Luke
"Was willst du?" knurrte ich zum x-ten mal.
"Mit dir und deiner Süßen reden." sagte Quinn.
"Worum gehts?"
Quinn zuckte mit den Schultern.
Von meiner Süßen war ein abgehackter Schrei zu hören. Ich hetzte ins Haus. Quinn folgte mir. Jennica kam mir entgegen. Sie war blass.
"Hey. Was ist los?"
"Abartigkeiten im Kühlschrank." nuschelte sie.
"Im Kühlschrank?" fragte ich. Quinn ging los und öffnete den Kühlschrank. Ein ekelhafter Gestank schlug uns entgegen.
"Gwen hat ekelhafte und krankhafte Tier-Opfer für Zachary gejagt. Und anscheinend in deinem Kühlschrank gelagert. Mal sehen. Was haben wir hier...einen Pfau."
"Einen Pfau?"
"Ein Glas mit Schmetterlingen." zählte Quinn weiter auf, nahm ein Glas aus dem Kühlschrank und hielt es gegen das Licht.
"Wesen oder normale Tiere?" flüsterte Jennica kraftlos.
"Ich tippe auf normale Tiere." sagte Quinn. "Ansonsten würde es hier von Cops, die die vermissten Wesen suchen, nur so wimmeln."
Ich bugsierte Jennica zur Couch und angelte das Telefon. Ich wählte die Nummer von Annina.
"Black?" meldete Jake sich.
"Ich will mit deinem Mädchen reden. Gib sie mir." sagte ich. Jake stöhnte.
"Hier, KayJo, für dich."
"Hallo?" fragte KayJo.
"Komm mal her."
"Warum sollte ich?"
Ich sah mich kurz nach Jennica und Quinn um. Dann verließ ich den Raum und schloss mich im Bad ein.
"Weil in meinem Kühlschrank massenhaft tote Tiere liegen, und du Detective bist." fuhr ich sie an.
"Wie bitte?" fragte sie ungläubig.
"Komm einfach her." schnautzte ich. Sie legte auf. Ich ging zu Jennica zurück.
"Du solltest sie ins Bett bringen. Sie ist schon ganz erschöpft." sagte Quinn, mit leisem Vorwurf in der Stimme.
"Und du bist wer? Mein Vater? Ihr Bruder?" fauchte ich.
"Ich kann euer Freund sein." zwitscherte Quinn.
"Wir werden Zachary ganz sicher nicht umbringen." knurrte ich.
"Nein. Das verlange ich auch nicht."
Es klingelte, bevor wir weiter streiten konnten. Ich erhob mich und ging zur Tür. KayJo, Jake, Jonas und Christoph waren da. Ich trat zur Seite und ließ sie rein.
"Wow, richtig nett hast du es hier, Brudi." sagte Jake und folgte KayJo. Ich nahm Christoph zur Seite.
"Quinn ist hier. Keine Ahnung, was er will. Er hat gesagt, wir sollen Zachary für ihn umbringen."
"Und jetzt?"
"Sitzt er auf der Couch und sagt Jennica, das sie schlafen gehen soll."
"Mutig von ihm, die Gefährtin eines anderen Alphas anzugraben."
"Ich bringe Jennica gleich hoch und gehe schlafen. Kannst du ihn ein bisschen...?"
"Natürlich." sagte Christoph.
"Sehr gut." murmelte ich. Wir gingen ins Wohnzimmer.
"Komm, meine Süße."
"Wohin?" fragte Jennica lustlos und zog sich an meiner Hand hoch.
"Ins Bett. Äh, Detective, ist es okay, wenn wir schlafen gehen? meine Süße ist fix und fertig."
KayJo streckte ihren Kopf aus der Küche. "Ist okay. Wir reden morgen." Und schon war sie wieder weg.
"Süchtig nach Arbeit, oder was." schnaubte Jennica. Ich legte einen Arm um ihre Schultern und führte sie hoch.
"Wir gehen schlafen." sagte ich leise.
"Okay." nuschelte sie. Sie ließ sich müde aufs Bett fallen, beobachtete aber mit wachem Interesse, wie ich mir Schlafzeug anzog.
"Ich dachte, du bist müde." neckte ich sie.
"Sowas kann ich mir noch angucken. Das geht immer."
"Zu viele Hormone, oder was?"
"Mir gefällt auf jeden Fall, was ich sehe." bemerkte sie.
"Sicher?" hakte ich nach und ließ mich neben sie aufs Bett fallen.
"Absolut." Sie strich mit ihrem Finger über meinen Bauch.
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Silber (Part 2)
Fantasy[Abgeschlossen] Jennica wurde von einer Gruppe Silberblicke entführt. Luke und sein Rudel versuchen alles, um sie wieder zum Rudel zu bekommen. Das wird allerdings erschwert, da die Silberblicke mit Jennica aus Denver verschwinden. Und Zachary und Q...
