Osterhase POV:
Dieser Tag ging mir sowas auf die Eier! Ich gehe raus und höre nur wie toll Santa ist. Wertschätzt mich denn keiner mehr?!
Ich knallte die Haustür zu und ging ins Wohnzimmer. Den Stein legte ich direkt zurück auf seinen Platz. Sofort merkte ich, wie eine Last von mir war weg. Dieser Stein macht mich schwächer, als ich ohnehin schon war.
Ich war gerade auf den Weg in die Küche, um mir was warm zu machen, als ich auf der anderen Seite des Hauses etwas auf dem Boden aufschlagen hörte.
Sofort ging ich in die Richtung Haustür, wo ich das Geräusch vermutete und sah jemanden auf dem Boden umgekippt liegen.
„Fee?!" ich erkannte ih- xien beim Näherkommen erst.
Xies Oberteil war ein dunkles rot und weder Hut, Handschuhe, noch Mantel trug mein Bruder . Die Haut sah so blass... so durchsichtig aus. Bis jetzt habe ich xien nur ein Mal in so einem Zustand gesehen.
Ich versuchte durch meine Kräfte genau festzustellen, was der Auslöser für diesen Zustand war. Je näher ich aber kam, desto mehr spürte ich die Schmerzen, welche xiem durch den Körper jagten.
Ich griff Fee unter die Schulter und stütze xien, um zur Couch zu kommen. Fast das ganze Gewicht lehnte xier auf mich drauf.
„Was zum Teufel ist bitte mit dir passiert?!", fragte ich schon automatisch, als ich Fee vorsichtig auf die Couch fallen ließ.
Diese Situation fühlte sich so surreal an. Nie hätte ich erwartet in so einer Situation mit Fee zu landen.
Ohne xien weiter auszufragen, ging ich zur einer älteren Holzkiste im Raum, wo meine alten Heilmittel verstaut waren. So selten wie ich sie benutzte, war ich dann doch froh sie aufbewahrt zu haben.
Wie lange war es her, seitdem einer von uns so verletzt worden war?
„Ich weiß, dass du seit einiger Zeit keinen von uns mehr geheilt hast, Hase, aber...kannst du es noch...?" Meine Ohren richteten sich auf, als ich Fees Stimme hörte.
Gott war die Stimme war und... schwach. Wenigsten konnte Fee mit mir sprechen.
„Ja...ja! Kann ich, aber ich weiß nicht wie schnell und gut.", erklärte ich unsicher. Es stimmt, ich habe es länger nicht mehr gemacht, aber ich war ziemlich sicher in meinen Fähigkeiten, dass ich es noch konnte.
Ich habe verschiedenste Salben rausgeholt, den einen Heilzauber stärken konnten. Diese stellte ich auf den kleinen Couchtisch und sah nochmal über Fee drüber, während xier auf der Couch lag.
„Ich hab mich ein paar alte Salben gefunden, die werden sicher helfen. Sie könne sich erstmal komisch anfühlen und ich bin mir nicht sicher, ob ich die komplett schmerzfrei auftragen kann...Darf ich?", fragte ich nach, während ich die Anstalt mache, das Oberteil hochzuheben, und an den Oberkörper dranzukommen.
Fee nickte knapp und ich fing an die erste Salbe aufzutragen. Wenigstens wusste ich wo die Wunden sind, dadurch, dass ich sie sehen und durch Magie spüren konnte.
Wie bereits erwartet, zuckte Fee durch die Salbe leicht zusammen, als ich xien damit berührte oder verzog die Miene, während ich an besonders schmerzhaften Stellen die Salbe auftrug. Wenigstens konnte ich den Schmerz leicht eingrenzen, indem ich nur dort die Salbe auftrug, wo eine größere Wunde war, und nicht an Stellen, die keine benötigten. Was allerdings nur sehr wenige waren.
Als ich alles nötige abgedeckt hatte, stellte ich alles zurück und wendete mich Fee zu.
„Gib mir deinen Hände, ich glaub so wäre es am einfachsten. Wahrscheinlich wird es an einigen Stellen etwas schmerzhaft werden, die zu heilen. Lass aber bitte nicht los. Bereit?", ich griff Fee an beiden Händen, als ich das weitere Verfahren erklärte.
Zuletzt atmete ich nochmal tief und schloss meine Augen, um mich mehr auf den Zauber konzentrieren zu können.
Auch ohne hinzusehen wusste ich, wie meine Hände in einem goldenen Licht aufleuchteten, während meine Magie wirkte.
Anfangs war es schwer, die Konzentration beizubehalten, aber ich kam wieder rein. Stück für Stück heilte ich einzelne Wunden. Erst die schwerwiegenden und dann die leichteren.
Durch die Salben wurde mein Zauber noch zusätzlich unterstützt und hoffentlich Fees Magie gestärkt.
So sehr ich auch jede Wunde behandeln wollte, fing nach einigen Minuten mein Kopf an zu pochen und ich merkte, wie meine Energie mich langsam verließ.
Ich ließ xiese Hände los und atmete erstmal tief durch.
Auch Fee öffnete die Augen und sah etwas erleichterter aus. Soweit ich erkennen konnte waren viele Narben verheilt und manche Wunden komplett verschwunden. Die noch übrigen Wunden, sah ich mir nochmal vorsichtig an.
„Wie-wie geht es dir?", fragte ich schwer atmend. Meine Magie kann mir vieles verraten, aber ich wollte es auch von xien selbst hören.
„Besser", Fees Stimme war noch leicht rau, aber nicht mehr so gebrochen.
Eine Frage brannte mir immer noch auf der Zunge und ich konnte nicht mehr auf die Antwort warten.
„Was ist überhaupt passiert? Du weißt schon, dass nicht jeden Tag jemand durch die Tür fällt und so tun würde, als wären nicht die Klamotten mit Blut getränkt und halb tot einfach so da liegt.", fragte ich, auch wenn es wahrscheinlich etwas schnippischer rüberkam, als gewollt.
„Ich... möchte nicht wirklich drüber reden. Ich konnte gerade halt nur zu dir kommen...", das letzte war nur ein Murmeln.
„Hast du nicht...diese Assistentin oder den Sandmann, um dir zur helfen. Ich meine ja nur."
Fee seufzte. „Ja. Sie hätten es aber nicht so hinbekommen...erzähl einfach keinen davon. Sandy würde...nicht wirklich zufrieden damit sein, dass ich hier war."
„Keine Sorge. Werd ich schon nicht. Wieso sollte ich das auch tun, die anderen würden es mir sowieso nicht abkaufen."
Eigentlich waren solche Situationen immer anders herum. Fee holte meist mich aus der Scheiße raus. Selten anders herum.
„Ich würde dann auch wieder verschwinden, bevor-"
„Ja ja natürlich . Nicht das jemand etwas bemerkt. Ich kann es mir ja denken.", winkte ich ab.
Mir fiel jetzt erst auf, wie selten ich mit Fee alleine redete und xien überhaupt sehe. Wann haben haben wir uns das letzte Mal überhaupt gesehen?
Ich sah Fee hinterher, als xier wieder ein Portal heraufbeschwor. Ein Zeichen, dass die Magie langsam zurückkehrte.
Xier verschwand wieder und dann stand ich wieder alleine da.
Beim aufräumen gingen mir viele Fragen durch den Kopf.
Was ist wirklich passiert? Wieso kam Fee zu mir? Keiner traut mir sonst was an. Wie sind wir uns so fremd geworden?
Werde ich immer noch als so schwach angesehen von meinen Brüdern?
DU LIEST GERADE
4 Wächter
FanficWir sehen mal die andere Seiten der Wächter. Was ist passiert, bevor der Mann im Mond überhaupt auf die Erde kommt. Wie sah es im Leben der Wächter aus? Die Geschichte läuft parallel zu den Hauptvideos ab und hier ist unsere eigene Interpretation vo...
