Tristan
Master Ramin kam. Dann zog er sich zurück und stand auf. Er warf einen Blick aus dem Fenster. Sein Gesicht war so voller Schmerz, dass es mich beinahe zerriss.
"Sie vermissen ihn." Ich schlug mir die Hand vor den Mund.
Master Ramin wirbelte herum. Seine Hand schnellte vor.
Das Klatschen hing gespenstisch lange im Raum.
Mein Gesicht war wie taub. Ich unterdrückte die Tränen.
Er packte meine Haare und zog mich zu seinem Gesicht.
Ich biss mir auf die Lippe. Ich durfte nicht Wimmern. Ich durfte gar nicht zeigen, wie schmerzhaft es war.
"Was fällt dir ein."
"Entschuldigung, Master. Aber Jinx fehlt uns allen."
Seine Augen verengten sich. "Sag diesen Namen noch einmal und ich werfe dich für die nächsten zwanzig Jahre in den Keller."
Ich schluckte. "Ja, Master."
Er stieß mich zurück aufs Bett. Und zog sich an. "Mach mir einen Kaffee und bring ihn mir dann."
"Ja, Master.", wisperte ich.
Er verschwand.
Und ich rieb mir die Wange. So fest zugeschlagen, hatte er lange nicht mehr. Zumindest nicht ins Gesicht.
"Master Ramin!" Die Tür flog auf. Angelo starrte mich an. "Wo ist Master Ramin?" Er wirkte vollkommen verstört. Blass. Als hätte er ein Gespenst gesehen.
"Was ist los, Angelo?"
"Jinx. Jinx ist wieder da."
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Master Ramin
Teen FictionMaster Ramin lebt mit seinen vier Jungs in Unsterblichkeit. Seit Jahrhunderten wohnen sie nun schon im Schloss in den Bergen. Bis eines Tages ein vierjähriger Junge vor der Tür sitzt. Einsam und verlassen. Sie nehmen ihn auf. Er wird größer und ä...
