Einen schönen 2. Advent euch!
Zwar ist das leider kein Special Kapitel, aber ich würde mich trotzdem über ein paar Livereactions freuen.
PoV Royn
Ich dachte als Polizist das Gesetz wenigstens ein bisschen zu kennen. Dachte, dass alles nach gewissen Regeln verläuft. Aber, wenn man sich offenbar mit einer Mafiosa angelegt hat, gelten keine Regeln mehr. Und, wenn keine Regeln mehr gelten, dann heißt es wohl fressen oder gefressen werden.
Mein Vater würde vermutlich durchdrehen, wenn er wüsste, wo ich bin.
»Drehen« Kommt es harsch von dem Angestellten, vor dem ich stehe. Nackt, wohlgemerkt... Ich weiß nicht, wie das alles so schnell passieren konnte. Ich weiß nur noch, dass ich im Gefängnis gelandet bin. Ein Prozess soll es irgendwann geben, soweit ich weiß. Eine Kaution ist noch nicht bestimmt.
Langsam drehe ich mich wieder um, erleichtert diese Blamage endlich hinter mir zu haben. Es wird überprüft, dass rektal nichts in Gefängnisse geschmuggelt wird, das war mir bewusst. Aber was das genau bedeutet, musste ich jetzt erst lernen...
Schweigend ziehe ich mir wieder meine Shorts an und stocke, als ich auf den orangen Overall sehe. Ein Verbrecher... Ich bin ein Verbrecher und nun da gelandet, wo es all die Leute taten, gegen die ich ermittelt habe. Eine Ironie des Schicksals...
Wann der Panikanfall über all das kommt, weiß ich noch nicht. Ich weiß lediglich, wie ich versucht habe, mit meinen alten Kollegen zu reden. Mit Sawyer zu reden, der außer den vorgeschriebenen Sätzen keine weiteren Worte für mich übrighatte.
Und jetzt bin ich hier. Gefängnis ich weiß nicht wo. Der Name ist mir entfallen... Ich wollte jemanden anrufen. Die einzige Nummer, die ich auswendig kann, ist die der Zentrale. Charles hätte ran gehen sollen... Ich schwöre, wenn er in dem Moment mit Jocelyn auf dem Schreibtisch den Anruf weggedrückt hat, bring ich ihn um.
»Los, wird's bald. Du kannst auch ohne Klamotten gehen. Aber glaub mir, die Jungs da drinnen haben lang nichts so schönes wie dich mehr gehabt« Blafft mich der Übergewichtige Mann neben mir an, sodass ich aus meiner Starre schrecke und entsetzt zu ihm sehe.
»Ich mach ja schon...«
Ich bin froh in solchen Situationen Ruhe bewahren zu können... Auch, wenn ich nie damit gerechnet habe, dies in einem Gefängnis als Insasse gebrauchen zu können.
Zögerlich ziehe ich mir den kalten Stoff über den Körper, werfe das T-Shirt über und schließe den Reißverschluss. Schluckend sehe ich an mir herab. Ein Bund verpasst dem Teil ein wenig Silhouette und sitzt etwas enger an der Taille. Selbst, wenn es absolut unpassend ist, eigentlich ist der ganz bequem.
Scheiße... Ob Irene an all dem Schuld ist?
Nein, ich sollte mich das nicht schon wieder fragen. Auf der Fahrt bin ich bereits in Panik geraten. Habe krampfhaft überlegt, wie ich da wieder rauskomme und habe versucht mich an Handynummern zu erinnern.
Ich wüsste noch die von mir zuhause. Aber dann würde meine Familie mich vierteilen. Ich kann nur hoffen, dass Silva das Regeln wird. Wenn er mich nicht hier rauskriegen kann, wer dann?
»Hier. Zahnbürste, Handtuch, Zahnpasta. Schlafanzug und Unterwäsche für fünf Tage. Badeschuhe und Bettzeug. Den Rest bekommst du später« Unterbricht der Mann meine Gedanken und drückt mir ein Bündel in die Arme, was ich überfordert entgegennehme. Scheiße, es fühlt sich alles so echt an, was es leider auch ist!
»Wann darf ich mit einem Anwalt reden?« - »Vorerst gar nicht, Püppchen. Dein Fall wird gerade aufgenommen und analysiert«
Natürlich. Was auch sonst.
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Unplanned II BoyxBoy
RandomAm Rande des Abgrunds, der Verzweiflung ausgeliefert. Solche Zustände führen zu unerwarteten Taten. Ob sie gut oder schlecht sind. Als Expolizist lässt sie diese Frage schwer beantworten. Ist das nun gut? Ist es gut, den Mann zu verfolgen, der ein...
