VICTORIA POV
"Diese Pommes sind das erste mal so knusprig." schwärmt Jake. Ich sah ihn belustigt an. "Findest du? Irgendwie sind sie mir zu knusprig." sagte Cassie und übergab ihm ihre Pommes. "Ich bin doch keine Mülltonne?!" sagte Jake empört. "Jaja heul nicht." konterte Cassie genervt und wandte sich wieder zu ihrem Handy. "Leute, ich hab' was ganz tolltes für euch." hörte ich Aiden sagen. Er setzte sich zu uns an den Tisch und siehe da; er hat Muffins "Muffins?" fragte ich grinsend und nahm sofort einen mit Vanille Füllung. "Waren die letzten." man hörte einen Hauch von Stolz in seiner Stimme, was mich zum kichern brachte.
JUSTIN POV
"Haach, der süsse Duft der langweiligen Schule." meinte Jason. "Ich konnte es ja kaum erwarten." sprach John ironisch und seufzte. "Lasst uns rein." sagte ich gelangweilt und lief voraus. Unser alter Tisch war frei, was mich zum schmunzeln brachte. Nach so einer langen Zeit wissen trotzdem immer noch alle, dass sie nichts an diesem Tisch zu suchen haben. Schliesslich war es unser Stammplatz.
"Yo, ich geh kurz hallo sagen." Jason war gerade dabei los zu laufen. "Wohin willst du?" fragte ich genervt. "Zu Victoria, wieso?" sprach er, als sei es das selbstverständlichste auf der Welt. "Du bleibst hier Jase." befahl ich. Er sah mich eine Weile genervt an, aber setzte sich dann ohne ein Wort zu sagen an den Tisch. "Warum tust du so, als wäre sie dir egal. Kommschon man, ich weiss, dass du jetzt am liebsten zu ihr gehen würdest." witzelte Jason. Ich fand' das aber alles andere als witzig. "Keiner hat um deinen Rat gefragt, du möchtegern Amor." zischte ich genervt. Jason schüttelte schnaubend den Kopf, aber kommentierte nichts mehr. Besser so. Mein Blick glitt über die Menschenmenge, auf der Suche nach ihr. Und schon sah ich sie. Victoria.
VICTORIA POV
Gelangweilt sah ich mich in der Cafeteria um, als mein Blick auf zwei caramellfarbenden Augen hängen blieb, die mich anstarrten. Ich öffnete meinen Mund um etwas zu sagen, schloss ihn aber sofort wieder. "Ich muss mal für kleine Mädchen." sagte ich zu den anderen und lief ohne weiter auf die anderen zu achten raus.
So schnell ich konnte eilte ich zur Toilette. Ich sah mich im Spiegel an. "Nein. Nein. Nein. Das.. Das kann nicht wahr sein." sprach ich zu mir selber und versuchte meinen schnellen Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bringen. Meine Hände schwitzten und ich stand unter Panik. Ich hielt meine Hände unter kaltes Wasser und fing an mich langsam zu beruhigen. "Es ist nur ein Junge, Victoria. Nur ein Junge.." wiederholte ich die ganze Zeit.
Als ich wieder aus der Toilette kam, beschloss ich einfach normal zu bleiben und so zu tun, als ob nichts passiert wäre. Langsam lief ich den Flur entlang, als ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter spürte. Ich schloss die Augen und lauschte seinem heissem Atem, der auf meinem Nacken aufprallte. Langsam drehte ich mich um. "Justin." füsterte ich. Er sah mir tief in die Augen. "Vic.." seine raue Stimme verpasste mir - wie schon so oft Gänsehaut. Lange sahen wir uns einfach an, ohne etwas zu sagen. Im Gang war es still. Keine Menschenseele befand sich hier, ausser wir zwei. "Wie geht's dir?" Unterbrach er die Stille. "Ich.." fing ich an, aber unterbrach mich selber. Ich wusste nicht, was ich antworten sollte. Ich wusste gar nichts. Ich wusste nur, dass er mir so sehr gefehlt hat, wie kein anderer. Es tat so weh ohne ihn. Jeden Tag wurde es schmerzhafter. Und jetzt, wo er wieder da ist, würde ich am liebsten in seine Arme fallen. Ihn wieder spüren. Ihn wieder küssen. Aber ich konnte mich einfach nicht bewegen. Es war so, als ob seine Augen mich hypnotisieren würden. "Victoria.. Ich weiss.. Ich weiss es war.."
"Es war scheisse von dir." beendete ich seinen Satz. Er nahm meine Hände in seine. "Ich.. Ich hab' dich vermisst." hauchte er. Ich schluckte schwer und antwortete nicht. Stattdessen nickte ich nur.
"Vicky." konnte ich meine beste Freundin schreien hören. Ich zuckte zusammen und löste meine Hände aus Justins. Sofort umhüllte die Kälte wieder meine Hände und es fühlte sich so an, als ob ich ein Teil von mir gehen gelassen hätte. "Kommst du? Wir haben ausfall dafür haben wir Sport." sagte sie fröhlich und kam langsam auf uns zu. Erst jetzt bemerkte sie Justin. "Oh, hey Justin.." murmelte sie verwirrt und gleichzeitig auch genervt. Justin antwortete mit einem kurzen 'hi' und sah mich weiter mit grossen Augen an. "Stör ich?" fragte Cassie, als sie bemerkte, wie Justin mich ansah. Ich schüttelte den Kopf. "N..nein. Lass und gehn'."
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Bad Jay 1 - Odolivan
Fanfiction"Früher hätte ich mich nie auf so jemanden eingelassen. Jemanden, der skrupellos genug war, um Menschen, ohne mit der Wimper auch nur zu zucken, umzubringen. Früher hätte ich mich nicht auf jemanden eingelassen, der schon mit jeder zweiten, die ihm...
