Dank der vergangenen Ereignisse zu Vollmond, mussten alle Nachsitzen. Auch James und Sirius, da sie sich erwischen haben lassen. Für die beiden war es, anders als für Valerie, kein Problem.
Sie fühlte sich schlecht, denn sie hatte Beauxbaton und ihre Familie blamiert. Sie schämte sich fast schon dafür, aber als sie merkte, dass nach dem Nachsitzen keiner mehr ein Wort darüber verlor und sie auch kein Brief von ihrem Vater erreichte, beruhigte sie sich wieder etwas.
Trotz der Erkenntnis, die sie an besagtem Vollmonde hatten, erschienen sie weiterhin in Olufaris Uzins Unterricht und lernten das Apparieren. Sie würden es einmal brauchen in ihrem Leben und was half es ihnen, wenn sie sich weigerten, nur weil er angeblich ein Werwolf sei.
Man merkte ihm nach dieser Nacht nichts an. Er hatte auch keine sichtlichen Verletzungen, was aber auch daher rühren konnte, dass er den Heilzauber exzellent beherrschte.
Den hatte er nämlich unfreiwillig demonstriert, als Alice zersplintert ist und ihre Schulter begann zu bluten.
Natürlich musste sie auch noch zu Madame Pomfrey, aber Alice erzählte im Anschluss, dass diese nichts mehr machen musste und hatte nur die Schulter ruhiggestellt.
Auch wenn es vielleicht übertrieben erscheinen mag, aber Valerie hatte sich gefragt, warum ein Ministeriumsangestellter der Abteilung für magische Transportmittel, so gut die Heilzauber beherrschte. Sie war sich fast schon sicher, dass er auch noch ein anderes Geheimnis hatte, das er jedoch besser hütete als seinen Werwolf.
Uzin hatte Remus in dieser Nacht ordentlich zugerichtet. Er tat es zwar ab und meinte, es ginge ihm gut, aber Valerie konnte bei ihrem Besuch den Schmerz spielend leicht aus seinen Augen lesen.
Er war nicht begeistert gewesen, als die Mädchen ihm offenbart hatten, dass sie nun wussten, dass er ein Werwolf war. Lily und Valerie waren jedoch die einzigen, die über die Animagus-Geschichte Bescheid wussten und waren auch nicht gerade heiß darauf, es den Mädchen zu verraten.
Sie mussten ihm hoch und heilig versprechen, dass sie nicht einmal einen Zeh aus dem Schloss setzten, würden beim nächsten Vollmond und die Mädchen hatten sofort zugestimmt. Keiner von ihnen wollte es sich mit einem Werwolf verscherzen. Schon gar nicht an Vollmond.
„Bist du noch anwesend, Valerie?", fragte Lily und ließ ein Buch vor ihrer Nase auf den Tisch fallen. Valerie schoss hoch und blickte sich erschrocken um. „Ja... ja. Verzeihung. Ich war in Gedanken", murmelte sie und fuhr sich mit der Hand müde durchs Gesicht.
„Möchtest du die Stunde verschieben?", bot Lily an, aber Valerie schüttelte den Kopf. „Nein, ich möchte den Animagus erlernen, was hast du gefunden?", fragte sie und zog Lilys Aufzeichnungen näher.
Das Mädchen hatte in ihrer engen, kleinen Schrift vieles niedergeschrieben und Valerie musste es mehrmals lesen, um einen Überblick zu bekommen. „Gut, dann hat Madame McGonagall die Wahrheit gesagt, als sie meinte, dass die Geschichten mit dem Alraunenblatt Stuss sind, aber das war uns klar nicht?", murmelte Valerie und wendete das Blatt.
Auf der Rückseite waren verschiedene Tränke und schwer zu bekommende Zutaten aufgelistet. „Was bin ich froh darüber. Ich hätte keine Lust, einen Mondzyklus lang mit einem Blatt im Mund herumzulaufen. Stell dir einmal vor, ich würde das in der Nacht unabsichtlich verschlucken. Dann könnte ich von vorne beginnen", verdrehte sie die Augen und Valerie grinste leicht.
Sie gab es ungern zu, aber sie war auch froh darüber. „Wozu die ganzen Tränke? Ich habe mir nichts dazu aufgeschrieben?", murmelte Valerie und Lily lief im Zimmer etwas auf und ab und nickte bestätigend.
„Ja, aber Professor McGonagall hat doch gesagt, es sind auch Tränke vorhanden und das hat mich stutzig gemacht, als ich auch nichts über bestimmte Tränke fand, die zur Verwandlung in ein Tier helfen sollten"
DU LIEST GERADE
Pure Blood
FanfictionEin Trank, der ihrer Mutter Schmerzen zufügt, treibt Valerie in die Enge. Ohne groß darüber nachzudenken, entscheidet sie sich für die Rettung ihrer Mutter, doch war es das wert, ihre Freiheit aufzugeben? Ihre Geschwister zurück zu lassen? „Ich glau...
