Kapitel 47: Fußballplatz

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„Fuck Schnecke!", fluchte Luan, der mich als erstes sah und scannte meinen Körper von oben bis unten ab. Dies führte dazu, dass Marlo sich auch umdrehte und riesige Augen bekam und es Luan gleichtat.

„Hey. Können wir?", fragte ich wieder schüchtern und schaute zu Lu und Mel, die in ein High Five einschlugen. Wirklich?

„Damn Engel!", kam es von Marlo, der mich weiter von oben bis unten anschaute.

„Was?", fragte ich leise und ziemlich verunsichert.

„Du siehst verdammt heiß aus! Wir gehen nur auf den Fußballplatz!", äußerte sich Luan und ich zuckte leicht mit den Schultern. Immerhin hatte Mel mir die Sachen ausgesucht! Sie musste schließlich wissen, wie es da ablief.

„Wenn ihr mich weiter nur so anguckt, gehen wir nirgendwo hin. Also kommt. Marlo hast du alles?"

Marlo nickte nur, sagte kein Wort. Luan schüttelte nur leicht den Kopf, schluckte und nahm seine Trainingstasche, die an der Seite stand.

„Wir nehmen Dads Auto.", äußerte sich Luan und lief aus dem Raum. Ich folgte ihm zusammen mit Marlo, der einfach nur unfassbar aussah. Eine Jeans, seine Nikes, sein Vereinspulli, dazu seine Cap, seine Sonnenbrille am Pulli. Mein Traum!

Ich schmiss die Wechselschuhe in den Kofferraum, half Luan mit Marlo und setzte mich auf die Rückbank.

Luan sprach während der Fahrt die ganze Zeit mit Marlo, wofür ich ihm mehr als Dankbar war, da Marlo immer nervöser wurde. Er ging sich immer wieder an die Cap, putzte seine Hände an der Hose ab.

Jedoch wurde ich auch immer nervöser, da ich eben nicht wusste was dort auf mich zukam.

Am Sportplatz angekommen parkte Luan etwas weiter weg, da Marlo ihn darum bat. Ich verstand es, aber er sollte sich deswegen nicht schämen, da er nichts dafür konnte. Aber ich sagte nichts, da er eh schon mehr als nervös war.

Nachdem er im Rollstuhl saß schaute ich auf sein Bein und fragte, ob ich es verbinden sollte. Er schaute panisch drauf und nickte mehr als schnell. Also nahm ich den Verbandskasten aus dem Kofferraum und tat es. Luan meinte, dass er schon einmal vorgehen würde, so dass ich mit Marlo alleine am Auto war.

„Ich bin verdammt Stolz auf dich, Baby!", sagte ich, als ich fertig war und mich vor ihm stellte. Er schaute mich mehr als fragend an. Ich lächelte jedoch nur und küsste seine Wange ein wenig länger als nötig und umarmte ihn dann kurz.

„Bist du bereit?", fragte nun ich ihn und er schüttelte den Kopf und seufzte.

„Umso länger wir warten umso mehr Leute werden gucken, Baby!", sagte ich und er stöhnte und nickte. Das war zwar leicht gemein, aber es entsprach der Wahrheit, wobei Marlo, egal, ob er im Rollstuhl sitzt oder nicht, immer die komplette Aufmerksamkeit aller bekam.

Langsam schob ich Marlo zum Sportplatz und merkte, wie er immer nervöser wurde. Ich legte meine Hand an seine Schulter, die er sofort in seine Hand nahm und fest zudrückte.

„Du schaffst das.", sprach ich ihm Mut zu und fuhr zu der Bank, wo er meinte, dass wir uns dort hinsetzen sollten.

Es waren kaum 10 Mann am Fußballplatz, was gut war, da diese Marlo zwar mit offenen Mund anschauten, aber die Klappe hielten und nichts sagten. Marlo selbst wurde immer kleiner und kleiner. Verdammt.

Ich drehte den Rollstuhl zu mir, damit er nur mich sah und nahm wieder seine Hand in meine.

„Hier bin ich. Vergiss die anderen!", sagte ich und drückte seine Hände wieder ein wenig.

Er nickte und schaute mir tief in die Augen. Dieser Blick. Mir wurde so heiß! Jedoch endete es wieder einmal viel zu schnell, da sich 7 Jungs neben uns stellten, die Marlo begrüßten und mit ihm einschlugen.

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