Ding dong. Ding dong. Ding dong.... Die Turmuhr hatte zwölf Mal geschlagen. Mitternacht. Die Geisterstunde, wie die Muggelmütter ihren Kindern erzählten. Alles Stuss, wie die Zaubergemeinschaft wusste. Schließlich flogen die Geister auch unter Tags herum.
Während Muggel, nichtmagische Menschen, von Geistern nur träumen konnten, unterhielten sich die Hexen und Zauberer mit jenen, als wären sie noch nicht tot.
Das kleine Dörfchen in Frankreich lag ruhig da und alles schien zu schlafen, doch dem war nicht so. In dem großen stattlichen Herrenhaus, etwas erhoben auf einem Hügel, brannte Licht in einem Zimmer.
Es war eines der Salons in dem großen Haus. Die Wände waren mit einem sanften blau gestrichen und goldene Details waren eingearbeitet worden, um den ganzen einen Touch Überlegenheit und Edel zu geben.
Die Muggel sahen immer mit Ehrfurcht zu der Familie, die das Herrenhaus bewohnte, auf. Fast wie eine Königsfamilie wurden sie behandelt, dabei waren sie einfach nur reiche Adelige mit besonderem Blut, aber davon wusste keiner, außer der Zauberwelt.
Die Familie hatte sogar angestellte, doch diese hatte noch nie jemandem gesehen, weshalb man nicht sicher war, ob dies nur ein Gerücht sei, aber keiner traute sich, dies zu widerlegen. Sah man die Familie doch nie Lebensmittel einkaufen gehen. Nur in Kleidungsgeschäften verschwand die Hausherrin oft.
Ihr Mann begleitete sie von Zeit zu Zeit, doch dieser trieb sich mehr im Buchladen des Dorfes herum.
In besagtem Zimmer saßen sich je ein Paar gegenüber. Die Frauen hatten zarte Weingläser in ihren Händen, die Männer funkelnde Whiskeygläser. Während die rote Flüssigkeit eher ruhig im Glas gehalten wurde, schwenkten sie die braune Flüssigkeit umher.
Das Paar, dem das Herrenhaus galt, saß recht nervös, obwohl sie es gut verstecken konnten, an dem Tisch. Das andere Paar, eindeutig zu Besuch, da sie schwere Reiseumhänge über ihren Stuhllehnen hängen hatten, waren sichtlich entspannt und siegesgewiss.
Der Hausherr trug einen schlichten, aber doch edlen Anzug in mitternachtsblau, während sein Gegenüber einen Protzigen in schwarz mit grünen Details und silbernen Manschettenknöpfen trug.
Die Französin der Frauen trug einen purpurfarbenen Hosenanzug mit goldener Kordel um die Hüfte, während ihr Gegenüber in einem dunkelgrünen, bodenlangen Kleid mit mehreren Rüschen und Extras in Silber steckte.
Vor ihnen am großen Eichentisch lag eine Pergamentrolle mit einer Feder daneben. "Ich stimme zu, wenn sie aus Ihren Machenschaften mit Lord Voldemort herausgehalten wird", stellte der Familienvater seine Bedingung und der Herr ihm gegenüber nickte zögerlich, jedoch zustimmend.
Die Feder fügte eine Notiz in den Vertrag an und das Familienoberhaupt las ihn sich erneut durch, bevor er einen Schluck der braunen Flüssigkeit trank und schließlich die Feder ergriff. Mit Schwung setzte er seinen Namen darunter und reichte die Feder an den anderen Herren weiter, der ebenfalls seinen Namen darunter setzte.
Dann reichten sie sich die Hand und die beiden Frauen sahen dies als Erlaubnis zu plaudern. "Jetzt müssen wir nur noch eine Übereinkunft für meinen zweiten Sohn finden" Die Hausherrin nickte. "Ich würde gerne meine zweite Tochter dafür einbringen, aber die Delacours dürfen in Frankreich nicht aussterben, sonst würde Chaos ausbrechen" Die Frau ihr gegenüber trank einen Schluck.
"Wie wahr. Welch Drama geschehen würde, wenn die vorzeige Familie Frankreichs keine weiteren Erben haben würde. Meine Schwester Druella hat bereits ihre Tochter an den Erben der Malfoys gebunden, welch Errungenschaft" Die Delacour nickte anerkennend.
"Sie schläft im Nebenzimmer. Ein Blick?", fragte Mrs Delacour und war schon aufgestanden. Die Frau ihr gegenüber nickte begeistert.
Leise schwang die Tür auf und der Lichtspalt gab den Blick auf ein vierjähriges Mädchen mit blonden Haaren frei. In ihren kleinen Fäusten hielt sie eine Kuscheltiereule. Ihr Gesicht zeigte momentan noch sehr kindliche Merkmale, doch sie würde einmal ein hübsches Mädchen werden und die beiden verließen das Zimmer wieder.
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Pure Blood
FanfictionEin Trank, der ihrer Mutter Schmerzen zufügt, treibt Valerie in die Enge. Ohne groß darüber nachzudenken, entscheidet sie sich für die Rettung ihrer Mutter, doch war es das wert, ihre Freiheit aufzugeben? Ihre Geschwister zurück zu lassen? „Ich glau...
