Jennica
"Du kommst mit!" fauchte ich Luke erbost an, als er die Haustür abschloss und sich wieder den Wohnmobilen zuwandte.
"Erik!" bellte ich. Er trat neben mich. Das Rudel hatte sich, zusammen mit Lukes Geschwisern, im Wohnzimmer versammelt. Und Annina spazierte glücklich mit Shireen auf dem Arm durchs Wohnzimmer und fütterte sie mit Eis.
"Ja, Jennica?" fragte Erik.
"Hol ihn bitte wieder rein. Die Silberblicke sind in der Überzahl. Scheißegal, was er will. Bring ihn hier rein."
"Natürlich."
Max und Alec folgten Erik. Sie brachten nach zwei Minuten einen grollenden Luke herein.
"Was soll das?" knurrte Luke.
"Dein Soulmate macht sich sorgen um dich, Luckey." sagte Annina vorwurfsvoll. "Du hättest bei ihr bleiben sollen. Aber sie regelt das ja schon sehr gut. Ein sehr treues Rudel habt ihr zwei."
"Nur ihr zu verdanken." murmelte Luke und kam zu mir herüber. "Es war alles gut, Süße. Du musst dir keine Sorgen machen."
"Sie sind in der Überzahl. Und du hast mir erzählt, das Silberblicke Mordmaschinen sind, die einen mit 'nem Plüschtier umbringen können. Das Risiko wollte ich jetzt nicht eingehen, mein Guter."
"Sie hat recht." rief Annina und zog Shireens Hand aus dem Aquarium.
"Shireen, lass die Finger von den Fischen! Die gehören nicht dir!" rief ich. "Und du...lass dich nicht von Plüschtier-Mördern mit Plüschtieren umbringen." zischte ich dann Luke zu.
"Jennica, bitte..." sagte er flehend.
"Nein. Nein, nein, nein. Akzeptiere ich nicht." Ich streckte ihm wie ein Kleinkind die Zunge raus und bahnte mir einen Weg in die Küche.
"Du hast es meinem kleinen Bruder echt gezeigt." sagte Lena feixend.
"Mit klein...meinst du...welchen Bruder genau?"
"Hat Luke dir nicht erzählt, das er 10 Minuten später als ich geboren wurde?"
"Ich dachte immer, er wäre älter."
"Mein Gott, Süße. Nicht immer kann der Typ älter sein. Du bist doch auch älter als er."
"Zwei Tage."
"Frauen sollten nicht immer jünger sein als ihr Kerl. Das ist so Klischeehaft. Das die Frauen jünger sind. Reicht schon, das Luckey fünfzehn Zenimeter größer gewachsen ist, als ich."
"Meine Mutter meinte...sie meinte mal...das Weibchen immer kleiner und schmaler sind, damit das Ego von den Männern gepuscht wird."
"Du hast 'ne Mama?!" fragte Catherine schockiert. Lena lachte.
"Hast du eigentlich wieder Kontakt zu ihr?" fragte sie dann und wischte sich die Lachtränen weg.
"Ein sch...doof gelaufenes Telefonat. Sie hat hier angerufen und mich zusammengestaucht, weil ich plötzlich in Vancouver war."
"Okay, Cathy, was machen wir jetzt schönes?"
"Zugucken wie Daddy noch mehr Autos putt macht."
"Lassen wir mal lieber bleiben."
"Warum? Das war lustig." sagte Catherine.
"Finde ich nicht so lustig. Dir hätte mehr passieren können als nur die blauen Flecken."
"Du hast gesagt, du schreist Daddy noch deswegen noch die Ohren kaputt." sagte Catherine.
"Oh. Wow. Sieht so eine Unterhaltung zwischen Mutter und Tochter aus?" fragte ich.
"Sie erzählt mir alles, was der böse Daddy macht." erklärte Lena.
"Verschwörung gegen Daddy?" hakte ich nach.
"Oh ja. Hätten wir einen Sohn, würde er sich mit Christoph gegen mich verschwören."
"Catherine saß im Auto, das Christoph zu Schrott gefahren hat?!" fragte Annina.
"Und es ist mein Recht, ihn noch dafür ordentlich anzuschnauzen! Du hältst dich da raus. Und du," Lena wandte sich zu Christoph um. "Drinnen oder draußen zusammengeschrien werden?"
"Dort, wo uns nicht so viele hören können."
"Also im Keller. Oder auf dem Dachboden." spottete Luke.
"Was ist mit den Silberblicken?" fragte ich.
"Keine Ahnung, weil Fräulein ja nicht will, das ich mit ihnen rede." sagte Luke spitz. Ich funkelte ihn kurz an, dann fuhr ich ihm durchs Haar. Luke schnaubte und schüttelte sich.
"Bis jetzt stehen sie nur da. Keiner ist ausgestiegen." rief Celeste.
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Silber (Part 2)
Fantasy[Abgeschlossen] Jennica wurde von einer Gruppe Silberblicke entführt. Luke und sein Rudel versuchen alles, um sie wieder zum Rudel zu bekommen. Das wird allerdings erschwert, da die Silberblicke mit Jennica aus Denver verschwinden. Und Zachary und Q...
