Seine Sicht
„Entweder du sagst mir jetzt, was ich wissen will, oder ich erschieße dich“, warne ich den Pendejo vor mir. Wenn er mich noch länger warten lässt, kann er sich verabschieden. Es dauert nicht lange, und ich schieße ihm zwischen die Augen.
„Beseitigt die Leiche, und ich will alles wissen: wo sie sich befindet und mit wem sie zusammenarbeitet. Alles“, befehle ich Marco, der seinen Blick gesenkt hält. Ich richte mein Jackett zurecht und laufe zu meinem BMW.
„Wohin wollen Sie, Patròn?“, fragt mich Marco, als ich mich neben ihm setze.
„Sergio“, antworte ich kurz und knapp, und er fährt los.
Der Pendejo muss erklärt bekommen, wer das Sagen hat. Noch immer denkt dieser Bastardo, er hätte was zu melden, nur hat er das nicht und wird das nie haben. Ich habe Sergio schon einmal erklären müssen, dass er nur einer meiner Lakaien ist, nicht mehr.
Nach 15 Minuten stiller Fahrt stellt Marco den Motor ab. Ich nehme mir meinen Smith & Wesson Model 500 Revolver zur Hand und steige aus, um Sergio einen Besuch abzustatten. Ich öffne die Tür, tatsächlich ist sie nicht geschlossen. Im Flur kann ich die Stimme des Bastardos wahrnehmen:
„Arghh, du kleine Schlampe, ich ficke dich blutig. Du kommst hier nicht mehr lebend raus.“
Er sollte lieber Larissa finden, anstatt irgendeine Nutte zu vögeln. Plötzlich rennt ein Mädchen auf mich zu und knallt gegen meine Brust. Mit Tränen in den Augen schaut sie zu mir hinauf. Sie ist hübsch, leicht bekleidet. Sie hat Ähnlichkeiten mit Larissa.
„Bitte – helfen Sie mir – bitte – er will mich vergewaltigen“, wimmert sie mit roten Augen.
Für so was habe ich gerade echt keine Zeit. Hübsche Frauen sehe ich jeden Tag, also nichts Besonderes. Als sie die Waffe in meiner Hand entdeckt, schaut sie ängstlich zu mir und taumelt ein wenig nach hinten. Als Sergio humpelnd aus dem Zimmer kommt, schaut sie mich ein letztes Mal an und rennt raus.
Ich gehe auf Sergio zu, der sich schmerzerfüllt an die Eier packt. Sie muss ihn übelst in die Eier getreten haben.
„Pendejo, sag mir: Wer ist der Patròn?“, komme ich zum eigentlichen Thema und vergesse das Mädchen.
„Eh – Sie – Sie natürlich, Patròn“, stottert er vor Angst und senkt seinen Blick.
„Und warum führst du dich dann wie einer auf?“
Bevor er antworten kann, schieße ich ihm in sein linkes Bein. Er schreit laut auf und fasst sich an sein verletztes Bein.
„Vergiss niemals, wozu ich imstande bin“, sind meine letzten Worte, bevor ich ihm einen abwertenden Blick schenke und die Wohnung verlasse.
Nachdem ich mit Sergio fertig bin, fahre ich nach Hause, um Geschäftliches zu erledigen. Es vergehen gefühlte Stunden, in denen ich an meinem Arbeitsplatz sitze. Es klopft, und ich gebe ein „Herein“. Marco kommt rein.
„Patròn, wir haben Larissa gefunden. Sie ist im Lager, aber will nichts sagen“, erklärt er mir.
Seufzend nicke ich. „Ich komme“, sage ich genervt. Diese Pendejos bekommen ja einfach nichts hin, nicht einmal eine Hure zum Sprechen zu bekommen. Ich streife mir mein Jackett über und mache mich auf den Weg zum Lager. Sie will nicht reden? Kein Problem. Blut vergießen ist meine Leidenschaft.
Ich komme an und sehe Larissa auf einen Stuhl gekettet. Sie hat ein blaues Auge, und mehrere Hämatome haften an ihrem Körper.
„Larissa, sag mir, mit wem du zusammenarbeitest, und ich lasse dich nicht sterben“, erkläre ich ihr. Ich gehe vor ihr in die Hocke und hebe ihr Kinn an, sodass sie in meine Augen schaut. Sofort erinnere ich mich an das Mädchen von heute Morgen. Die beiden haben sehr starke Ähnlichkeit miteinander.
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Lovely Silence To Death
RomanceDurch ein Missverständnis trifft sie auf ihn. Vasco Garcia. Der skrupellose Mafiosi vor dem sich jeder und alles fürchtet. Er will sie nicht mehr gehen lassen. Ist es liebe oder doch nur das Gefühl macht über sie haben zu wollen? Textausschnitt: Er...
