Epilog

13.8K 630 99
                                        

Epilog

„Ist das wirklich notwendig?", fragte Elija, goss sich seinen Lieblingswodka ein und exte ihn sofort, während Melody, nach diesen absolut unerträglich langen Arbeitstag, tatsächlich wieder über der Hochzeitsplanung saß.

„Pastellton, oder Cream?", fragte sie stattdessen und hielt ihn zwei für ihn absolut identisch aussehende Einladungskarten hoch. Elija zuckte mit den Schultern.

„Mir egal"

„Siehst du, deswegen ist es notwendig. Du hilfst mir ja nicht" sagte sie, klang dabei aber keines Wegs so, als würde sie seine Hilfe tatsächlich wollen, als er das letzte Mal eine Meinung zu einem Detail der Hochzeit hatte, hatte sie ihn nur böse angesehen, gesagt, er solle sich davon scheren, weil das ihre Hochzeit war und er auch damit zufrieden wäre, zum Standesamt zu fahren und einfach ein wisch zu unterschreiben.

Und damit hatte sie auch verdammt nochmal recht. Es war ihm egal, ob die Einladungen nun Pastell oder Creamfarben waren. Ob sie blaue, oder weißen Rose wollte oder ob sie einen Schleier trug oder nicht. Das einzige, was er sich von der Hochzeit erhoffte war eine zufriedene Ehefrau und ein Stück dieses Rumskuchens, das er hatte in der Bäckerei probieren dürfen, wo sie ihn letzte Woche hingeschleppt hatte. Eines der drei Stockwerk der Hochzeitstorte, wurde diesem Geschmack beinhalten, der Rest war ihm gleich. Etwas worüber sich Melody ärgerte, sie hasste Schokoladen-Rum Geschmack. Aber das war das Einzige, wo er sich durchsetzen konnte und es getan hatte. Dennoch verstimmte sie das irgendwie und dabei wurde ihm nachgesagt er sei herrschsüchtig. Wer so etwas sagte, hatte noch nie eine Frau erlebt, die ihre Traumhochzeit plante – obwohl Melody es nie zugeben würde, so kitschig veranlagt zu sein.

„Du willst meine Hilfe gar nicht und alles, was ich momentan will, ist, dass sich meine Verlobte endlich in unser Schlafzimmer begibt. Ich bin tot müde", quengelte er und Melody warf ihm eine Kusshand zu, während sie breit angrinste.

Dieses Biest, machte sich über ihn lustig. Über ihn und seinem Geständnis, dass er mittlerweile keinen Alkohol mehr brauchte um richtig schlafen zu können. Nur sie an seiner Seite. Deswegen wollte er auch, dass sie endlich ihren Hintern in sein Bett bewegte. Nicht weil er sie vögeln wollte, dafür war er schlicht zu müde, sondern weil er schlafen musste. Das vögeln würde er auf morgen früh verschieben oder besser: morgen Mittag. Es war bereits halb sechs am morgen. Ein ganz normaler Feierabend im Noir für ihn.

„Melody!", knurrte er einige Sekunden später, weil sie immer noch über den Einladungskarten hockte. Diese Hochzeit war ihr definitiv wichtiger als er und das ärgerte ihn enorm.

„Schon gut, ich komm, ja!", sagte sie, riss sich dann endlich von dem Tisch los, den sie für ihre Hochzeitsplanung vereinnahmt hatte und kam schnell auf ihn zu.

„Dass du immer so knurrig bist, wenn du müde wirst.", kommentierte sie ihm vorbeigehen.

„Dass du nach einer zwölf Stunden Schicht noch Energie hast, dich mit der Hochzeit zu beschäftigen", gab er zurück. Sie zuckte mit ihren Schultern, während sie im Schlafzimmer ihre hohen Schuhe in die Ecke trat und ihn demonstrativ den Rücken zudrehte, damit er ihr das Kleid öffnen konnte.

Das alles hatte etwas merkwürdig Häusliches an sich.

Sie kamen gemeinsam in seine Wohnung, stritten sich kurz, weil Melody noch an der Hochzeit planen wollte und er müde war. Und während sie ein kleines Feuergefecht ausführten, dass ihm auch noch den Rest Energie raubte, half er ihr beim Ausziehen.

Danach Zähneputzen und ins Bett. Sie führten eine wirklich merkwürdige Beziehung.

„Nach meinen Schichten hab ich dich immer über die Kameras des neunten Höllenkreises beobachtet. Ich bin immer erst nach Hause gegangen, wenn du ihn verlassen hattest. Ich hab also Energie für mindestens noch drei Stunden." offenbarte sie ihm, während sie das Kleid fallen ließ und eines ihrer wenig eleganten Shirts überstreifte, in denen sie meist schlief.

„Ich hab immer gewusst, dass du eine kleine Stalkerin bist", sagte er, zog sich selbst bis auf die Unterhose aus und ließ sich ins Bett fallen.

Der Wodka von gerade war sein erster Drink heute gewesen und er wusste jetzt schon, dass er ihn die nächsten Tage weglassen würde. Und zwar nicht nur, weil sich Melody über sein Alkoholkonsum beschwert hatte, sondern weil er festgestellt hatte, dass er ihm nicht guttat. Der Alkohol raubte ihm Energie und die verbrauchte er mittlerweile an seine zukünftige Frau. Er hatte Melody an seine Seite und seine Schwester war gerächt. Sein Leben war perfekt.

Er spürte noch wie Melody sich an ihn kuschelte und drehte seinen Kopf, bis er ihr Haar unter seine Wange spüren könnte und ihre Finger auf seinen Brustkorb. Dann schob er eine Hand in ihren Nacken und ein Gefühl der Zufriedenheit überkam ihn, als er den Verschluss ihres Halsbandes fühlte.

„Elija?"

„Hm?", meinte er, die Augen bereits geschlossen und schon halb auf den Weg ins Land der Träume.

„Ich liebe dich" hauchte sie und er drückte seine Lippen gegen ihren Scheitel

„Ich dich auch, aber die Schokoladen-Rum-Etage im Kuchen bleibt trotzdem."

„Mist.", hauchte sie. Hatte er es doch gewusst! Diese manipulative, kleine Hexe! Er musste wirklich auf der Hut sein, damit er bis zum Hochzeitstermin nicht wegen der Kuchen einknickte. Gott stehe ihm bei, sie würde ihn das noch in fünfzig Jahren unter die Nase reiben, dass sie ihn bei einem Blowjob oder so überlistet hatte.

Dann lächelte er und spürte auch, dass sie lächelte, als sie den Kopf direkt auf seinen Herzschlag legte. Dort wo sie hingehörte. Ihm standen noch tausende kleine Kämpfe mit ihr bevor und er reute sich auf jeden einzelnen davon.

ENDE

(Fortsetzung: Let me deep, Kitten - Veronika und Hitch Strat: noch kein Termin)

Beta: noch nicht

Und wie hat es euch gefallen? Die Fortsetzung lässt noch etwas auf sich warten. Der Montag wird wird so zu einen freien Tag für mich.  

Wer neue Geschichten braucht, die findet ihr auf Patreon:

https://www.patreon.com/MrsJacquelyneMiller

com/MrsJacquelyneMiller

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Hurt me deep, Darling - Seven SinsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt