-Riley-
Ich bin mir nicht sicher ob ich sie genervt anstarren soll oder sie versuchen zu ignorieren. Aber Betty konnte ich noch nie gut ignorieren, nicht mal jetzt wo ich so unfassbar wütend auf sie bin. „Soll ich euch kurz alleine lassen?", flüstert Matt neben mir. Er klingt nervös. Warum ist er nervös? Ich sehe zu ihm und schüttle kaum merkbar den Kopf.
„Du lässt mich mit ihr jetzt nicht alleine? Und außerdem, ich habe ihr nicht mal was zu sagen. Keine Ahnung warum sie jetzt zu uns kommt." Ich zucke mit den Schultern.
Ich sehe wieder zu ihr und verschränke seufzend die Arme vor meiner Brust. Betty bleibt vor uns stehen, sieht aber nur mich an. Kurz verliere ich mich in ihren vertrauten warmen Augen, aber im nächsten Moment sehe ich weg.
„Einer von uns beiden, sollte hier vielleicht nicht mehr so oft abhängen.", meine ich schließlich und sehe zum Meer hinaus.
„Riley.", sagt sie. In ihrer Stimme hängt so etwas wie eine Enttäuschung. Ich sehe zu ihr und runzle die Stirn.
„Was? Ich habe keinen Bock dir ständig über den Weg zu laufen. Es reicht mir wenn ich dich in der Schule sehe.", sage ich scharf.
„Okay, das habe ich wohl verdient.", sagt sie, mehr zu sich selbst als zu mir. Matt neben mir räuspert sich und holt sein Handy hervor.
„Äh ich geh da mal kurz ran, mein Dad flippt sonst aus.", sagt er leise und entfernt sich von und. Dieser Idiot. Ich brauche ihn gerade dringender als sein Dad.
„Was willst du Betty? Willst du noch mehr darauf herumreiten und es mir noch schwerer machen?", sage ich und sehe ihr in die Augen. Beschämt senkt sie den Kopf.
Gut, sie soll wissen, dass es nur ihre Schuld war. Sie hat alles zerstört, sie hat uns zerstört. Und ich will, dass es ihr genauso scheiße geht wie mir.
„Glaub mir, es ist auch nicht einfach für mich." Ihre Stimme ist plötzlich lauter und ihre Augen glänzen. Ich reiße meine Augen auf und starre sie unglaubwürdig an. Meint sie das jetzt ernst?
„Aber es war anscheinend recht einfach, Jason an die Wäsche zu gehen und ihn zu vögeln?", schreie ich fast. Betty presst die Lippen aufeinander und schüttelt leicht den Kopf. Eine Träne entflieht ihrem Auge und rollt langsam die Wange hinunter. Ich sehe weg.
„Ich war betrunken, wir waren betrunken. Wir wussten nicht was wir taten und ich war sauer auf dich weil du nicht mit auf die Party wolltest.", sagt sie schließlich. Wie lächerlich das alles klingt. Ich schüttle den Kopf und kann nicht fassen, dass ich mir diesen Mist anhöre.
„Ja, ist ja auch Grund genug mit einem anderem zu schlafen.", sage ich. „Hörst du dich eigentlich selber reden? Hörst du wie erbärmlich das alles klingt?"
„Kannst du mir bitte mal zuhören und nicht jeden Satz von mir kommentieren?", schießt sie zurück. Ich erwidere kurz ihren Blick und nickt leicht, sehe aber sofort wieder weg. Ich ertrage es nicht sie so lange anzusehen. Ich höre wie sie leise ein und ausatmet.
„Ich weiß du glaubst es mir nicht, aber es tut mir unendlich leid. Es war das dümmste was ich jemals getan habe und ich bereue es so sehr. Ich wollte nie, dass es so endet, ich ... ich liebe dich, Riley. Ich liebe dich noch genauso sehr wie ich es immer getan habe. Das mit Jason hat mir nichts bedeutet, es war dumm und widerlich. Riley, bitte." Wieder holt sie tief Luft. „Ich weiß auch, dass du Zeit brauchst, und dir über einiges klar werden musst ..."
Ich reiße den Kopf zu ihr. „Über was soll ich mir klarwerden? Für mich ist alles klar, es ist aus. Glaubst du ernsthaft ich vergiss das mit Jason und ändere meine Meinung?"
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SAVE ME (Band 1)
Romance!laufend Updates! Julie Dallas ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor ihrem zu Hause. Und vor ihrem Freund. Sie hat alles verloren, ihre Welt brach zusammen, von der sie glaubte wahr zu sein. Alles war eine Lüge und sie findet sich in einer Welt von...