Tristan?
Irgendwie drang alles wie durch Watte zu mir.
Ich wusste doch nicht, wo Tristan war!
Ich schluchzte und verbarg meinen Kopf in meinem Armen. Um wenigstens den zu schützen. Alles tat weh.
Ich konnte nicht mehr denken. Ich war viel zu verzweifelt und überfordert und am Ende.
"Hey." Etwas berührte mich.
Ich zuckte zusammen. "Nicht", brachte ich irgendwie hervor. "Nicht."
"Keine Angst." Etwas - Jemand packte mich und zog mich an etwas Warmes. Eine Brust?
Ich brauchte einen Moment. Ich war in Sicherheit? Ich wischte mir vorsichtig über die Augen. Die scheiß Tränen wollten einfach nicht aufhören.
"Jinx. Es ist okay. Dir passiert nichts."
Master Ramin?
Ich versuchte mich zusammenzureißen. Es klappte. Irgendwie. Immerhin schluchzte ich nicht mehr. Und weinte.
Tristan sah mich an. Master Ramin hielt mich an sich gedrückt. Seine Arme um mich geschlungen. Sein Kinn auf meinem Kopf.
"Tristan.", hauchte ich.
Er nickte. Er sah ziemlich mitgenommen aus. Verweinte Augen. Geschwollen. Rotes Gesicht. "Ja. Ich bin da. Tut mir leid."
"Was hast du hier gemacht, Tristan?" Master Ramins Stimme schwankte zwischen wütend und besorgt.
"Ich brauchte" Tristan fuhr sich durchs Gesicht, "meine Ruhe. Ich musste nachdenken."
Master Ramin nickte. Er ließ mich los.
Nein! Ich streckte verzweifelt die Arme nach ihm aus. Er strich sanft über meinen Kopf. Einen Moment sah er mich an. Dann wandte er sich an Tristan.
"Dir ist klar, dass du bestraft wirst, oder? Du bist einfach verschwunden. Hast weder deine Pflichten erfüllt. Noch bist du zum Essen gekommen."
Tristan senkte den Kopf. Er schluckte. "Entschuldigung, Master."
Aber eine Entschuldigung reichte nicht. Nie.
Master Ramin zeigte zum Bett. "Leg dich hin."
DU LIEST GERADE
Master Ramin
Novela JuvenilMaster Ramin lebt mit seinen vier Jungs in Unsterblichkeit. Seit Jahrhunderten wohnen sie nun schon im Schloss in den Bergen. Bis eines Tages ein vierjähriger Junge vor der Tür sitzt. Einsam und verlassen. Sie nehmen ihn auf. Er wird größer und ä...
