POV: Davi
Nora und ich hatten in meiner Wohnung am frühen Abend gegessen; seit den Ostertagen hatten wir uns nach der Arbeit die Zeit vertan. Meine Schwester war mit ehemaligen Klassenkameraden unterwegs, daher hatten wir auf unbestimmte Zeit die Wohnung für uns. Nebeneinander saßen wir auf dem Sofa in meinem Wohnzimmer und richteten unseren Blick auf den Fernseher. "Ne... Auch nicht...", seit einer gefühlten Ewigkeit suchten wir auf den verschiedensten Streamingplattformen nach einer uns entsprechenden Unterhaltung. "Welches Genre würde dich denn gerade ansprechen?", hakte ich leicht genervt nach.
"Puh... Also Schnulzen sind schon mal gar nicht meins.", sie atmete tief durch und legte nachdenklich ihren Kopf in den Nacken.
"Horror?", fragte ich planlos.
"Um Gottes willen... Willst du mich umbringen?", erschrocken riss sie ihre Augen auf.
"Was willst du denn dann?", sagte ich etwas strenger.
"Keine Ahnung... Irgendwas mit... Action.", sprach sie mit fragendem Unterton und zuckte mit ihren Schultern.
"Du machst mich wahnsinnig, hab ich dir das schon mal gesagt?", stieß ich augenrollend aus.
Ich fuhr mir mit meiner Hand über das Gesicht und blickte Nora an.
"Allerdings...", sprach sie lasziv und sah mich anzüglich an. Schlagartig merkte ich, wie die Erektion einsetzte, als ich einen Gedanken an unsere Intimität in der Küche der Werkstatt wieder vor meinem inneren Auge sah. Die Röte stieg in mein Gesicht und mein Blick lag noch immer auf der reizenden Brünette zu meiner Linken. "Alles gut?", raunte sie verführerisch unweit meiner Lippen.
"Du weißt schon, wie du mich rumbekommst, Baby.", flüsterte ich und hörte sie leicht gehässig grinsen. Ich packte Nora am Hals und zog sie in einen intensiven und fordernden Kuss. Sie rutschte noch näher an mich heran, bis ich sie schlussendlich auf meinen Schoß zog und ihr den eng anliegenden weinroten Pullover auszog. - Bin ich wirklich verliebt oder ist es einfach nur die anziehende Wirkung, die sie auf mich hat? -
POV: Jessica
"Ich bin endlos verliebt
Ich war nie so verliebt
Ich bin endlos verliebt
Ich war nie so verliebt..."
Während sanft das Wasser aus der Brause der Regendusche auf meinen Körper prasselte, lauschte ich den Klängen der Stimme von Mayberg, welche aus dem kleinen Bluetooth-Lautsprecher ertönte, den wir von zu Hause mitgenommen hatten. Ich strich mir das Wasser aus dem Gesicht und öffnete wieder meine Augen. Auf dem hellen Duschvorhang zeichnete sich die Silhouette von Lukas ab, der sich gerade seiner Kleidung entledigte. Langsam zog er das Textil, welches zwischen uns hing, beiseite. "Darf ich Ihnen Gesellschaft leisten?", fragte er ruhig und hielt seinen Blick in meinen Augen fest. "Immer gern, mein werter Herr Strobel.", sprach ich mit dezenter Stimme und er trat zu mir in die Duschwanne.
Meine nasse Hand legte ich an seine Hüfte, die andere lag an seinem Hals. Nah aneinander standen wir unter dem gleichmäßig laufenden Wasser und küssten uns zärtlich. "Du bist so wunderschön.", flüstere er unweit meiner Lippen. Ich spürte, wie Lukas seine kühlen Hände in der Höhe versetzt an meinen Rücken legte und mich fester an sich heranzog. Ein liebevoller Kuss traf wieder meine Lippen.
"You're the light, you're the night
You're the color of my blood
You're the cure, you're the pain
You're the only thing I wanna touch
Never knew that it could mean so much, so much..."
Ich begann in den Kuss zu lächeln, welcher intensiver und fordernder wurde. Langsam lösten sich unsere Lippen und ich begann, Lukas von seinem Hals abwärts zarte Liebkosungen auf die Haut zu hauchen.
~*~
Unsere noch von dem Wasser feuchten Körper ließen auf dem Kingsize-Bett des Hotelzimmers ab. Erschöpft legte ich mich in den Arm von Lukas und versuchte meine Atmung wieder zu normalisieren. Ein gefühlvoller Kuss traf meine Schläfe, zärtlich strich Lukas mir mit den Kuppen seiner Finger über meinen Bauch, bis er schlussendlich seine flache Hand mittig auf diesem ablegte. Noch immer schwer atmend, legte ich meine Hand auf seine. Stille umgab uns und ich genoss diesen Moment der Zweisamkeit mehr, als jemals zuvor. Eine kleine Weile lagen wir schweigend nebeneinander, bis er die Stille durchbrach. "Mäuschen?", fragte er vorsichtig. Ich wandte meinen Blick von der warm wirkenden Zimmerdecke ab und fand mit meinen Augen die seinen. "Ja, Schatz?", wisperte ich mit trockenem Hals und strich über seinen Arm. "Darf ich fragen, warum du während der Pause des Stückes so... Ähm... Traurig gewirkt hast, als ich deine beste Freundin erwähnt habe.", das Gefühl des Unwohlseins machte sich in meinem Inneren unterhalb der Hand von Lukas breit. - Ich will diese Gespräch nicht jetzt führen... Irgendwann... Aber nicht jetzt... Warum fange ich schon wieder an, ihm in einer Sache nicht offen gegenüberzustehen? -
"Sie... Sie fehlt mir, ist doch logisch bei der Entfernung.", - Bitte gib dich mit dieser Antwort zufrieden... -
"Ich hatte schon begonnen, mir ernsthaft Gedanken zu machen, nicht dass ihr euch noch zerstritten habt.", Lukas richtete sich auf und stützte sich auf seinen Unterarm, den er unter meinem Nacken langsam weggezogen hatte. Ich tat es ihm gleich und sah ihm wieder direkt in seinen Augen. Mit einem beruhigenden Blick schüttelte ich den Kopf. "Da bin ich beruhigt.", er hauchte mir einen Kuss auf die Stirn. Kurz darauf blickte er fragend durch den Raum. "Das Wasser in der Dusche läuft noch.", merkte er leicht lachend an, erhob sich langsam aus dem großen Bett und lief auf das Badezimmer zu. - Schatz, ich weiß, dass jetzt vielleicht ein schlechter Zeitpunkt ist, um das anzu... Ah Fuck... Es wird dafür nie einen passenden Zeitpunkt geben... Warum bin ich nicht eher aufgewacht... -
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Verloren - 3
FanfictionMeine Fanfiction zur aufgelösten Band Trailerpark geht in die dritte Runde. Ich wünsche euch sehr viel Spaß beim lesen und mitfiebern. Der dritte Teil ist die Zerreißprobe für die Gruppe, doch wen trifft es am meisten? Die Geschichte ist frei erfu...
