Moin! Heute wieder mal eine Special POV. Iris!
Btw an diesen Zeitpunkt kann ich sagen, dass wir gar nichts mehr für die Akte Spoilern werden/ können.
Danke für alle Kommentare die ihr schickt! Wir freuen uns darauf und euch viel Spaß!
Iris POV:
Zum ersten Mal, seitdem ich denken kann, erblickte ich die Welt wortwörtlich in einem neuen Licht.
Ich konnte den Tag zuvor nur hinter den Fenster aus betrachten, ohne um mein Leben fürchten zu müssen. Raus zu gehen war immerzu eine Qual gewesen und das nicht nur körperlich.
Jetzt aber bröckelten die Mauern dieses Gefängnisses nieder. Eine Welt eröffnete sich mir, die ich nicht nur sehen kann. Ich kann endlich ein Teil davon sein. Ich war nicht mehr an die Nacht und Schatten gekettet.
Ich drückte Manus Hand fest, als ich meinen Blick über den Himmel fahren ließ. Die Sonne blendete mich. Nie hätte ich überhaupt daran gedacht sie jemals zu sehen.
„Iris", riss mich Manus Stimme aus meiner Trance „Ich habe dir schon immer eine neue Welt versprochen und daran möchte ich mich auch halten. Zusammen werden wir sie uns gestalten."
Ich lächelte, als ich nochmal über die Baumwipfel vor uns blickte „Hier bei dir zu sein, ohne Gefangenschaft, ohne Gefahr...das hier ist schon das größte Geschenk, was du mir jemals erschaffen kann." Ich ergriffe seine beiden Hände fester und sah ihn konzentriert im die Augen „Du hast mich zurück gebracht, du hast uns wieder vereint. Nichts kann mir mehr gegeben werden."
„Ich möchte dir aber mehr geben, mehr zeigen. Diese Welt ist so viel größer, als man zu denken vermag. Ich möchte dir das Schöne und Gute davon zeigen und das Böse aus der Welt schaffen."
„Das ist aber eine große Bürde."
„Die ich für dich tragen werde...", er schob eine Haarsträhne hinter mein Ohr.
Das blonde Haar, welches nicht das meine war.
Ich fühlte mich anders. Ich war anders. Vielleicht sogar wer anders.
Wie die Magie funktionierte, die Manu besaß, konnte ich nie greifen. Auch nicht, wie er mich jetzt von den Toten zurück geholt hat. War es normal, dass ich jetzt wer anders war?
Diese Frage konnte ich mir nicht selbst beantworten und wollte ich auch erstmal nicht stellen. Ich war einfach nur zutiefst dankbar wieder bei Manu zu sein. Das alles zu hinterfragen wäre doch beinahe töricht. Dich ließen mich diese Gedanken nicht los.
In meinem inneren strömte es nur von Fragen und Verworrenheit. Dieser Sprung, auch wenn er kurz für mich erscheint verwirrte mich zutiefst.
Zuletzt konnte ich mich an schmerzen und grelles Licht erinnern, dann kam eine gefühllose Dunkelheit und Stille. Dann gab es wieder Licht und Bedrängnis. Keines das mir Angst bereiten sollte, sondern etwas, was man Leben nannte. Mein Kopf scheint, so sehr ich es auch zu verdrängen versucht habe, es immer noch nicht begriffen zu haben, wie ich hier sein kann.
Doch Manus Anwesenheit gab mir einen festen Griff an das, was real war. Seine Magie hat mich hergebracht. Und doch haben seine Worte mich zunächst überrumpelt.
Er sah etwas verändert aus. Er war aber immer noch er selbst. Wie viel Zeit wohl vergangen war für ihn? Für mich es sich wie ein tiefer Schlaf angefühlt. Weder gut noch schlecht.
Doch er hat die vergangene Zeit erlebt. Er er sah kaum älter aus, als in dem Moment, wo ihn zuletzt gesehen habe. So viel Zeit schien daher doch nicht vergangen zu sein, wie er es mir weiß machen wollte.
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4 Wächter
FanfictionWir sehen mal die andere Seiten der Wächter. Was ist passiert, bevor der Mann im Mond überhaupt auf die Erde kommt. Wie sah es im Leben der Wächter aus? Die Geschichte läuft parallel zu den Hauptvideos ab und hier ist unsere eigene Interpretation vo...
