Tyler PoV:
Wir waren gerade zurück aus London. Es war wirklich wundervoll dort. So nah an einer Großstadt zu leben, hatte wirklich viele Vorteile, dennoch würde ich hier niemals leben wollen. Klar trifft man immer interessante Leute und man hat immer Action, aber ich liebe Irland und das Wetter ist dort definitiv besser. Gut ich muss zugeben heute ist es recht angenehm hier, weshalb Sam und ich auch in den Garten gegangen waren. Wir hatten schon gestern Abend besprochen, dass wir Sky und Dario mehr Zeit alleine ohne und gönnen wollten.
Ich schaute auf mein Handy, vier Anrufe in Abwesenheit, alle von meinem ach so tollen Vater. Ich löschte sie schnell und drehte mich dann zu Sam. "Hey kleine" Auch sie drehte sich nun zu mir und öffnete die Augen. "Ja?" "Es gefällt mir irgendwie nicht, wie du diesen Ethan anschaust und vor allem wie er dich anschaut, dein Bruder würde ihn sofort umbringen, das weißt du?" Sam seufzte und verdrehte die Augen. "Ja verdammt das weiß ich, aber er ist nicht hier oder?" Ich zog eine Augenbraue hoch und sah sie streng an "Aber ich bin hier und du weißt genau..." Sie unterbrach mich mit einem genervten seufzen. "Tyler ich weiß, mein Bruder ist verdammt über fürsorglich und er hat dich gebeten auf mich aufzupassen. Aber ich bin kein kleines Kind mehr und ich weiß ihr meint es nur gut mit mir, aber es ist zu viel." Ich musste lächeln, es war echt goldig wie sie sich aufregt. Genau wie früher als Greg und ich sie ärgerten. "Ist ok kleine, aber bitte pass auf dich auf und wenn er dir wehtut" den letzten Teil knurrte ich. "Danke Ty, das würde er sich nicht trauen, schließlich hab ich ihm von dir und Greg erzählt". Ich schmunzelte und legte mich wieder auf den Rücken, setzte meine Kopfhörer auf und summte mit.
Nach vielleicht einer halben Stunde stand Sam auf und meinte, sie würde in ihr Zimmer gehen. Sie wollte Ethan anrufen, das wusste ich, dennoch nickte ich und entschloss mich nichts dazu zu sagen. Ich folgte ihr ins Haus um eine von Pauls Gitarren zu holen. Er hatte mir gesagt, ich dürfte sie gerne benutzen. Natürlich freute mich dieses Angebot, wenn ich etwas mehr liebte als alles andere, dann Musik. Um die anderen nicht zu stören, beschloss ich mir irgendwo ein ruhiges Plätzchen zu suchen. Ich schlenderte also mit meiner Gitarre durch die Straßen, als mir plötzlich etwas auffiel. Nicht weit von Sky´s Haus entfernt war ein etwas abgelegenes Gebäude. Es sah heruntergekommen aus und viele Fenster waren, soweit ich es von hier aus sehen konnte, nicht mehr ganz. Dort würde ich sicher meine Ruhe haben.
Ich kletterte über den kleinen Holzzaun und lief auf die Farm zu. Es sah aus wie im Märchen, das Efeu über der Hausmauer und die sich selbst überlassene Natur darum herum. Ich wollte gerade um die Hausecke herum, als ich jemanden auf dem Boden sitzen sah. Seine hellbraunen Haare sahen in der Sonne schon fast blond aus und seine Augen schauten konzentriert auf einen Zeichenblock, ansonsten hätte er mich sicher schon bemerkt. Ich ging einige Schritte auf ihn zu, jedoch von hinten um ihn nicht bei seiner Arbeit zu stören. Als ich jedoch genau hinter ihm stand und sein Bild sah gab ich ein kleines "Wow" von mir. Er schreckte zusammen und drehte sich um. "Entschuldige Jason, ich wollte dich nicht erschrecken, du hast echt Talent" Ich sah wieder auf sein Bild. Er hatte das kleine Farm gezeichnet, es sah eher aus wie ein Schwarzweiß Foto. Er hatte jedes Detail genau festgehalten und die Schattierungen perfekt getroffen. "Macht nichts" murmelte er. Ich setzte mich neben ihn und er lächelte mich an. Da war es wieder, dieses unglaublich seltsame Gefühl, dass ich auch schon auf der Party hatte.
Flashback Tyler:
Die Party war ziemlich gut, jedoch hatte ich schon mehr Alkohol getrunken, als mir gut tat. Die ganze Zeit über hatte ich ein Auge auf Sam und dieses Joshua geworfen. Ich hasste diesen Typen und ich bin mir sicher Greg würde ihn auch hassen, aber Sam schien glücklich. Ein Mädchen, ich glaube Lena war ihr Name, zog mich mit zur Tanzfläche. Ich tanzte eine Weile mit ihr, bis plötzlich ihr Handy klingelte. Sie lächelte mich entschuldigend an und ging. Ich jedoch hatte noch keine Lust aufzuhören und tanzte weiter, bis ich einen Blick auf mir Spürte. Ich drehte mich um und sah Jay. Er lächelte mich an und wir tanzten nebeneinander. Irgendwann wurde es mir einfach zu warm und ich zog Jay mit nach draußen.
DU LIEST GERADE
Unscheinbar
Teen FictionHeavens leben scheint auf den ersten Blick ganz normal. Jedoch wie schon so oft täuscht dieser erste Eindruck gewaltig. Als ihre Eltern sich plötzlich trennen und sie mit ihrer Mutter weg von London in eine irische Kleinstadt zieht, geht mit einem...
