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Ihre sicht

Geschockt schaue ich zu Vasco, der vor Wut fast explodiert. Ich will einfach dabei sein und wissen was hamza angeht schließlich ist er auf mich aus, da habe ich rederecht ,,Ich wiederhole mich ein letztes mal. Geh. Jetzt!" Wird er etwas lauter weshalb ich ihn böse anschaue bevor ich nach oben gehen will doch zöger ,,Vasco ich finde das geht mich auch was an" meine ich. Vasco will was sagen doch hamza ist schneller ,,oh ja meine liebste das geht dich sehr wohl was an". Plötzlich packt mich Vasco am Handgelenk um mich mit nach oben zu ziehen ,,hörst du mir überhaupt zu?" Will ich ihn stoppen doch er ist zu stark ,,ja habe ich und nein es geht dich nichts an. Du willst nicht in diese Welt reingezogen werden kleines" lässt er mich los ,,ich bin doch schon längst in dieser grausamen Welt reingezogen worden" erwidere ich stirnrunzeln und etwas lauter ,,oh vertrau mir das bist du noch lange nicht. Du hast nur von all dem grausamen gehört aber all das zu sehen tag für tag wird nicht so harmlos" will er mir erklären doch ich sehe das anders ,,wie dem auch sei. Es war das erste und letzte mal das du da unten warst. Der bastardo geht dich nichts an und es wird für unser alle wohl sein wenn du die Finger von meinen Angelegenheiten lässt" erklärt er mir ,,wie bitte?! Das kannst du nicht erwarten" erhebe ich Einspruch und setzte nach kurzer Stille fort ,,wie kannst du das von mir erwarten. Ich meine er sitzt in dem Haus indem ich schlafe zudem bin ich sein Ziel. Solange ich mit dir bin werde ich immer irgendwo reingezogen". Er schweigt. Scheint als versucht er sich zu beruhigen ,,lass uns ein ander mal darüber reden aber fürs erste-" stoppt er und atmet tief ein ,,ich bitte dich fürs erste nicht da runter zugehen. Ich will nicht das du noch mehr in diese Welt reingezogen wirst amore. Unser Deal jedoch war das du den heutigen Tag mit mir verbringst. Streiten gehört nicht dazu deshalb lass uns das wannanders klären" kommt er mir näher und nehmt mich unerwartet in den Arm. Ich bin geschockt. So habe ich ihn noch nie reden hören- so als würde er sich sorgen um mich machen. Er verhält sich streng aber das gerade war alles andere als Vasco Garcia.

,,na gut" flüster ich vor mich hin und er löst sich von mir um mir einen stirnkuss zugeben. Das kribbeln ist wieder da. Verrückt wie schnell das gehen kann ,,was machen wir jetzt?" Frage ich neugierig und will am liebsten seinen oberkörper anglotzen all diese tattoos und diese perfekt definierten Bauchmuskeln ,,alles was dein Herz begehrt liebes" sagt er bevor er mich küsst. Ich erwidere natürlich den Kuss doch frage mich was das alles soll. Es kann doch nicht so weitergehen. Ich bin verliebt und verliebe mich mit jedem Blick, jedem Kuss und jede Sekunde mehr in ihn ,,ich will mehr über dich erfahren schließlich kenne ich nichts über deine familie und deine Kindheit" meine ich lächelnd ,,all das spielt doch keine Rolle liebste. Lass uns doch in den Pool oder in den Garten" Schlägt er vor aber nur weil er nicht darüber reden will ,,Na gut gehen wir in den Pool und dann kannst du mir was von dir erzählen. Ich gehe mich umziehen. Wir treffen uns in 10 min dort" gebe ich ihm ein kuss auf die Wange und gehe nach oben mir ein roten bikini anziehen. Er hat es geschafft sich zu beruhigen und nicht auszurasten. Er hat mich reden lassen und versucht den Streit nicht eskalieren zu lassen. Allein diese Veränderung, die ich gerade in ihm gesehen habe, lässt mich hamza vergessen. Ich gehe nicht mehr runter bis wir das geklärt haben aber nicht heute. Ich schlüpfe in meine schlappen und begebe mich nach unten in den Pool. Er hat zwar auch einen im Garten aber es regnet deshalb wahrscheinlich der unten wo tatsächlich auch eine Sauna ist. Stinkereich dieser Typ. Er sitzt am Beckenrand in einer schwarzen Badehose und ist wie immer am Telefonieren bis er mich sieht und auflegt. Seine augen analysieren mich von oben bis unten. Lächelnd setze ich mich neben ihm mit den Füßen ins Wasser ,,freust du dich wieder in deinem alten Haus zu sein?" Frage ich neugierig ,,In der Tat. Es ist nämlich ein Familienanwesen. Mein Vater hat es mir damals als er verstorben ist überschrieben" antwortet er während er mir teuren champagner entgegen hält, den ich herzlich annehme. Obwohl es heute Mittag nicht so gut mit Alkohol geendet hat ,,Verstehe. Warum nicht an alonzo?" ,,Mein Vater war damals der Mafiaboss und jetzt bin ich es nicht alonzo deshalb" ,,Hattest du ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern?" ,,Nein. Ich verstehe nicht warum interessiert dich das?" Stellt er mir eine Gegenfrage und es ist offensichtlich das er nie über seine Vergangenheit geredet hat deshalb fällt es ihm so schwer ,,Ich will wissen wie es dazu gekommen ist das du so kalt und manchmal so- naja gefühlslos handeln kannst" ,,Ich bin nicht wie in Bilderbüchern aufgewachsen. Meine Mutter hat mich verlassen als ich 7 war für einen anderen Mann. Dieser Mann war der Feind meines Vaters deshalb ermordete er meine Mutter vor meinen Augen. Ich habe ihn gehasst dafür und das tuhe ich noch immer-" ,,oh Gott das ist schrecklich Vasco das tut mir so leid" er schaut in die leere und setzt fort ,,Dann heiratete mein Vater ein zweites Mal und alonzo kam auf die Welt. Siehst du diese Narbe hier-" er zeigt auf seine rechte brust. Ich nicke und höre aufmerksam zu ,,ich wusste mein Vater wird alonzo genauso wie mich zwingen Menschen zu töten und sein Leben wie das meine zerstören deshalb wollte ich mit ihm abhauen und ihn ganz weit weg von meinem Vater bringen aber seine Leute haben uns erwischt und ich habe meine Strafe bekommen". Er schenkt sich ein zweites Mal ein wahrscheinlich weil es ihm leichter fällt darüber zu reden ,,Schon ab 14 habe ich mit Drogenhandel, Menschenhandel all das zutun gehabt und wurde trainiert gegen meinen Willen Menschen zu foltern. Ich hatte keine andere Wahl als mitzumachen-" ,,warum nicht?" Unterbreche ich ihn ,,ich habe mich Gewehrt mehrmals- dafür wurde ich geschlagen und verbrannt. Irgdendwann habe ich diesen Schmerz nicht mehr gefühlt und dann hat er mir gedroht alonzo etwas anzutun deshalb war ich gezwungen bei seinen spielchen mitzumachen" ,,oh gott" flüster ich vor mich hin und schaue ebenfalls in die leere ,,wie schwer muss dir all das als Kind gefallen sein?" Realisiere ich es nicht. Wie kann man nur so grausam sein ,,Sehr deshalb wollte ich mehrmals ein ende setzen. Ich habe versucht mich umzubringen doch mein Vater hatte seine Leute um mich und selbst dafür wurde ich bestraft. Ich habe immer versucht alonzo vor all dem zu wahren und als ich 16 war habe ich einen Deal mit meinem Vater gemacht" ,,was für ein deal?" ,,wenn ich ihm aufrichtig gehorche, lässt er alonzo aus dem spiel. Er hatte mir versprochen ihn in eine pflegefamilie zu bringen doch er hat gelogen. Über all die Jahre wurde alonzo woanders ausgebildet um Menschen zu töten" ,,und er hat da einfach mitgemacht?" Mache ich große augen ,,Nein das hätte er niemals aber ihm würden lügen erzählt. Er wurde manipuliert. Ihm wurde gesagt die Feinde meines Vaters haben meine Mutter ermordet und mein Vater hat ihn für sein Wohl weggeschickt um dort zu lernen wie er sich an die Feinde rächt. Über mich erzählte er das ich als sein großer Bruder ein Vorbild bin und das alles für richtig halte. Jetzt wird es noch grausamer. Willst du weiter hören?" Grinst er um den Schmerz zu verdrängen. Mein Herz tut vom zuhören weh ,,Als ich vor zwei Jahren das mit alonzo mitbekam, habe ich ihn umgebracht doch davor hab ich die Entscheidung für mein jetziges leben treffen müssen. Mein vater war schwerkrank und wollte alonzo zum Mafiaboss machen. Das würde ein leben voller leid bedeuten deshalb hab ich mich ihm angeboten aber er traute mir all das nicht zu. Um zu beweisen das ich würdig genug war musste ich die mutter von ramon ermorden" erzählt er Gefühlslos und trinkt sein Glas leer um neu einzufüllen. Ich traue mich nichteinmal was zu sagen ,,wir haben ramon als kleines kind eingeredet das seine mutter in der Geburt verstorben ist und der vater an Krebs"

,,ich habe mich bewiesen und habe das Geschäft übernommen nachdem ich meinem Vater im Sterbebett die Kehle aufgeschlitzt habe. Alonzos mutter hatte nach dem Tod meines Vaters keinen Schutz mehr weshalb sie nichtmal eine Woche später ermorden worden ist von den Feinden, die jetzt meine sind" ,,das tut mir so leid" wiederhole ich mich ,,nein bloß nicht all das entschuldigt mein jetziges ich nicht. Ich habe gefallen daran gefunden Menschen wehzutun. Ich bin kein guter Mensch. Ich liebe das Blutvergießen und mir ist es egal wie sehr ich meinem Vater heute ähnel. Wenigstens hat er mich gelehrt das gefühle und all das nichts wichtiges sind" er scheint zum Ende gekommen zu sein aber ich will unbedingt wissen wer diese Maria ist doch ich halte inne schließlich soll ich den Namen nicht erwähnen.

,,Du kannst dem doch ein ende setzten" sage ich leise ,,ich hatte die möglichkeit aber nein liebste. Mein altes ich welches sich gegen dieses Leben Gewehrt hat ist schon lange verstorben. Ich verspüre keine Reue nichts für all das Blut welches an meinen Händen klebt" erklärt er mir und grinst ,,soviel zu mir. Deine Mutter ist bei der Geburt von ria verstorben und dein Vater an einer überdosis und deine leibliche Mutter lebt. Du hast in armen Verhältnissen gelebt und hast oft die mutterrolle für ria übernommen" erzählt er ,,wow da hat wohl jemand seine Hausaufgaben gemacht" schmunzel ich und nippe an meinem Glas ,,Vasco das tut mir schrecklich leid und ich will das du weißt wie sehr ich es Wertschätze das du mir von dir erzählt hast. Ich weiß das dir das nicht leicht gefallen ist" nehme ich sein Gesicht in die Hand und schaue ihm tief in die Augen. Er war nicht immer der böse. Ganz im Gegenteil er hat nur alonzo beschützt und wurde in dieses Leben reingezogen. Schrecklich.

,,wenn ich wüsste das meine Geschichte dich zum Nachdenken und Schweigen bringen würde, hätte ich es mir zwei mal überlegt dir davon zu erzählen" Schlägt er gespielt gegen meine Schulter ,,das ist Vergangenheit meine liebste lass uns in der Gegenwart leben" zieht er mich mit einem mal näher an sich ,,Vasco das tut mir so leid. Das war absolut nicht fair" wiederhole ich mich bis er nach meinem Hals greift und meine Lippen in seinen Besitz nehmt ,,das ist Schnee von gestern" haucht er gegen meine Lippen und küsst mich wieder. Ich erwidere den Kuss ,,gibt mir flashbacks" grinst er frech und schenkt mir erneut champagner ein ,,ich genieße die Gegenwart'' fügt er hinzu ,,da kann ich mich dir nur anschließen" atme ich tief ein und aus bevor ich mich dafür entschließe nicht den restlichen abend nachdenklich zu verbringen.

Er greift nach meinem kinn sodass ich in seine augen schaue ,,verrückt. Ich bekomme einfach nicht genug von dir'' sind seine letzten worte bevor er mich küsst und deutlich macht das er mehr will ,,Vasco ich habe überle-",,egal was meine schöne lass uns beim abendessen darüber reden denn jetzt will ich dich" fällt er mir ins wort und reicht mir seine hand die ich zögernd annehme. 

Lovely Silence To DeathGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt