Nassau. Das Reich der Piraten. Klares Gewässer, Sonne, Gleichgesinnte und endlich kein Bedarf mehr, ihre Liebe zueinander geheim zu halten.
Alles scheint perfekt, die gemeinsame Zukunft gesichert und nichts dem Abenteuer des Lebens mehr im Wege.
Do...
Triggerwarnung! Dieses Kapitel enthält einen beschriebenen, sexuellen Missbrauch! Wer so etwas nicht lesen kann, sollte das Kapitel überspringen!
13. April 1822 Sankt Augustine
"Make me helpless, Tie me down and use your rope made of velvet Then turn the lights down low" ~ Maneskin, the Driver
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Sein Herzschlag setzte aus. Der letzte Satz trieb ihm die Luft aus den Lungen. Er blinzelte. Einmal. Zweimal. Sein verfluchter Albtraum, der sich offenbar in einen neuen verwandelt hatte, hörte nicht auf. Die Entschlossenheit im Blick der jungen Frau blieb.
"Verzeihen Sie, Lady, aber ... " Er rieb sich über die Stirn. "Das kann unmöglich das sein, was Sie glauben zu wollen!"
Ein bitteres Lachen stieg in ihrer Kehle auf. "Ich dachte, dass Sie sich darüber freuen würden? Ein Pirat, wie Sie einer sind, muss doch über eine solch zweifelhafte Moral verfügen, dass es wie ein Geschenk sein muss, einen Marineoffizier so hintergehen zu können. Seine Frau zu nehmen, wie es ihm beliebt und ihm ein Kind unterzujubeln." Panisch schnellten ihre Hände empor und krallten sich in ihren Schopf, als würde sie sich die Haare raufen wollen. "Sie werden mich nicht abweisen, Jack!"
Er schüttelte den Kopf. "Ich kann. Und ich werde!"
Zorn schlich sich auf ihre erstaunlich ebenmäßigen Züge. "Nein, werden Sie nicht. Wenn Sie sich weigern, werde ich einen jeden Soldaten im Fort wissen lassen, dass Sie hier bei mir im Zimmer stehen. Und ich werde um Hilfe schreien. Sie werden keine weiteren drei Minuten leben, wenn mein Mann erfährt, dass Sie sich an mir vergriffen haben!", fuhr sie ihn an. Sorge schob sich unter ihre Worte, als würde sie fürchten, der letzte Halm, nach dem sie griff, könnte nicht ausreichen, um sie vor seiner Verweigerung zu bewahren. "Und all die Männer, die mit Ihnen hier sind, werden mit Ihnen hingerichtet! Ein jeder einzelne von ihnen!"
"Nicht, wenn ich Sie zuvor zum Schweigen bringe." Sie lachte verächtlich. Als wäre seine Drohung nichts weiter als eine leere Hülle. Oh, wie recht sie damit hatte. Er trug nicht einmal eine Waffe mit sich. Lediglich eine simple Klinge, die nicht viel mehr war, als ein Küchenmesser, steckte in einem seiner Stiefel. "Was wollen Sie tun? Ein Blutbad anrichten? Nein, Jack. Nein. Sie sind hier, sind dieses unverhältnismäßige Risiko eingegangen, weil Sie Informationen suchen. Es liegt Ihnen daran, dass der Abend ohne Zwischenfälle verläuft und Sie keinerlei Aufmerksamkeit erregen. Ist es nicht so?"
Jack öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, aber kein Laut schaffte es über seine Lippen. Ihre Stimme zitterte leicht, als sie so nahe an ihn herantrat, dass er die Wärme ihres Atems auf seiner Zunge schmecken konnte. "Sie werden vor mir niederknien. Sie werden sich entkleiden. Und dann werden Sie jeden einzelnen Befehl ausführen, den ich Ihnen abverlange", hauchte sie ihm sanft entgegen.