Hiermit möchte ich zu Beginn ausdrücklich eine Triggerwarnung aussprechen. Vielleicht konnte man bereits ahnen, dass die Geschichte auch ihre düsteren Seiten zeigen wird. Deswegen möchte ich auf keinen Fall, dass jemand davon geschädigt wird.
Also: TRIGGERWARNUNG
Besonders für den weiteren Teil der Geschichte.
Neues Kapitel schon wieder. Wie kann man sich sonst am Besten vor dem Lernen für eine Matheprüfung drücken?
PoV Ryon
Auf einmal ist es in dem ganzen Saal mucksmäuschenstill. Ich spüre zig Augenpaare, die mich anstarren, würde am liebsten sofort im Boden versinken. Scheiße...
Der Typ, der mich am Hals gepackt hat, blickt langsam zu mir, sieht mich eindringlich an, festigt den Griff deutlich. Mit der anderen Hand holt er langsam aus.
»Du bist ein Cop?«
Fuck fuck fuck!
Adieu Leben! Gestorben im Knast. Ermordet von vielleicht fünfzig Typen, die meine Kollegen und ich hierhergebracht haben. Sagt Silva, dass ich ihn li...
»Was soll das hier? Johnson! Lass sofort den Gefangenen los! Oder du landest wieder auf unbestimmte Zeit in Einzelhaft!«
Endlich...
Die Wärter haben nun auch von dem Aufruhr mitbekommen und Seales, der mich vorhin noch begleitet hatte, hat den Schlagstock bereits in der Hand. Die Männer weichen zur Seite und ich spüre, wie dieser Typ langsam meinen Hals loslässt. Mit erhobenen Händen tritt er langsam einen Schritt zurück, lächelt dabei falsch.
»Nur eine kleine Unterhaltung. Nicht wahr, Prinzesschen?«
Ich sinke gegen die Wand und halte mir den Hals, der morgen vermutlich schöne Abdrücke davontragen wird. Mit glasigen Augen sehe ich zu dem Verbrecher, der kurz hämisch grinst. Seales schupst ihn zurück und tritt zu mir.
»Hey, alles gut?«
Ich bejahe dies mit kratziger Stimme, was der Wärter abnickt, darauf den Blick schweifen lässt. »Was soll das Gaffen? Ich bezweifle, dass ihr in zehn Minuten alle mit essen fertig seid. Also los!«
Verschreckt, teilweise murrend wenden sich alle anderen wieder ab und die Gesprächslautstärke kehrt wieder ein. Doch was nicht aufhört, sind die feindseligen Blicke, die ich förmlich spüre. Sie erdolchen mich nahezu, als ich mich wieder auf die Bank setze, doch keinen Bissen runterbekomme.
Ich muss hier sofort wieder raus.
Wie soll ich den Tag überleben, wenn ich mich auch nur kurz aus dem Sichtfeld der Wärter entferne? Diese Leute werden mich kaltmachen!
Soweit es geht, zögere ich das Frühstück hinaus, bin schließlich noch der letzte, der sitzt, doch auch ich werde irgendwann hinausgescheucht. Verzweifelt blicke ich zu den Wärtern, die wieder gehen, um wohl ihre Posten einzunehmen. Kurzerhand hefte ich mich an die Fersen von einem.
Scheiße, was soll ich hier den ganzen Tag machen? Ich bin auf unbestimmte Zeit inhaftiert. Also hier gefangen in jeglichem Kontext. Ohne Beschäftigung oder ähnlichem. Andere gehen nun zum Beispiel ihrem Job nach und putzen die Küche, wie ich es vorhin beobachtet habe.
Vielleicht sollte ich besser in die Zelle gehen. Wobei man dort sicher zuerst nach mir suchen wird.
Scheiße! Wann kann ich endlich jemanden anrufen?
Bis zum Mittag halte ich es schließlich durch mich immer in dem Schatten eines Wärters zu bewegen. Zwar bin ich somit dauerhaft feindseligen Blicken ausgesetzt, aber das ist mir weitaus lieber, als erwürgt zu werden.
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Unplanned II BoyxBoy
RandomAm Rande des Abgrunds, der Verzweiflung ausgeliefert. Solche Zustände führen zu unerwarteten Taten. Ob sie gut oder schlecht sind. Als Expolizist lässt sie diese Frage schwer beantworten. Ist das nun gut? Ist es gut, den Mann zu verfolgen, der ein...
