°32-Tom Riddle

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Am nächsten Tag hatten weder Valerie noch Sirius sein Zimmer verlassen. Er hatte geschwiegen, sich aber auch nicht geweigert, sich von ihr behandeln zu lassen. Valerie hatte kurzerhand einen Patronus zu Lily geschickt, die ihr umgehend Tränke besorgt hatte.

Lily wusste nur, dass Valerie starke Schmerztränke brauchte, es ihr aber gut ging und sie sich keine Sorgen machen musste. Lily war jedoch Lily und starb danach fast vor Sorgen.

Kaum hatte sie den Hogwarts Express zurück nach Hogwarts betreten, war ihre Sicht verschwommen und rotes Haar lag quer über ihrem Gesicht. „Was ist passiert? Wozu hast du so viele Tränke gebraucht? Da waren schon ein paar Beunruhigende auf deiner Liste dabei, weißt du das?"

Valerie drückte Lily und sah sie dann verwirrt an. „Du warst doch gar nicht zu Hause, oder habe ich etwas verpasst?", fragte sie und Lily lächelte leicht. „Richtig, aber bei der Fahrt zu Weihnachten war James im Zug und jetzt ist es mein Job. Wir sind für etwaige Probleme oder Fragen da"

Valerie nickte. Sie hatte James nicht einmal gesehen, aber vermutlich war es an der Erzählung von Dorcas gelegen und ihrem Schock, der sich ja jetzt bewahrheitet hatte.

„Wozu hast du jetzt die ganzen Tränke gebraucht?", fragte sie. Valerie wusste wirklich nicht, was sie darauf sagen sollte. Dorcas war sich nicht sicher, ob es wahr war. Ob sie es Lily erzählen sollte? Sie hatte keine Ahnung.

„Bist du mir böse, wenn ich es dir nicht sage? Zumindest noch nicht?", fragte sie und blinzelte die Schulsprecherin vorsichtig an. Lily runzelte die Stirn und scannte Valerie dann von oben nach unten.

„Da ich keine Verletzungen sehe, außer die leichten Augenringe, akzeptiere ich es. Vorerst", hängte sie noch streng an, hängte sich dann bei ihr unter und führte sie in ein Abteil, in dem schon Alice und Dorcas saßen.

„Sag, wie waren deine Ferien?", fragte Dorcas, kaum, dass sie sich gesetzt hatte. Valerie schnaufte und rieb sich die Augen. „Alles, außer erholsam" Und das stimmte tatsächlich. Sie hatte die letzten Nächte kaum geschlafen, da sie Sirius Schlaf überwacht hatte. Sie vermutete, dass sie niemals Schlaf gefunden hätte, hätte sie es denn probiert.

Ihre Sorgen waren auf andere Ebenen gerutscht, die vor allem um den ältesten Black Sohn kreisten, der jedoch immer noch nicht mit ihr reden wollte. Sie wollte wissen, wie oft seine Eltern ihn in den Ferien gequält und gefoltert hatten, um Langzeitschäden entgegenwirken zu können, aber er hatte sich geweigert, ihr Auskunft zu geben.

Dorcas verzog mitleidig das Gesicht. „So schlimm?", fragte sie und Valerie nickte. „Eine andere Frage. Was wisst ihr von Lord Voldemort?" Valerie lehnte sich zurück und streckte sich einmal kräftig. Sie fühlte sich als könnte sie eine Woche durchschlafen, aber ihre Fragen hielten sie davon ab, die Augen zu schließen.

Sie hatte es langsam satt, nichts zu wissen und sie wusste, dass dieser Lord ein großer Schlüssel des eigentlichen Plans von Madame Black war. „Ich glaube, wir sind da nicht die richtigen Personen dafür. Du solltest mit dieser Frage eher zu Professor Dumbledore gehen", murmelte Alice und strich sich verlegen mit der Hand durch ihre Haare.

„Nun, er ist ja offensichtlich nicht hier", brummte Valerie und blickte Dorcas an. Diese hatte ihr doch auch bei der anderen Zugfahrt über Sirius und seine Familie erzählt. „Ich weiß nicht", druckte sie herum und Valerie stöhnte auf. „Aber ich", meinte Lily und richtete sich mehr auf.

„Du willst wissen, wer Lord Voldemort ist? Gut, dass wir noch ein paar Stunden Zugfahrt vor uns haben, wenn das wird eine längere Geschichte", meinte sie und sah aus dem Fenster. Das Wetter hatte sich dem Monat angepasst und es schneite, als gäbe es keinen Morgen mehr. Dicke flocken flogen vom Himmel und legten sich auf die Erde.

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