mehr Glück als Verstand

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Ich gebe zu, das Kapitel hat ein wenig gebraucht. Nehmt es mir nicht übel, wenn es sich nicht ganz flüssig liest ^^'' Ich musste erstmal wieder reinkommen. Aber das wird in den nächsten Kapiteln besser:)

Da lässt man diesen Draufgänger einmal unbeaufsichtigt und kaum bin ich da, liegt vor mir eine Leiche und mein Freund ist in Blut getränkt. Nächstes Mal nehme ich mir einen Kaffee mit.

Ich hetze so schnell ich kann zu dem am Boden liegenden. Bemerke dabei auch die Leiche vor uns und seufze, als alles daran nahezu Exekution schreit. Ryon, wenn du jemanden umbringst, sollte das nicht so aussehen.

„Du verdammter Idiot", zische ich besorgt, als ich neben ihm auf die Knie sinke und Ryon, der benommen die Augen öffnet, zu mir ziehe. Er will etwas sagen, doch stoße ich ein zischendes ‚Pscht' aus.

Warum schafft Ryon es nur immer wieder, sich zu verletzen?

„Sorry wegen heute morgen...", murmelt mein Polizist leise, als ich mir seinen Arm über die Schulter werfe und ihn an der Hüfte gepackt vorsichtig auf die Beine ziehe. „Ist schon gut...", entgegne ich durch den Wind mit Blick auf die Leiche.

Er hat mit seiner Glock geschossen. Nicht registriert. Wir könnten ihn hierlassen. Man könnte Ryon nicht identifizieren anhand der Kugel. Aber vermutlich sind hier überall DNA-Spuren und da Ryon im System ist, erwischen sie ihn spätestens dann. Verdammt...

„Silva..." – „Sei ruhig. Ich muss nachdenken." – „Aber...", erklingt seine Stimme an meinem Ohr schwach und ich folge seinem Blick. Wir sind durchtränkt von Blut, als er sich zitternd die Wunde hält.

Mist... Wenn er mir wegen Blutverlust draufgeht, bring ich ihn um.

„Okay... Alles gut. Wir kriegen das hin", höre ich mich weitaus ruhiger sprechen. Ich stütze Ryon in Richtung Auto. Versuche hektisch dabei zu überlegen, was wir tun. Genau deswegen verlasse ich nicht, wenn es sich vermeiden lässt, die Zentrale!

Vorsichtig lasse ich meinen Blondschopf auf dem Beifahrersitz nieder. Gern würde ich ja das erste Hilfe Set nehmen. Aber das ist leer...

Kurzerhand greife ich meinen Gürtel, ignoriere das Reißen meines Lieblingshemdes und binde den Stoff Ryon im nächsten Moment um die Hüften. Er sieht erschöpft zu mir. Scheint selbst kaum bei Sinnen. Würde mich auch Wundern. Er hat gerade seinen größten Feind getötet. Darüber unterhalten wir uns aber besser später.

Es heißt nun Schadensbegrenzung.

„Ich bin gleich wieder da. Nicht einschlafen, hörst du?", wende ich mich ernst an Ryon, der ein schwaches Nicken hervorbringt.

So schnell ich kann, eile ich wieder zum Tatort, wo ich den toten Körper Sawyers eine Sekunde mustere. Vermutlich eine Konfrontation seiner seits aus. Es war eine Frage der Zeit, wie sehr er Ryon noch auf den Sack gehen muss, bis dieser endlich kurzen Prozess mit ihm macht.

Und doch hätte er dafür keinen ungünstigeren Ort aussuchen können.

„Verdammt!", fluche ich leise, als ich die Leiche hochhieve. Wann musste ich das letzte Mal jemanden verschwinden lassen, ohne die Drecksarbeit anderen zu überlassen? Wenigstens ist es hier nicht belebt und im besten Fall, haben eventuelle Zeugen nichts dagegen, weil dieser Typ als Polizist bekannt ist.

Hätte ich Leute hier, könnten die das übernehmen. Aber es gab einen Schuss. Heißt, wir müssen hier weg. Also kümmern wir uns später um Sawyers Grab. Vermutlich wäre es einfacher ihn im Meer zu versenken, als sich weiter damit herumzuschlagen.

Einen Moment fällt mir schließlich auch auf, wie verstörend es inzwischen ist, dass es mir nichts mehr ausmacht. Dafür habe ich zu viel Blut an den Händen. Und sind wir ehrlich, dann hat Ryon ihn getötet. Ich habe mir das schon gedacht, dass das kommen wird.

Unplanned II BoyxBoyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt