!!!
Eure Lisa xoxo
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magical boy✨[boyxboy] ✔
RomanceMica muss über die Weihnachtstage in seine beschauliche Heimatstadt Schenectady zurückkehren. Vor drei Jahren war der das letzte Mal hier und seitdem hat sich nichts verändert. Nur er. Mica ist erwachsen geworden und stehe zu sich selbst, zu den Din...
![magical boy✨[boyxboy] ✔](https://img.wattpad.com/cover/248619298-64-k802644.jpg)