Kapitel 16

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-Julie-

Den Vormittag hätte ich soweit geschafft. Wenn ich es mir genauer überlege war er eigentlich ganz gut. Die Professoren sind alle nett und ich habe auch zwei Kurse mit Cady und einem mit Matt. Darüber bin ich unendlich froh, da sie mir ein paar Tipps geben konnte was die Professoren angeht. Cady meinte ausdrücklich, wenn ich sie alle nett anlächle und sie behandle als wären sie Gott, kann mir nichts passieren und ich habe den Abschluss in der Tasche. Aber ich denke nett lächeln und immer nicken bekomme ich hin. Nichts in Vergleich zu meiner alten Schule. Es gab auch nette Professoren aber die waren selten aufzufinden, noch dazu musste man Glück haben sie im Kurs zu haben.

Cady meinte heute, dass wir uns in der Cafeteria treffen mit den anderen. Also bin ich auf den Weg dorthin. Wäre die Schule nicht so groß hätte ich sie vielleicht schon gefunden. Die Gänge sind ziemlich voll und ich muss mich genau wie heute Morgen durch die Menge hindurch kämpfen. Aber plötzlich steigt mir ein Duft in die Nase der verdächtig nach Essen riecht. Ich bleibe stehen und sehe mich um. Aber links und rechts kann nicht ich erkennen was nach einer Cafeteria ähneln würde.

„Hier geht's lang." Jemand greift mir mit beiden Händen auf meine Schultern und dränt mich sachte nach rechts. Aber ich erkenne die Stimme sofort und als er neben mir hergeht, muss ich lächeln. Matt rettet mich aus diesem Chaos der Verwirrung und Verzweiflung und zeigt mir wo die Cafeteria ist.

„Danke. Ich hatte kurz mal die Orientierung verloren.", gebe ich zu und gehe neben ihm her. Er beginnt zu lächeln, sieht mich aber nicht an.

„Das kann hier schon mal passieren. Diese Schule ist ziemlich verwinkelt und etwas groß.", sagt er und weicht jemanden aus.

„Was du nicht sagst. Da hast du ja in den fünf Minuten Pause richtigen Stress von A nach B zu kommen.", sage ich und schultere meine Tasche.

„Ja, aber die Prof wissen das und haben meist Verständnis dafür. Nicht alle. Aber das wirst du schnell merken, wer das aller ist.", sagt Matt lächelnd und erst jetzt sieht er mich an.

Matt ist wirklich nett. Ich glaube wir könnten richtig gute Freunde werden. Er bemüht sich und hilft mir und ist nicht einer von der aufdringlichen Sorte, die sofort die Neue an der Schule anbaggert. Oder er tut es vielleicht doch, nur auf seine eigene Art. Aber er scheint zu wirken. Ich mag ihn.

So schnell kann ich gar nicht schauen sind wir plötzlich in der Cafeteria angelangt. Ich lasse meinen Blick durch den Raum schweifen und staune nicht schlecht. Ich habe noch nie so eine große Cafeteria gesehen. Die Tische sind alle voll, dazwischen tummeln sich die Schüler hindurch mit ihren Tabletts und begrüßen ihre Freunde. Es ist alles so lebendig und alle sehen so glücklich aus.

„Da drüben sitzen die anderen. Komm mit.", höre ich ihn sagen und folge ihn durch die Bänke hindurch. Cady und Serina sitzen an einem Tisch in der hinteren Ecke des großen Saals und als sie uns entdecken grinst uns Cady freudig an.

„Hey.", begrüßt sie uns. Matt und ich setzten uns neben die beiden gegenüber. „Wie hast du ersten Tag überstanden?"

Ich nicke und sehe sie an. Cady sitzt neben mir und guckt mir erwartungsvoll an. „Ja er war gut. Ich glaube ich werde dieses letzte Jahr gut überstehen."

„Schön. Aber du hast ja auch uns. Wir zeigen dir schon wo es langgeht.", sagt sie und grinst mich stolz an.

„Ich habe sie gerade vorhin aus der Menge gerettet, sie sah ziemlich hilflos aus.", scherzt Matt und trinkt an seiner Flasche Wasser. Ich verdrehe die Augen und setzte sofort zur Protestaktion an. „Ich hätte sie schon gefunden, nur wäre ich jetzt noch nicht hier. Und mit den ganzen anderen, die mich fast über den Haufen gerannt hätten, wäre ich schon fertig geworden." Ich grinse und Matt zwinkert mir zu. Ich bin mir nicht ganz sicher wie ich das aufnehmen soll, deshalb wende ich den Blick ab und sehe mich im Saal um.

SAVE ME (Band 1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt