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Wie Sabo es bereits befürchtet hatte, brach Chaos auf dem Deck des Schiffes der Revolutionsarmee aus. Der Blonde nickte Koala zu und sah anschließend wieder zu Rain, die überrascht in Koalas Richtung blickte.

„Du bleibst hier unten", befahl er knapp und drehte sich zum gehen um.

„Ich kann helfen!", widersprach Rain prompt und machte einen Schritt nach vorn, um Sabo zu folgen. Blitzschnell drehte sich der Stabschef wieder zu ihr um und streckte ihr seine flache Hand entgegen, um sie auf Abstand zu halten.

„Nein! Rain, bitte. Bleib einfach hier unten und versteck dich. Über dass da...", Sabo stoppte seinen Satz und deutete auf den Saphir Armreif an ihrem Handgelenk.

„... reden wir später weiter", beendete er schließlich seinen Satz. Damit wand sich der Blonde endgültig zum gehen um und rannte zusammen mit Koala die Treppe nach oben. Rain plusterte beleidigt die Wangen auf. Sie hasste es, wenn man ihr irgendwelche Sachen befahl, die sie nicht machen wollte. Sie konnte helfen! Sie war Mitglied der Whitebeard Piraten und kein armes kleines Mädchen, dass sich verstecken musste! Die junge Frau warf einen Blick in die Kiste, in der sie es sich gemütlich gemacht hatte. Dort drin lag ein einfaches Schwert aus der Waffenkammer der Revolutionsarmee. Sie hatte es mitgenommen, für den Fall der Fälle, obwohl sie seit Marinefort kein Schwert mehr in die Hand genommen hatte. Mit Hack durfte sie nur mit Holzschwertern trainieren, um niemanden zu verletzen. Es war nicht das selbe wie ihr Nachtschatten, aber ihr Schwert war leider durch Akainus Hand zerbrochen. Die Bilder des Krieges tauchten wieder vor ihren Augen auf. Der Moment, indem der Marine Admiral mit erhobener Magmafaust auf Ruffy und Ace zugesprungen war, um diese zu töten. Es war dieser Moment, als sich in ihrem Kopf ein Schalter umgelegt hatte, sie nicht mehr nachdachte und einfach nur handelte, um die Menschen zu schützen, die sie liebte. Aus irgendeinem Grund fing ihr Körper allein durch diese Erinnerung an zu zittern.

„Verdammt", fluchte Rain und umklammerte ihr Handgelenk, um das Zittern ihrer Hände zu stoppen.

„Hör sofort auf damit", sprach sie mit sich selber, als könnte sie die Angst, die tief in ihren Knochen steckte einfach so vertreiben. Sie biss die Zähne fest aufeinander, denn ihr Herz raste so heftig, dass sie ein brennen in ihrer Brust spüren konnte. Und es war keines der angenehmen Sorte. Sie kniff die Augen zusammen und atmete tief durch.

„1...2...3", fing sie an zu zählen und atmete nach jeder Zahl tief ein und wieder aus. Ihr Körper beruhigte sich wieder, wenn auch nur ein wenig. Dann griff sie nach dem Schwert und schnallte es an ihrem Gürtel fest. Das Outfit, dass sie gewählt hatte war nicht wirklich zum kämpfen geeignet, aber sie hatte auch nicht damit gerechnet, dass Sabo sie so früh finden würde. Sie trug eine enge, blaue Skinny Jeans mit schwarzen Stiefeln, einem weißen Topf und einem rot-schwarz karierten Hemd darüber. Die vorderen Haare trug sie wie üblich, seitdem sie diese schulterlang geschnitten hatte, zu einem kleinen kneul zusammengebunden. Ein starker Ruck brachte das Schiff der Revolutionäre ins wanken. Von oben drang lautes Stimmengewirr zu ihr herunter und ließ nur erahnen, wie viele Menschen dort oben sich gerade anschrien. Die Fackeln an den Wänden flackerten wild und ungehalten, als ein kalter Wind durch den Frachtraum zog. Sie musste da hoch und - nein, sie durfte nicht. Sabo sagte, sie soll hier unten bleiben. Sie hatte versprochen, sich nicht in die Angelegenheiten der Revolutionsarmee einzumischen. Erneut gab es einen Ruck, dann einen knall und Rain schmiss sich aus Instinkt auf den Boden und hielt sich die Hände über den Kopf, als eine Kanonenkugel das Holz des Schiffes durchbrach und eine klaffende Wunde im Bauch des Schiffes hinterließ. Vorsichtig schaute Rain nach oben und konnte durch die neue Öffnung das Schiff sehen, dass eben auf sie geschossen hatte.

„Oh man", flüsterte Rain. Sie sah 5 große Schiffe, die das Schiff der Revolutionsarmee eingekreist und in die Zange genommen hatten. Alle fünf waren doppelt so groß wie das Schiff der Rebellen und besaßen deshalb auch doppelt so viel Mannschaft. Die Blauhaarige stand auf und ging zu dem Loch, in der Hoffnung etwas mehr erkennen zu können. Eines der feindlichen Schiffe war bereits so nah, dass Rain sehen konnte, wie sich die Piraten auf das Schiff der Rebellen schwangen und diese angriffen. Meerwasser schwappte durch die Öffnung in das innere hinein. Wenn Rain nichts unternahm, dann würde das Schiff der Rebellen sinken. Allerdings...

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⏰ Letzte Aktualisierung: Aug 22 ⏰

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