°47-Berühmtheit

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„Felix Felicis ist einer der komplizierteren Tränke. Wer weiß denn, was Felix Felicis denn nun genau bewirkt?", fragte Monsieur Slughorn und lief vor der Klasse auf uns ab. Valerie hätte es gewusst, aber sie fühlte sich nicht danach, ihr Wissen mit der Klasse zu teilen.

Zu sehr waren ihre Gedanken noch bei Regulus uns seiner kühlen Art ihr gegenüber, als er sie vor ein paar Tage in dem Klassenraum erwischt hatte.

„Er wird auch flüssiges Glück genannt. Wer auch immer den Trank nimmt, dem gelingt für einen Tag lang alles, was er sich vornimmt. Dabei ist die richtige Dosierung wichtig", hörte sie Lily, als diese die Frage beantwortete.

Slughorn, begeistert von ihrer Antwort, schenkte ihr fünf Punkte und fuhr mit seinem Unterricht vor. Er erzählte ihnen von der richtigen Verarbeitung für die Zutaten und bei welchen sie aufpassen mussten, dass die unbearbeiteten Zutaten sich nicht berührten oder gar vermischten.

„Der Trank hat eine goldene Farbe und verhält sich im Kontakt mit Luft merkwürdig: größere Tropfen springen aus dem Behälter und landen dann wieder darin. Bei diesem Prozess scheint kein einziger Tropfen verloren zu gehen", erzählte der Professor.

Valerie fragte sich unwillkürlich, wie das funktionieren sollte. Schließlich musste er irgendwie gebraut werden und dabei kommt der Trank ständig in Berührung mit Luft, aber sie fragte nicht weiter nach und nahm den Fakt einfach hin.

„Sie können zu brauen beginnen", erhielt sie schließlich die Anweisung und zog ihr Buch daraufhin näher. „Ich hol die Zutaten", meinte sie dann zu Snape, der sie ansah und dann einen Blick auf die Liste warf. Er schien wohl auch in Gedanken zu sein.

„Achte darauf, dass die Minzzweige die Murtlap-Tentakeln nicht berührten", murrte er und schrieb dann auf seinem Pergament weiter. Valerie verdrehte die Augen und stand auf. Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein erweckt hatte, aber sie hatte durchaus dem Professor zugehört.

Sie wollte schließlich keinen Dampf freisetzten, der alle in einen Schlaf schickte. Diese beiden Zutaten waren auch für die spätere Leichtigkeit, die der Trank auslöst, zuständig, dabei mussten sie aber richtig verwendet werden.

Im Vorratsschrank sah sie sich um. Sie hatte noch nie das Konzept von Monsieur Slughorns Einsortierung verstanden. Sie selbst hätte es ganz anders sortiert und so musste sie sich wie immer erst zurechtfinden.

Sie holte alle Zutaten und legte sie feinsäuberlich auf ihrem Arbeitstisch ab. Kessel und alle Messer, die sie benötigen würden, standen bereit und Snape schrieb noch immer. Wann er das alles bereitgestellt hatte, wusste sie wirklich nicht.

Sie setzte Wasser auf und begann mit der Blausternknolle, die in große Scheiben geschnitten werden musste, um dann anschließend gleichzeitig mit den Murtlap-Tentakeln in den Trank geworfen zu werden.

Als sie nach den Occamyeierschalen griff, fasste sie ins Leere. Erstaunt sah sie auf und sah, dass sie bereits zu kleinem Pulver zerstampft neben ihr standen, bereit, dem Trank hinzugefügt zu werden.

Snape schrieb immer noch. Verwirrt rieb sie sich über die Augen, nahm dann das Pulver und fügte es gleichmäßig in den Trank, während sie gegen den Uhrzeigersinn rührte. Sie wollte nicht, dass ihr ein kleiner Fehler unterlief, wenn Snape sie anscheinend allein brauen ließ und noch dazu nicht an ihr herummeckerte.

Die nächste Zutat, die Stachelschweinpastillen lagen fertig vorbereitet wieder vor ihr und entschieden drehte sie sich zu ihm um. Er schien jetzt jedoch fertig geschrieben zu haben, denn er zerstampfte die Raute, die als nächste Zutat dran war.

Ohne etwas zu sagen, schloss sie ihren Mund und wandte sich wieder dem Trank zu, um weiterzumachen. Schweigend arbeiteten sie also weiter und Valerie sah zufrieden zu, wie der Trank mit jeder Zutat heller wurde und schließlich am Ende der Doppelstunde goldig blubbernd vor ihnen lag.

Pure BloodWo Geschichten leben. Entdecke jetzt