Mitten im Unterricht vibriert mein Handy. Ich fische sie aus der Tasche. Von der Stunde gelangweilt, lasse ich mich davon ablenken und lese sie mir durch. Eine sehr verstörende Nachricht. Sofort überrumpelt mich die Sorge.
~ Ich brauche euch, bitte kommt sofort zu mir! Sarina. ~
Ich lasse mir keine Zeit. Ich springe energisch auf und laufe direkt hinaus. Knalle die Türe hinter mir zu und rase durch den Schulgang. Im Lauftempo wähle ich ihre Nummer. Sie hebt ab.
„Wo bist du?" frage ich sie voller sorge.
Sie schluchzt und weint mir ins Handy. Ich verliere gleich den Verstand.
„Sarina! Sag mir wo du bist!" schreie ich verzweifelt ins Telefon und laufe die Stiegen runter.
„Im Erdgeschoss. In der Sportkabiene." antwortet sie mir schluchzend.
Ich unterbreche nun den Anruf und steigere mein Tempo. Komme unten an, reiße die Türe auf und laufe in den Raum. Sie sitzt in einem kleinen Spalt. Zwischen Wand und Spinnt, direkt auf den kalten Boden. Ich laufe ihr jetzt entgegen und gehe zu Knie. Ich streiche ihr sanft über die Wange. Packe nach ihrem Kinn und drückt ihren Kopf zu mir hoch. Sie weint und schluchzt wie verrückt.
Sie ist so schwach und kreidebleich.
„Sag mir was passiert ist." bitte ich sie.
Mein Herz pocht, meine Stimme zittert.
„Ich wurde zwei Wochen suspendiert. Mein Drogentest war positiv, aber ich schwöre es dir, ich habe nichts genommen. Das einzige was ich getrunken und gegessen habe, war ein Glas Wasser und ein paar Kekse." erklärt sie mir.
Ich fixiere mich auf ihre Lippen, konzentriere mich auf jedes ihrer Wort, um sie auch klar und deutlich verstehen zu können. Sie macht es mir nicht besonders einfach.
„Bist du dir da absolut sicher?" frage ich sie vorsichtig und muss mal den Schock verdauen.
„Du glaubst mir nicht!" schreit sie plötzlich auf und versucht mich wegzustoßen.
Ich packe nach ihren fuchtelnden Armen und besänftige sie.
„Beruhige dich. Ich habe nie an dir gezweifelt." flüstere ich ihr zu.
Sie fällt mir daraufhin weinend in die Arme. Umklammert mich fest und lässt nicht mehr locker.
„Ich habe solche angst Großvater gegenüber zu stehen. Ich habe schon so vieles angestellt und er wird mir niemals wieder vertrauen wollen. Ich weis noch nicht mal wohin ich gehen soll." spricht sie schluchzend ihre Gedanken aus.
„Alles wird gut. Ich stehe dir bei. Gemeinsam finden wir eine Lösung. Wenn du möchtest begleite ich dich." schlage ich ihr vor und sehe ihr nun tief in die Augen.
Streiche ihr nochmals über die Wange, über die Haare und endlich kann ich sie beruhigen.
„Nein. Ich muss mich dem alleine stellen." sagt sie und wischt sich die Tränen ab.
„Du siehst nicht gut aus. Wie fühlst du dich?" frage ich jetzt nach ihrem Wohlbefinden und versuche mich selbst unter Kontrolle zu bringen.
Ich muss die Ruhe bewahren.
„Ich weiß nicht was das war, aber es war sehr stark. Die Wirkung lässt langsam nach und ich fühle mich so kaputt." erklärt sie mir und ich helfe ihr auf die Beine.
Hebe sie in die Arme und setze sie auf den Stuhl ab.
„Du musst viel trinken. Ich gehe und hole dir etwas Wasser und sag noch Malwin Bescheid. Bewege dich nicht von der Stelle. Bitte warte hier auf mich." spreche ich ihr liebevoll zu und gehe aus der Umkleide.
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Heartbeat (B1)
RomanceHierbei handelt es sich um eine junge Dame, welches noch lernen muss was Gefühle bedeuten. Auf ihrem Weg lernt sie dabei zwei wunderbare junge Männer kennen, die nicht unterschiedlicher sein können. Hier prallen somit diverse Charaktere aufeinander...
