#46 Die eigene Familie

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Song: Stevie Hoand - addicted

Alina

Lächelnd gehe ich durch das dunkle Haus von Miles und suche nach ihm, ein paar Schritte hinter mir erwecken meine Aufmerksamkeit, deshalb drehe ich mich um doch dort ist keiner. Hände kommen von hinten vor geschossen und kitzeln mich, ich schreie kurz auf und muss dann lachen bis mir die Tränen kommen und er von mir ablässt.
,,So jetzt lass uns zu Abend essen"
Noch lachend renne ich voraus und lasse mich an den Tisch fallen.
,,Also Küchenchef was gibt's ?"
Miles nimmt öfters etwas zu essen von seinem Restaurant mit, er hat schon fast acht Restaurants in ganz Irland weshalb er eigentlich viel Arbeit hat, aber er hat sich einen ganzen Monat für mich frei genommen. Natürlich muss er ab und zu mal vorbei schauen, aber halt nicht den ganzen Tag über dort verweilen.

,,Also das schmeckt wie immer köstlich"  grinse ich und nehme noch ein Löffel von der Suppe, er legt die beiden weißen Tüten weg und grinst mich nur an.
,,Vielen lieben Dank!"
Dann öffnet er die Box und isst von den Nudeln.

Wenn mein Bruder das essen nicht von seiner Arbeit mit nimmt dann kocht er selber, er ist der beste koch den ich kenne, obwohl ich kenne nur ihn.
Seit Zwei Monaten bin ich hier und genieße jede Sekunde, meine Familie hat mich unglaublich gestärkt und ich habe Miles alles erzählt,er hat bedrückt reagiert, ja es ist auch sehr bedrückend wenn man so nachdenkt das man nie das Glück hat um friedlich Leben zu können, aber man muss sich daran gewöhnen oder eher gesagt man kann sich daran gewöhnen, von jeden und alles verarscht und verletzt zu werden außer von der Familie denn diese ist für dich da, helfen dir und wenn man so einen Bruder wie ich hat rettet er dich vor schlechter Laune.

,,Wie wäre es wenn wir gemeinsam spazieren gehen? Ich meine die Landschaft hat dir doch immer sehr gefallen!"

,,Mit was habe ich dich nur verdient?" Lächel ich und sehe ihn an.
,,Das frag ich mich auch!" Lacht er, ich helfe ihm beim aufräumen und dann ziehen wir schon unsere Jacken und Stiefel an um raus zu gehen.

Wir gehen durch die Stadt, ich finde im Dunkeln scheint alles so mysteriös und doch wunderschön, die Dunkelheit ist eine wunderschöne Verführung die uns Einblick in die wunderschöne Leidenschaft des unvollkommenen zeigt. Der Wind streift uns zierlich und Kälte dringt in jede einzelne Pore meines Gesichts so das ich meinen Kopf leicht senke.

,,Hast du Neuigkeiten von deinem zweiten Zuhause ?" Miles stört so die ruhe und bringt mich dazu wieder zurück zu denken.

,,Ja,Chrisi wird in einem Monat heiraten und Mason scheint noch immer mehr Leben zu verlieren als zu gewinnen!" Bedrückt sehe ich wieder auf und in den schwarzen Himmel, der mich etwas beruhigt, ich muss damit rechnen das er stirbt, so wie er aussieht und so wie sein Zustand ist wird er nicht mehr lange leben. Ich weiß nicht wie ich reagieren soll wenn er nicht mehr lebt, immerhin haben wir so viel durch gemacht. Egal, ich will nicht darüber reden geschweige denken, jetzt bin ich hier und werde noch für einen Monat Jacksonville und das alles vergessen.

,,Ist dir kalt ?"

Ich sehe vom Himmel zurück zu Miles und schüttel meinen Kopf, ich liebe diesen Duft von Regen und überhaupt, diese Stadt hat etwas magisches, was mich fasziniert und zur ruhe bringt.

,,Lass uns noch in ein Café!"

,,Es ist fast zwölf Uhr, es hat kein Café mehr offen!"
Er lacht auf und meint dann
,,Dann halt das Café in meinem Haus!"
Ich muss schmunzeln und sehe zurück hoch in den Himmel, ein tropfen fällt auf meine Stirn und nicht einmal nach einer Minute fängt es das schütten an, mein Bruder legt mir seine Jacke über den Kopf und wir rennen zurück.

Wir laufen über die Straßen zu seinem Haus, welches direkt in der Innenstadt liegt, dort angekommen ziehen wir uns die nassen Klamotten aus, ich ziehe mir schnell einen Pulli und eine Jogginghose an und renne dann wieder in die Küche wo Miles schon mit zwei Tassen Kaffee steht.
,,Du hast ihn immernoch?" Grinse ich überglücklich und nehme eine Tasse, dann lasse ich mich auf einen Höcker fallen und sehe mir den weißen Pulli mit einem verschnörkelten grünen Stern an, ja ich war ein seltsames Kind und habe anstatt wie jeder andere einen grünen Stern gehäkelt.
,,Natürlich!" Meint er und lässt sich mir gegenüber auf einen Höcker fallen, den Pulli habe ich ihm mit zwölf gehäkelt und war auch total stolz, er im Gegensatz hat nur blöd geschaut und gemeint welches normale Kind einen Stern grün macht doch jetzt scheint er ihm zu gefallen oder er trägt ihn nur aus Höflichkeit, denn er ist ihm ganz schön eng, ich habe Angst das der Pulli platzt.

,,Wir hatten eine schöne Kindheit!" Ich muss schmunzeln.
,,Ja das hatten wir bevor Mutter und Vater sich getrennt haben und so weitere Sachen passiert sind!"

Er nickt nur still und trinkt von seinem Kaffee, ich tue es ihm gleich danach sehen wir uns noch einen Film an und reden leise.

,,Wie sieht es bei dir mit Kinder und einer Frau aus?" Frage ich und lege meinen Kopf auf seinen Schoß.

,,Dafür ist zurzeit keine Zeit...Die Arbeit!"

,,Ach Bruder, du lebst nur einmal lass die Arbeit nich dein Leben kontrollieren!"

,,Ich liebe meine Arbeit, sie macht mir Spaß und so muss sich eine Frau entweder darauf anpassen oder es geht halt nicht!"
Ich nicke nur stumm und sehe dann hoch auf den kleinen Kronleuchter der altmodisch aussieht.
,,Was wirst du tun wenn du wieder zurück fliegst?"

,,Hoffen das ich mein Gedächtnis verliere und nochmal von neu anfangen kann!" Meine ich schnell und muss auflachen.
,,Okay nein, ich werde wieder arbeiten und Mason besuchen!"

Er nickt nur und küsst meine Stirn.
,,Es ist spät, wir sollten schlafen gehen!"
Ich sehe auf die Uhr, die zeigt das es fast drei Uhr morgens ist.

Ich stehe auf und wünsche ihm noch eine gute Nacht, dann verschwindet ich im Gästezimmer und schlafe rasch ein.

Es ist so hoffnungslos, glücklich sein ist nur eine Illusion, wir leben in einem Käfig in dem wir das tun müssen was die ganzen Politiker und die Regierungen von uns verlangen, wir sind weder frei noch Bewegungsfrei, würden wir das tun können was wir wollen würde doch keiner Arbeiten. Doch wir müssen arbeiten für das Geld, damit man nicht auf der Straße lebt.
Wir werden dazu gezüchtet unsere klappe zu halten, unsere Meinungen für uns zu behalten denn äußern wir unsere Meinung in der Schule oder Arbeit werden wir gedrängt den Mund zu halten, unser Leben, unser einmaliges Leben opfern wir für Arbeit und den Gedanken was andere Menschen von einem halten. Man lebt nur einmal und jeder sagt einem was man tun oder lassen soll. Ich habe mich furchtbar in dieser Welt und Menschheit geirrt, denn wen man frei wäre, dann könnte man das tun was man möchte. Wir arbeiten bis zur Erschöpfung und am Ende müssen wir mehr als die Hälfte wieder abgeben, am Ende haben wir nichts mehr, macht Geld einen glücklich? Nur durch Geld kann man hier überleben, es ist fast schon traurig, nein. Es ist traurig. 
Denn Glück ist nur eine Illusion.

Boy Stripp For Me Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt