Es hatte sich nicht viel geändert, außer das Marlene sie jetzt nicht mehr nicht mochte, sondern sie von Grund auf verabscheute. Dorcas hielt sich ebenfalls von ihr fern, nur Alice und Lily sprachen noch ganz normal mir ihr, was sie etwas unbeliebt bei Marlene machte.
Großteils schafften Marlene und Valerie es, dass sie einander nicht trafen und in den gemeinsamen Unterrichten, würdigten sie einander keine Blicke.
Es war eine dieser Unterrichtsstunden, in denen Marlene und Valerie sich ignorierten, als würde die jeweilig andere nicht existieren. Valerie war eigentlich keine solche Person, aber Marlene hatte sie geschlagen. Gut, ihr Verhalten war auch nicht das Beste gewesen, aber sie würde sich erst entschuldigen, wenn Marlene es tat, schließlich hatte diese zuerst gehandelt.
„Bevor wir Lehrer Sie in die große weite Welt hinauslassen, sollten Sie doch einiges zur Verteidigung wissen" Monsieur Bagwis stand vor der Klasse, seinen Zauberstab locker in seiner Hand haltend, schritt er auf und ab.
„Es ist äußerst wichtig, dass Sie die Gefahren von Hinkepanks kennen und Sie sich gegen Wichtel verteidigen können, aber jeder, wirklich jeder Zauberer oder jede Hexe muss sich in einem Duell verteidigen können", fuhr er fort und Valerie hob etwas den Kopf.
Wenn er wirklich mit ihnen Duellieren wollte, würde das ganze sehr spannend werden. Sie hoffte auf einen der Slytherins, damit sie ihre kleine Rache für Mr Bunny hatte und lehnte sich etwas nach vorne.
„Wenn Sie sich bitte erheben würden", rief er und wedelte mit seinem Zauberstab. Sobald man aufgestanden war, verschwand der Tisch und das Klassenzimmer war in kürze gelehrt worden.
Der Professor teilte daraufhin die Paare ein und erst war Valerie enttäuscht, als sie keinen Slytherin bekam, aber ihre Partnerin würde auch Spaß bedeuten. Marlene McKinnon stand ihr gegenüber, den Zauberstab bereits in der Hand, mit wütenden Augen und einer angespannten Haltung.
Valerie hatte sie oft während dem Unterricht beobachtet. Ihre Zauber waren stark, aber oft ungenau ausgeführt und deshalb unkontrolliert. Sie legte mehr Wert auf die Kraft als auf die Technik dahinter, was sie doch gefährlich, aber noch lange nicht unbesiegbar machte.
Die Delacour beschloss, wie Marlene nur mit dem Zauberstab zu zaubern. Es wäre unfair, wenn sie auch noch ihre andere Hand zur Hilfe nehmen würde.
Als Monsieur Bagwis das Startsignal gab, feuerte Marlene sofort Zauber ab. Es galten nur die üblichen Regeln in einem Schulduell, aber Valerie bemerkte schnell, dass Marlene diese weit ausdehnte. Ihre Zauber waren stark, aber eben nicht genau ausgeführt. Ihre Bewegungen waren kantig, stockend und hart. Wütend, eben. Valeries waren geschmeidig, schnell und zielgenau, als sie die Flüche abwerte und manche zurückschoss.
Marlene schien wohl ihre ganze Wut hineinzulegen und Valerie konnte nicht mehr anders, sie nahm ihre zweite Hand hinzu, um die unkontrollierten Zauber zu fangen und zu vernichten. Sie wollte nicht, dass jemand zu Schaden kam, nur weil sie Marlene verletzt hatte.
Es knisterte und zischte in dem Klassenzimmer, aber Valerie nahm es kaum wahr. Ihre Sinne waren so gespannt wie noch nie auf die Person ihr Gegenüber gerichtet, dass sie nicht mitbekam, wie die anderen die Duelle beendeten und ihnen zusahen.
Monsieur Bagwis hatte nicht vor einzuschreiten, aber er war bereit, würde jemand die Grenze überschreiten.
Eine Bewegung auf ihrer Seite, ließ ihren Kopf herumreißen, aber sie bereute es sofort, als ein Zauber ihren Arm streifte. Sie zischte auf und drehte sich ruckartig wieder zu der grinsenden Marlene zurück.
„Tut es weh?", zischte diese bösartig und Valerie richtete sich erneut auf. Sie würde nicht klein beigeben. „Es reicht", knurrte jemand und trat zwischen die beiden. Valerie, die zu einem Gegenangriff angesetzt hatte, leitete den Zauber auf den Boden und schaffte es noch rechtzeitig ihn unschädlich zu machen.
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Pure Blood
FanfictionEin Trank, der ihrer Mutter Schmerzen zufügt, treibt Valerie in die Enge. Ohne groß darüber nachzudenken, entscheidet sie sich für die Rettung ihrer Mutter, doch war es das wert, ihre Freiheit aufzugeben? Ihre Geschwister zurück zu lassen? „Ich glau...