Die Sonne ging unter. Es wurde dunkel.
Der Wald erwachte zum Leben, und Panik in mir.
Ich lag auf dem Boden, auf einem Teppich aus Moos. Ich konnte einen Stück Himmel erkennen. Zwei Sterne.
Keine Ahnung wie lange ich hinauf starrte und versuchte zu schlafen. Wenigstens etwas. Ich konnte nicht.
Irgendwann färbte sich die Schwärze in Hellrosa und Orange.
Und ich beschloss weiter zu gehen.
Immer weiter.
Ich achtete nicht auf meine Umgebung. Ich war müde.
Ich war zwar nicht so panisch wie in meinem Zimmer alleine. Aber schlafen konnte ich trotzdem nicht.
Daran hatte ich mich nicht gewohnt.
Mittlerweile war es mir auch egal, wer bin mir schlief. Solange irgendjemand da war.
Manchmal Raphael.
Und jetzt ... Jetzt war niemand mehr da.
Daran musste ich mich wohl gewöhnen. Sonst würde ich noch ein ganz großes Problem bekommen.
Warte.
Ich hatte ein ganz großes Problem.
Ich wusste nicht wohin. Oder in welches Richtung.
Ich wusste gar nichts.
Nicht einmal wie ich alleine zurechtkommen sollte.
Und das änderte sich auch nicht als ich nach fünf Tagen vollkommen übermüdet an einem Wasserfall ankam.
Vorsichtig trank ich etwas. Das Wasser war kühl und angenehm.
Für einen Moment konnte ich meine Situation tatsächlich vergessen.
Die immer wiederkehrenden Fragen verstummten.
Tristan verstummte.
Ramin verstummte.
Ich tauche meinen Kopf ins Wasser.
Ruhe.
Ich hatte tatsächlich das Gefühl schlafen zu können.
Aber hier?
Ich zog meinen Kopf zurück. Ein Schatten legte sich über mich.
Ein dumpfer Schmerz.
Dann nichts mehr.
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Master Ramin
Teen FictionMaster Ramin lebt mit seinen vier Jungs in Unsterblichkeit. Seit Jahrhunderten wohnen sie nun schon im Schloss in den Bergen. Bis eines Tages ein vierjähriger Junge vor der Tür sitzt. Einsam und verlassen. Sie nehmen ihn auf. Er wird größer und ä...
