P.O.V. Mica
Meine Finger gleiten über das glatte Gehäuse von dem wertvollsten Gegenstand, den ich besitze.
Ich hocke vor dem Regal, indem ich ihn aufbewahre, wende und betrachte ihn. Die Sonnenstrahlen, die durch mein Wohnzimmerfenster fallen, lassen das Metall aufblitzen.
Jos Kamera wirft das Licht an meine Decke. Denn auch wenn es heute wieder schrecklich heiß ist, habe ich mich dazu entschieden, die Rollläden oben zu lassen.
Ich will Licht, ich brauche Licht.
Wer weiß, wie lange ich den Ausblick auf die Bäume unten auf der Straße noch habe. Bradyn und ich werden uns übermorgen unsere dritte, potenzielle neue Wohnung anschauen.
Ich bin nervös - jedes Mal. Aber mit Bradyn an meiner Seite fühlt sich dieser Schritt nicht mehr ganz so beängstigend an.
Die Kamera wiegt schwer in meiner Hand, so wie all die Erinnerungen, die an ihr haften.
Ich habe mir etwas vorgenommen und bei unserem ersten Ausflug in den Nationalpark konnte ich mein Vorhaben nicht umsetzten.
Ein Grinsen schleicht sich auf meine Lippen und ich stehe auf.
"Lass uns ans Meer fahren", sage ich, als ich die Küche betrete.
Bradyn sitzt auf seinem Stuhl, vertieft in sein Handy.
"Hm?"
Seine Augen heben sich nur kurz. Dennoch verschlingt mich ihr Grün auf der Stelle.
Ich erwidere nichts mehr, lehne mich an die Wand und warte darauf, dass er sein Handy beiseitelegt.
Bradyn scheint zu verstehen.
"Du meinst jetzt?", fragt er überrumpelt.
Ich zucke mit den Schultern.
"Warum nicht."
Es ist Samstag, wir haben beide Zeit und noch nichts geplant. Amanda hat heute eines ihrer vielen Dates und wird nicht nach uns verlangen.
"Warum nicht", wiederholt Bradyn meine Worte und schüttelt sein Haar.
Ich lache und stoße mich von der Wand ab.
"Dann lass uns ein paar Sachen zusammenpacken und losfahren. Ich kenne da einen super Platz, der wird dir bestimmt gefallen!"
Voller Elan laufe ich ins Schlafzimmer. Jos alter Fotoapparat immer noch in meiner Hand.
Ich greife blind nach einer der vielen Badehosen und meiner Lieblingssonnenbrille - sie hat ein sehr schmales Gestell, verspiegelte Gläser und breite, mit Nieten besetze Bügel.
"Wer fährt?", erklingt Bradyns Stimme hinter mir.
Ich drehe mich nicht um, grinse nur in mich hinein und sage: "Du."
"Wirklich? Du gibst so kampflos auf?! Dieser Tag geht in die Geschichte ein!"
Als ich einen Blick über die Schulter werfe, ist er bereits nach einem begeisterten Ausruf davongerannt.
Ich schüttele den Kopf und stopfe alle Sachen, die wir vielleicht brauchen könnten, in eine Tasche.
Bradyn wartet bereits an der Wohnungstür auf mich.
"Ich überlasse dir auch die Musikwahl", verspricht er und kratzt sich am Kopf.
Seine braunen Haare hat er zu einem lockeren Dutt zusammengebunden.
Diese Frisur zusammen mit dem hellblauen Tank Top, das eine breite, dunkelblaue Naht hat, sieht er aus als wäre er geradewegs aus Miami zu mir gekommen sein.
Ich lehne mich gegen seine Brust und drücke ihm einen Kuss auf die Nase. Ich lasse meine Lippen über sein markantes Kinn wandern, berühre nur flüchtig seinen Mund.
"Wenn du nicht gleich aufhörst, werden wir heute nirgendwo hinfahren oder hingehen!", droht er brummend, seine Stimme tiefer als gewöhnlich.
Ich kichere und trete einen Schritt zurück.
Bradyn öffnet auf dem Parkplatz neben dem Wohnkomplex die Beifahrertür für mich. Eine süße Geste für Außenstehende, ich weiß aber, dass er mich damit nur auf meinen Platz verbannen will. Ich lasse ihn. Immerhin, weiß ich, wie eigen er ist, wenn es darum geht, wer fährt.
Und so fährt er uns, dem Navi folgend, das ich zuvor programmiert habe, ans Meer.
Während der Fahrt drehen wir die Musik lauf und singen aus vollem Hals zu Post Malone und Oasis.
Ab und an werfe ich einen Blick zu diesem wunderschönen Mann herüber und kann nicht glauben, dass ich gerade hier sitze.
Hätte mir das jemand gesagt, als ich zum ersten Mal in sein Auto gestiegen und mit ihm nach New York City gefahren bin ... ich hätte es nicht geglaubt.
Auch wenn da immer etwas zwischen uns war, ich habe keine Zukunft gesehen.
Da war kein Platz für ein Morgen nach dem Morgen.
Wir und die Menschen um uns herum haben kein Platz für dieses Morgen - für unser Morgen - gemacht.
Jo hat recht gehabt, als er mir gesagt hat, dass es gut war, dass ich aus Schenectady weggezogen bin. Kalifornien hat es mir ermöglicht zu mir selbst zu finden, auch wenn das zeitweise bedeutete, zurück nach Schenectady zu kehren.
Auch Bradyn findet mehr und mehr zu sich.
Ich erkenne zwar immer noch den Schmerz in seinen liebevollen Augen, aber ich erkenne auch, dass er sich verzeihen kann. Jeden Tag aufs Neue, mal mehr, mal weniger.
Aber das ist okay. Ich bin bei ihm. Und er ist bei mir.
Die Umgebung verändert sich.
Der Himmel wird noch blauer, die Straßen breiter. Die Menschen in den Straßen tragen Badeanzüge, offene Hemden und Sonnenhüte.
Ein glückliches Lächeln erscheint auf meinem Gesicht. Ich lasse das Fenster herunterfahren und den frischen Wind durch meine Finger gleiten.
Unzählige Palmen säumen den Weg.
"Wo genau soll ich denn hier parken?"
"Woher glaubst du zu wissen, dass wir schon da sind?"
Bradyn wirft mir einen schnellen Blick zu und verdreht die Augen.
"Na, weil ich dahinten schon das Meer sehe", sagt er theatralisch.
Ich unterdrücke ein Lachen und werfe einen Blick auf mein Handy.
"Hier kannst du parken."
Ich deute auf eine riesige Betonfläche vor dem Strand.
Bradyn schaut sich um, als wir aussteigen. Er wirkt nicht gerade begeistert.
"Ist ein bisschen voll hier, passt gar nicht zu dir", murmelt er.
Ich greife nach der Tasche.
"Wir sind ja auch noch nicht da."
Mit diesen Worten hake ich mich bei ihm unter, wir rangeln ein wenig, bis ich ihn zum Strand herunterführe.
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Song: This Town - Naill Horan
Good day, everybody :)
Das war's. Die Story ist vorbei. Kurz und schmerzlos. Ich hoffe, euch hat's gefallen.
SPAß! Morgen kommt noch ein Kapi :) Ich lache, wenn das jetzt jemand geglaubt hat xD
Würdet ihr auch eine boyxgirl Story von mir lesen? (die Bezeichnung ist nicht korrekt, aber ich weiß gerade nicht, wie ich es anderes nennen soll ... eine "Nicht-gay-Story" xD)
Wäre super, wenn ihr mir das sagen könntet :)
All my Love,
Lisa xoxo
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magical boy✨[boyxboy] ✔
RomanceMica muss über die Weihnachtstage in seine beschauliche Heimatstadt Schenectady zurückkehren. Vor drei Jahren war der das letzte Mal hier und seitdem hat sich nichts verändert. Nur er. Mica ist erwachsen geworden und stehe zu sich selbst, zu den Din...
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