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Seine sicht


Es ist schon etwas später, als ich einen Anruf von Marco bekomme, in dem er meint, dass sich das Kätzchen weigert, mich zu besuchen. Nun bin ich in meinem Auto auf dem Weg zu ihr, da ich es Marco und den anderen verboten hatte, sie anzufassen. Natürlich würde es keine Probleme mit sich bringen, sie gegen ihren Willen zu mir zu bringen, nur habe ich heute eher Lust darauf, sie zu verwirren und ihr persönlich einen Besuch abzustatten.

In ihrer Straße angelangt, sehe ich schon Marco auf mich zukommen.
„Hola, Patrón, hier wohnt sie. Wie befohlen habe ich alles getan, aber sie will nicht nachgeben“, rechtfertigt er sich und führt mich zu ihrer Haustür.

Mit einem Nicken klingele ich an ihrer Haustür und sehe gleich, nachdem die Tür geöffnet wird, sieht sie mich an als würde sie ihren Augen nicht trauen. Unbemerkt laufe ich an ihr vorbei und setze mich auf das Sofa. Wie in Schock dreht sie sich langsam zu mir und schaut mich mit großen Augen an. Ihre Erscheinung in diesem knappen Bademantel, unter dem sie höchstwahrscheinlich nichts anhat, lässt meine Fantasien freien Lauf spielen.
„Besonders klein hast du es hier“, bemerke ich nebenbei und mein Blick bleibt bei ihren nackten Beinen stehen, bis ihre eingeschüchterte Stimme ertönt.
„Wa-was machen Sie hie-hier?“, stammelt sie leise.

„Wenn man dir sagt, dass du im Auftrag von mir mitkommen sollst, hast du das zu tun, belleza“, erkläre ich ihr in einem äußerst strengen Ton, wobei sie sich kein Stück bewegt, außer ihr Brustkorb, der sich langsam hebt und senkt.
„Wenn man meinen Befehlen nicht folgt, gibt es natürlich auch Konsequenzen, die du sicher nicht erleben willst.“

Ich erhebe mich langsam und gehe mit großen Schritten auf sie zu, während ihr Kehlkopf ihr schweres Schlucken kennzeichnet und sie sich wie von selbst nach hinten begibt.
„Ich bin noch am Überlegen ob ich dir auf der Stelle zeige was die Konsequenzen deines Verhaltens sind-", stoppe ich kurz um mich an ihren verängstigten Augen zu amüsieren und fahre dann fort ,,Aber ich bin heute mal nicht so gemein und gebe dir eine zweite Chance. Du bewegst jetzt deinen hübschen Hintern nach oben, um dich anzuziehen und erscheinst in weniger als fünf Minuten hier unten“. Wartend schaue ich ihr in die Augen, jedoch fällt es ihr mehr als schwer, den Augenkontakt zu halten, weshalb sie sich umdreht und mit, wenn ich mich nicht irre, wackeligen Beinen nach oben geht.

Nach fünf Minuten ist sie noch immer nicht unten weshalb ich Marco beauftrage nach ihr zu schauen.
„Marco, geh hoch nachschauen" er nickt und geht los ,,Vergiss nicht zu klopfen“,füge ich noch hinzu. Sie hatte mehr als genug Zeit und hat sich nicht an meine befohlene Zeit gehalten. Sie stellt meine Geduld echt auf die Probe und provoziert mich somit nur.

„Patrón, sie ist nicht oben und das Fenster ist offen!“, höre ich Marco von oben rufen und schlage mit meiner bloßen Faust gegen die Wand. Ich werde sie schon in die Hände bekommen.
„Sucht sie! Ich will euch erst wieder sehen, wenn sie an eurer Seite steht“, rufe ich zu jedem meiner Leute. Sie kann nicht weit gekommen sein.

Schlecht gelaunt mache ich mich auf den Weg nach Hause. Es kann doch nicht sein, dass sie auch nach meinem persönlichen Besuch versucht, sich zu widersetzen. Nur erhöht sich mein Interesse für sie.

Zuhause angekommen, bekomme ich Alonzo mit einer halbnackten Frau zu Gesicht, die beschäftigt aussehen. Ohne ein Wort gehe ich in mein Arbeitszimmer und setze mich auf meinen Stuhl. Die Kleine macht mich schon wütend mit ihren Handlungen.

Bevor ich zu Ihrer Akte greifen kann, klopft es an der Tür.
„Ja?“
„Don Vasco, das Essen ist fertig.“
„Ich komme gleich.“

Somit erhebe ich mich, um mich zum Esstisch zu begeben, wo ich schon Alonzo sitzen sehe. Wie kann dieser Typ nur immer so gut gelaunt sein?

Lovely Silence To DeathGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt