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Bradyn sitzt am Fußende, als ich aufwache.
Seine glatten Haare sind zerwühlt und fallen in sein errötetes Gesicht.
Er beobachtet mich mit einer Sehnsucht in den Augen, während ich mich aufrichte.
Seine Arme hat er locker auf seinen Knien abgestützt.

"Hast du mich etwa beobachtet?", frage ich mit rauer Stimme.
Bradyns Kopf fällt auf seine Unterarme und ein verlegenes Lachen schüttelt seinen Oberkörper.
Er hat sich kein Shirt übergezogen und ich habe uneingeschränkten Zugang zu seiner goldenen Haut.

Ich rolle mich auf die Seite und strecke beide Hände aus, um ihn zu berühren.
Bradyn ist warm und weich und an den richtigen Stellen hart. Seine Haut fühlt sich seidig an.
Ich muss kichern, als ich den Abdruck meiner Zähne an seiner Schulter entdecke.

"Du sahst so friedlich aus. Ich glaube, das war eines der wenigen Male, dass ich dich ohne diese Falte auf der Stirn gesehen habe", sagt er andächtig.
Ich versteife mich und fahre über meine Stirn.
"Wirklich?"

Ich richte mich auf.
Bradyn zieht meine Hand aus meinem Gesicht.
"Versteh mich nicht falsch. Du siehst niedlich aus, wenn du ständig deine Stirn in Falten legst. Fast wie ein kleiner Quantenphysiker, der ständig über etwas sehr Wichtiges nachdenkt."

Ich versetze ihm einen spielerischen Schlag und lasse mich gegen ihn sinken.
Seine Wärme umgibt mich und ich spüre seine Bauchmuskeln in meinem Rücken.
Bradyn haucht winzige Küsse in meinen Nacken und auf meine Schultern.

"Aber so wie du da gelegen hast ..."
Er positioniert mich neu und legt sein Kinn auf meine linke Schulter.
"Du konntest mich nicht mehr so ansehen, wie du es fast immer tust. Mit diesem Blick."
Stille kehrt ein und ich streiche über seine Haare.

"Meinem Blick?", frage ich leise.
Bradyn nickt an meine nackte Haut.
"Was ist damit?"
"Du siehst mich immer so fragend an. Und dann sehe ich plötzlich all das vor mir, was ich falsch gemacht habe."

Er richtet sich auf und greift nach dem Champagnerglas auf dem Boden.
"Es ist, als würde deine Augen mir ständig einen stummen Vorwurf machen", sagt er dann traurig.
Ich ziehe die Knie an meine Brust und betrachte den jungen Mann vor mir.
Sein Adamsapfel hüpft, als er den bestimmt schon lauwarmen Champagner herunterkippt.

Vielleicht tun sie das auch - meine Augen. Vielleicht ist es tatsächlich möglich, dass meine Enttäuschung Bradyn gegenüber in meinem Gesicht steht, wenn er mich ansieht. Ich strecke die Hand aus und greife nach seinem Nacken.
"Ich kann eben nicht verbergen, was ich dir gegenüber fühle."

Das Grün wird schattig, dunkel und beinahe trüb.
"Stimmt. Das konntest du noch nie."
Wir sehen einander lange an.
Bradyns Lippen kräuseln sich, als ich über sein Schlüsselbein fahre. Meine braunen Haare fallen mir immer wieder in die Stirn, aber Bradyn ist da, um sie mir sanft davon zu streichen.

Wir könnten noch einmal rausgehen. Uns ins New Yorker Nachtleben stürzen und alle Sorgen von uns fallen lassen, uns im Alkohol ertränken.
Aber wir tun es nicht. Wir bleiben in unseren sicheren vier Wänden, hoch über den Straßen.

Heute Nachmittag, nachdem wir die Schneeengel gemacht haben, erkundeten wir die Stadt.
Es war traumhaft. In den drei Jahren, in denen ich nicht mehr in New York war, hat sich nichts verändert und doch fühlte sich alles so anderes mit Bradyn an meiner Seite an.

Ich berühre seine Bauchmuskeln und fahre durch die kleinen, festen Täler.
Eine Gänsehaut zeichnet sich um meine Finger ab.
Wir sind in so viele Geschäfte gelaufen. In einem gab es nur Tannenbaumanhänger und ich habe einen neuen verrückten für meine Mom gekauft. Es handelt sich um seinen Burger mit extra viel Salat.

Bradyn hat mich ausgelacht, aber konnte anscheinend nicht widerstehen, sich selbst auch einen auszusuchen.
Mit ihm in dieser Stadt zu sein und mich frei bewegen zu können, kommt mir immer noch vor wie ein Traum.
Der starke Brustkorb unter mir hebt sich langsam und gleichmäßig. Der schöne Junge ist eingeschlafen.
Vorsichtig hebe ich den Kopf und betrachte Bradyns lange schwarze Wimpern, die über seinen Wangen ruhen.

Jo wird mir kaum glauben können, wenn ich ihm hiervon erzähle - wenn ich ihm hiervon erzähle.
Aber etwas tief in mir hat das Bedürfnis, mein Glück zu teilen.

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Song: There's No Way - Lauv ft. Julia Michaels

Freunde, Filmtipp von mir: Wendy.
Ich hab den gestern angefangen (musste schon bei Trailer heulen xD). Das ganze Thema mit "nicht erwachsen werden", geht mir nämlich sehr nah.
Davon abgesehen ist der Film einfach nur wirklich, wirklich gut!

Und von heute an ist dieser Adventskalender kein gewöhnlicher mehr. Denn im Anschluss an dieses Kapitel erwartet euch direkt noch eins! ♡

Habt ihr schon alle Geschenke eingepackt???
Ich muss noch ein paar, bzw. ich muss sogar noch eine Zeichnung für meine Mum fertigstellen xD

All my Love! DANKE FÜR 2K !!!!!!!
Lisa xoxo

magical boy✨[boyxboy] ✔Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt