-26-

641 61 11
                                        

🌶️🌶️🌶️

„Onkel Dego!" Der riesige Psychopath ließ prompt den Löffel fallen und konnte gerade noch rechtzeitig einen festen Stand einnehmen, da knallte auch schon ein blondgelocktes winziges Bündel aus guter Laune gegen ihn und schlang die dünnen Ärmchen u...

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

„Onkel Dego!"
Der riesige Psychopath ließ prompt den Löffel fallen und konnte gerade noch rechtzeitig einen festen Stand einnehmen, da knallte auch schon ein blondgelocktes winziges Bündel aus guter Laune gegen ihn und schlang die dünnen Ärmchen um sein Knie.
Vertrauensvoll und überglücklich, ihren Teekumpanen wiederzusehen, strahlte Kiara zu dem Tanktop tragenden Muskelprotz hoch. „Hallo, Krümelchen. Wie geht es dir denn?" grollte Diego und hob mein Baby hoch, um sie vor sich auf dem Tresen abzusetzen.
Kiki quietschte zufrieden und baumelte mit den Beinchen, während sie ihrem Onkel Dego in aller Ausführlichkeit erzählte, dass sie heute schon gaaaaanz viele Plätzchen gebacken hatte und vielleicht die Hälfte davon im noch ungebackenen Zustand verspachtelt hatte.
Na, großartig ... jetzt hatte mein Kleines zusätzlich zu der abflauenden Grippe auch noch einen massiven Zuckerschock und würde vermutlich in einer Stunde über Bauchschmerzen klagen.
In Sekundenschnelle debattierte ich mit meiner just sehr zickigen Mumu, was jetzt eindeutige Priorität hatte und zimmerte mir mental selbst einen vor den Latz.
Klar war ich chronisch untervögelt und jaaahaaa ... der Bratwa-Boss war lecker ... und böse ... und ähm, ja ... lecker!
Ich meine, auf diesem Arsch konnte man ohne weiteres Walnüsse zerschlagen und ein kurzer - gut etwas längerer - Blick auf seinen Schritt bestätigte, dass dieser Mann, sollte es mit dem organisierten Verbrechen mal nicht klappen, sich mühelos einen Namen in der Pornoindustrie machen konnte.
Äääh ...
Sekunde ... ich schweife ab ...
Wo war ich nochmal stehen geblieben?
Heißer Kerl ... Check.
Flachgelegt werden wollen ... Doppelcheck.
Uuuund da pfefferte ich mir den zweiten mentalen Schlag um die Ohren.
Mein Kind erzählte gerade einem der bösartigsten Männer, den ich je getroffen hatte, von ihrem Tag und ich stand hier herum und fantasierte von einem harten Stell-Dich-Ein gegen die Wand zum Kühlhaus mit seinem abartig heißen Chef.
Eine echt tolle Mutter war ich!
Meine neue Kaffeefreundin sah fast wehmütig auf Kiara und hatte anscheinend den Streit mit den drei Russen völlig ad Acta gelegt. Zumindest für den Moment.
„Tante Lessa! Das waren soooo viele Kekse! Da können wir morgen auch noch welche essen! Oh und darf ich Dego ein paar geben? Für unsere nächste Teeparty? Biiiitte, Tante Lessa? Darf ich?"
„Äh ...", antwortete ich und warf einen Hilfe suchenden Blick in die Runde.
Der Stellvertreter versteckte seinen Lachflash hinter der Getränkekarte, Valeria schaute mit dezent angesäuerten Miene in meine Richtung, die Omelettelady stellte äußerst hilfreich eine rosafarbene Blechdose auf die Theke und entschwebte dann fix in ihre bevorzugte Ecke und Mr. Pornodingdong?
Jaaaa ... der fixierte mich wie ein Wissenschaftler eine neue Amöbenart unter dem Elektronenmikroskop und zuckte nicht mal mit einer Wimper, als Kiara die Dose auffummelte und dem Muskelmann einen mit pinken Zuckerperlen verzierten Herzchenkeks in den Mund steckte.
Dabei strahlte sie über alle Bäckchen und zappelte auf dem schmalen Tresen herum, als hätte sie Hummeln in der Buxe.
Sarina gluckste amüsiert und ignorierte dabei konsequent die imaginären Dolche, die ihr aus Diegos Richtung entgegenflogen.
Kiki wandte ihren Blick und blinzelte überrascht, dann leuchteten ihre Augen auf wie Sterne und sie quietschte: „Oh, du bist so hübsch! Bist du eine Prinzessin? Möchtest du auch einen Keks?"
Meine Kaffeefreundin errötete ob des Kompliments und nahm mit einem sanften Lächeln das Herzchenplätzchen mit dem goldgefärbten Zuckerguss aus den Patschefingern meines Sonnenscheins und aß es mit einer sehr gewichtigen Miene.
„Das ist so lecker, du Süße! Und die hast du gebacken? Großartig... Ich wünschte, ich könnte auch backen." zwitscherte Sarina und Kiki schüttelte sofort vehement den Kopf, sodass die blonden Löckchen flogen. „Nein! Eine Prinzessin muss nicht backen! Du kannst aber welche von meinen Keksen haben, wenn du willst..." protestierte meine Kleine und hielt ihr sofort die Blechdose hin.
Ich war wohl vorläufig abgemeldet und sah mich unauffällig nach Arbeit um, damit ich mich von den intensiven Blicken des Obermackers ablenken konnte.
Aber leider hatte das Auftauchen der drei Bratwakerlen zur Folge gehabt, dass sich das Diner wundersamerweise nahezu vollständig geleert hatte.
Was auch einer der Gründe sein konnte, warum Val derzeit dermaßen unentspannt war.

Es begann mit einem RingWo Geschichten leben. Entdecke jetzt