JUSTIN POV
"Aufwachen du Schlafmütze!" schrie mir jemand direkt in mein Ohr. Ich stöhnte genervt auf und schlug mit meiner Hand um mich. "Lass mich blos in ruhe!" zischte ich und drehte mich auf die andere Seite. "Bieber, du kannst nicht für immer nur im Bett bleiben!" klagte Mike. "Verpiss dich!" zischte ich wütend. Ich öffnete leicht mein linkes Auge um kurz auf die Uhr zu schauen. '14 Uhr?!' dachte ich überrascht. Wiederwillig riss ich die Decke vom Körper und stand auf. "Geht doch!" zwitscherte Mike. Ich sah ihn bedrohlich an. Er verdrehte die Augen und lief aus dem Zimmer. Knurrend krazte ich mich am Bauch und gähnte. Ich schleppte meinen müden Körper zum Bad, wo ich schliesslich in die Dusche stieg, um wach zu werden.
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"Ach, da ist ja unser Herr Biebsi." lachte Fredo. "Wäre ich du, würde ich ihn nicht nerven. Er ist heute mit dem falschen Fuss aufgestanden." warnte ihn Mike. Ausnahmsweise ignorierte ich diese Kommentare, nahm die Milch aus dem Kühlschrank und machte mir Kaffee. Meine Laune war mal wieder am Tiefpunkt, so wie jeden Tag bis jetzt. Erst jetzt, wo ich am Tisch platz nahm und einen Schluck von meinem Kaffee nahm, bemerkte ich das Mädchen, welches mich emotionslos beobachtete. "Rotkäppchen, was geht?" fragte ich sie locker. Der einzige Mensch, zu dem ich nett bin und, der sich gerade in diesem Haus aufhält ist Cassie. Sie ist wie meine kleine Schwester, die ich beschützen will. Ich mag das verrückte Mädchen. "Nichts.." nachdenklich strich sie sich ihre roten Haare aus dem Gesicht und starrte mich weiter nachdenklich an. Ich räusperte mich. "Wie geht's Vic?" ich spürte den Klos, der sich in meinem Hals bildete. Sie seufzte und zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung, ich bin selber überfordert mit der ganzen Situation." sprach sie. Ich hob meine Augenbraue. "Wie?" verwirrt sah ich sie an. Alle anderen am Tisch verfolgten unsere Konversation neugierig. "Tja, würdest du die Schule nicht schwenzen, würdest du mich verstehen." sie sah nich streng an. "Sorry." meinte ich spöttisch. Sie zuckte lustlos mit den Schultern und widmete sich ihrer Zeitschrift, welche auf dem Tisch lag
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"Wann gedenkst du wieder zur Schule zu gehen?"
"Weiss nichts. Muss dich auch nicht interessieren." zischte ich Mike an.
"Wäre ich an deiner Stelle würde ich nicht so lange warten."
"Wie meinst du das?" ich hob eine Augenbraue. Er zuckte mit den Schultern und ging die Treppe hoch. Ich bliess den Rauch aus und nahm erneut einen Zug meiner Kippe. "Wie's aussieht haben wir Cole." schrie Jason vom dritten Stock. Ich stand auf. "Was?!" rief ich von unten und sprintete hoch in den Konferenzraum.
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"Fredo, du bist genial." ich schlug ihm freundschaftlich gegen die Schulter. "Ich weiss." er richtete seine Kaputze, von seinem Sweatshirt und liess seinen Nacken knacksen. "Und du bist dir sicher, dass er in dieser verlassenen Lagerhalle ist? Mitten im Wald?" John sah Flores unsicher an. "Hundert pro, Bro." versicherte Flores ihm. "Nadann.. Worauf warten wir." ich wollte mich auf den Wag zum Keller machen, wo unsere Waffen waren, aber Bruce hielt mich auf. "Nein Freundchen, du wirst garantiert nichts machen und wir auch nicht. Wir warten erstmal ab." "Was?!" fragte ich verwirrt.
"Du hast schon verstanden. Ich will mir sicher sein, bevor wir etwas machen. Das könnte eine Falle sein." Bruce sah mich streng an. "Ist das dein verfickter ernst?!" schrie ich wütend. "Ich will nicht's mehr hören." mit diesen Worten verliess er den Raum. Ich stiess einen lauten Schrei aus. "Yoh, chill." sagte Jason und lehnte sich zurück an seinem Stuhl. "Halt die Klappe, Parker!" schrie ich und rannte aus dem Raum. Die sind doch alle bescheuert! Sie warten jetzt ernsthaft nur, weil sie nicht wissen, ob es eine Falle ist?! Was, wenn in den nächsten Tagen etwas passiert? Wenn er uns wieder angreift?!
Wütend nahm ich meine Schlüssel und meine Jacke und verliess mit einem lauten Knall der Haustür das Haus.
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"Was machst du morgen?" ich sah sie an und grinste. "Tut mir Leid, aber morgen kann ich nicht. Ich bin eingladen." sprach sie und küsste mich kurz. "Schade." ich kniff ihr fest in den Hintern. Sie quiekte auf und kicherte. "Du bist so.." "Heiss, ich weiss." beendete ich ihren Satz. Sie sah mich verträumt an. "Ich liebe dich, Jay."
'Jay.. So nennt mich eigentlich nur Vic..'
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VICTORIA POV
"Schade, dass du morgen nicht bei mir sein kannst. Ich bin alleine Zuhause." Aiden sah mich verführerisch an. "So sehr es mir auch Leid tut, ich hab's Julie versprochen."
Aiden nickte betrübt. "Nächstes Mal." versicherte ich ihm. "Wie wär's mit übermorgen?" "Okay." kicherte ich und schlang meine Arme um seinen Hals. "Du bist so süss, weisst du das?" fragte er mich und vergrub seinen Kopf in meiner Halsbeuge. "Neeein. Aber jetzt weiss ich es."
"Oh man, hört bitte auf damit, ich könnt' kotzen." spasste eine tiefe Stimme. Ich löste mich von Aiden und sah Fredo. "Du. Hier?!" sagte ich lachend und stürzte mich auf ihn, um ihn zu umarmen. "Ja. Ich kann die Jungs nicht länger ertragen." zischte er spottend. Ich hob meine Augenbraue und setzte mich zurück auf's Sofa. "Warum? Was ist denn schon wieder passiert?" "Bruce ist wütend, und Justin kann nicht verstehen, dass er nicht alles machen kann, was er will. Er übertreibt es. Wie immer." er machte eine wegwerfende Handbewegung um mir zu vermitteln, dass es nicht so wichtig ist. Ich nickte nur und biss mir nachdenklich auf meine Unterlippe. 'Was Justin wohl wieder angestellt hat..?' fragte meine innere Stimme. Natürlich würde ich Fredo fragen um was es genau geht, aber es wäre besser, wenn ich das nicht tue. Vorallem, weil Aiden hier ist. Ausserdem sollte es mir sowieso egal sein. Justin ist und bleibt ein Arsch. Er ist mir egal. 'Belüg dich nicht selber.' mischte sich mein Unterbewusstsein ein. Ich schüttelte meinen Kopf. Fredo sah mich komisch an. "Sorry uhm..Hast du etwas gesagt?" fragte ich verwirrt. Fredo lächelte. "Egal. Was auch immer, ich geh wieder in Cassies Zimmer. Bis dann." sagte er und lief aus dem Wohnzimmer. "Seid bitte nicht zu laut. Nehmt Rücksicht auf die Nachbarn." spasste Aiden. Ich schlug ihm leicht auf den Bauch. "Psst." flüsterte ich grinsend. Aiden zuckte lachend mit den Schultern.
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"Hast du alles?" fragte Cassie mich. "Jep!" sagte ich lustlos. "Ach, kommschon! Es wird sicher lustig." "Ja klar. Mir allen anderen Cheerleadern. Ich kann sie einfach nicht leiden." zischte ich und verzog dabei das Gesicht. Cassie kicherte. "Sie sind sicher nett. So wie Julie. Sei doch nicht immer so negativ! Du solltest wirklich mal Yoga machen." "Ja klar." sagte ich sarkastisch und öffnete die Tür meines Smartes. "Let's go!" sang das rothaarige Mädchen neben mir im Auto und ich startete den Motor.
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Innerhalb von 20 Minuten kamen wir am grossen Haus an, welches Julie gehörte.
Ich klingelte an der Tür und tippte währenddessen mit meinem rechten Fuss auf den Boden. "Da seid ihr ja! Oh ich freu mich ja so!" schrie Julie aufgeregt und umarmte uns beide. Julie ist definitiv nicht der Typ Mädchen, mit der ich jemals freiwillig befreundet wäre, aber trotzdem bin ich es. Ich mag sie. Zwar ist sie sehr laut und - meiner Meinung nach etwas zu Mädchenhaft, aber ich mag sie. Jedoch habe ich manchmal ein komisches Gefühl bei ihr. Keine Ahnung wieso. Vielleicht ist es auch nur Einbildung, wer weiss?!
Wie traten herein und ich staunte. "Wow." hauchte ich und sah mich um. Der Flur war riesig. Ein grosser Kronleuchter war zu sehen und etwas weiter weg gab es eine riesen Treppe, so wie in diesen schicken Hotels für reiche Leute, wisst ihr, was ich meine?! Der ganze Flur war schlicht in weiss. Der längliche Teppich, der sogar über die Treppen ging war grau. Man könnte sich glatt verirren. Es war wie ein Schloss. "Mein Zimmer ist oben, kommt." wir folgten ihr die Treppe hoch. Erneut gab es einen Flur in dem es geschätzte hunderte von Türen gab. "Mein Zimmer ist eines der letzten." sprach sie, als sei es das selbstverständlichste auf der Welt. Wir kamen zur drittletzten Tür an, die Julie schliesslich öffnete. Was ich dort sah, liess mich noch mehr staunen. Ein Kingsize Bett lag mitten im Raum, welcher in einem zarten rosa war. Die wände waren weiss, dafür gab es kleine pinke Accessoires, die das ganze ziemlich edel und aufregend wirken liessen. Erst jetzt fielen mir die vielen Mädchen auf, die alle auf der Terasse sassen und einen Cocktail schlürften. Die eine hatte einen blauen, die andere einen pinken oder orangen Cocktail. Ich fühlte mich wie in einem Paradies. Es sah alles so toll und luxuriös aus. Ich war nie so der Mensch, der auf Luxus achtete, aber wenn ich dann mal die Gelegenheit dazu bekomme, dann geniesse ich es. "Ich wusste gar nicht, dass du.." "Dass ich in so einem Haus lebe? Wussten viele nicht." sprach sie kichernd. "Warum?" fragte Cas. Julie zuckte mit den Schultern. "Ich will nicht ausgenutzt werden, nur weil ich mehr Geld als andere habe. Ich will gleich behandelt werden." "Als Cheerleader wirst du aber auch nicht normal behandelt. Du bist beliebt." sprach Cassie verwirrt. "Ja, aber das ist etwas anderes. Dort mögen mich die Leute, weil ich so bin, wie ich bin und nicht, weil ich im Luxus lebe." Ich und Cassie nickten verstehend. "Heisst das, du bist reich?" blubberte es aus mir heraus. Wieder zuckte das blonde Mädchen mit den Schultern. "Nenn es wie du willst." sprach sie gleichgültig.
Wieder nickte ich und folgte ihr, als sie zu den anderen Mädchen ging. Mir fällt gerade auf, dass ich keinen von ihnen kenne. Sie gehen wahrscheinlich nicht einmal auf unsere Schule. Ausser Monica, das Mädchen mit den vielen Sommersprossen und den kugelrunden, braunen Teddybär Augen, welches mich in der Schule, sobald sie mir begegnet immer schüchtern anlächelt.
"Hey." hauchte ich schüchtern. Alle Mädchen drehten sich zu uns und sahen mich abschätzend an, bis sie aufstanden und sich vorstellten. Natürlich waren es zu viele, um mir alle Namen zu merken, aber das macht nicht's. Alles in allem war die Atmosphäre entspannend und ich fühlte mich überaschender Weise ziemlich wohl.
Jemand klopfte an der Tür und Julie stand auf. "Das muss der letzte Gast sein!" rief sie fröhlich. Ich sah Monica an, die ein erschrockenes Gesicht machte. "Alles okay?" fragte ich sie flüsternd. Sie sah mich unsicher an und schüttelte schliesslich den Kopf. "Ich mag sie nicht." gab sie zu. "Wie meinst du das?" fragte ich verwirrt. "Du wirst verstehen, sobald du sie kennenlernst, was ich meine." und, sobald Monica den Satz ausgesprochen hatte, wurde die Tür weit geöffnet. Ein Mädchen mit langen, braunen Haaren kam ins Zimmer. Sie trug rote, hohe High Heels, die im ganzen Raum zu hören waren. Mit langsamen Schritten kam sie auf uns zu. Erst, als sie näher kam, erkannte ich, wer es war.
Und.. ach du Scheisse, das kann jetzt nicht wahr sein!
"Victoria?! Cassandra?!" sagte sie gespielt überrascht und lief fröhlich auf uns zu. Ich blieb wie eingefroren stehen und zwang mir ein Lächeln auf. "Oh, hey Jana.."
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Heeyyy!
Ich hab da mal eine kleine Frage an euch. Wer ist euer lieblings Charakter (ausser Justin) in dieser Story? Das interessiert mich total! Schreibt es mir als Kommentar, ich würde mich freuen!
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Bad Jay 1 - Odolivan
Fanfiction"Früher hätte ich mich nie auf so jemanden eingelassen. Jemanden, der skrupellos genug war, um Menschen, ohne mit der Wimper auch nur zu zucken, umzubringen. Früher hätte ich mich nicht auf jemanden eingelassen, der schon mit jeder zweiten, die ihm...
