Kapitel 16.

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„Habt viel Spaß und schreib mir wenn ihr zu Hause angekommen seid." Ich winkte den Mädels die gerade mit Jonas und Max ins Auto stiegen. Wir feierten noch die ganze Nacht und verließen kurz nach vier den Club.
„Danke für den schönen Abend.", brüllte Natalie noch aus dem Fenster bevor das Taxi aus der Straße verschwand.
Die anderen waren schon seit einer Weile gegangen. Raf hatte mir noch seine Nummer aufgeschrieben, wir hatten an diesem Abend trotz des Alkoholkonsums tolle Gespräche und ich glaubte mit ihm eine gute Freundschaft aufbauen zu können.
Da standen wir nun, John und ich allein. Er griff nach meiner Hand. „Zu mir oder zu dir?" er lachte.
„Wohin auch immer du willst." antwortete ich ihm grinsend.
„Dann lass zu mir, ist gleich um die Ecke."
Er hielt sein Versprechen denn nach circa 10 Minuten Fußweg kamen wir an großen Penthäusern an. Erstaunt sah ich mich um, aber was hatte ich sonst erwartet? Er war stinkreich.

„Kann ich schnell unter die Dusche springen?" fragte ich ihn zaghaft.
Er nickte nur während er sein ganzes Bargeld aus den Hosentaschen räumte.
Während das Wasser den Abend von meinem Körper spülte, dachte ich wie immer nach. Was tat ich hier? War das wirklich richtig mitzugehen? Wollte ich dass es mir wieder so schlecht ging wie das letzte Mal?
Warum war ich dabei mich in jemanden wie ihn zu verlieben?
Egal, krieg dich ein und genieß den Moment. Schenk ihm deine Liebe solange du kannst.
Ich stieg aus der Dusche und nachdem ich mich abtrocknete lief ich direkt nackt aus dem Bad. Die Wohnung war dunkel, bis auf ein kleines Licht aus einem Zimmer was sich später als Schlafzimmer rausstellte.
John lag ebenfalls nackt im Bett. Alles abseits der Hüfte, bedeckte er mit einer leichten Bettdecke.
Er hatte einen Arm hinter seinem Kopf und tippte auf seinem Handy rum welches er sofort zur Seite lag als er mich im Türrahmen stehen sah und klopfte neben sich aufs Bett.
„Komm zu mir Baby." er hob die Decke damit ich mich drunter legen konnte. Meinen Kopf legte ich auf seiner Brust ab wo ich seinen Herzschlag spüren konnte. Seine Fingerspitzen glitten über meinen Rücken und bescherten mir eine Gänsehaut.
Die Finger der anderen Hand drücken mein Kinn nach oben, sodass ich ihm in die Augen sehen musste. Meine kalten Finger streichelten über seinen Brustkorb.
„Willst du drüber reden oder sollen wir gleich zur Sache kommen?" überraschend ernst sah er mich an.
„Was meinst du?" John zog seine Augenbrauen nach oben, als würde er wissen dass ich mich dumm stellte.
„Ich denke nicht, dass unser Verhalten normal war als sich unsere Wege getrennt haben. Und jetzt streite es bloß nicht ab. Alex hat mir gesagt wie schlecht es dir ging."
Ich starrte ihn an. „Sicher wars nicht normal. Zumal wir doch kaum was hatten, wieso hast du mir so gefehlt? Wieso tat es so weh dich dort mit der Tussi zu sehen? Du hattest recht, du bist weder an mich gebunden noch hab ich irgendein Recht mich darüber aufzuregen aber ich glaube ich hab mich lange nicht mehr so leer gefühlt."
Er antwortete eine Weile nicht. Wir sahen uns nur an. Meine Augen musterten sein Gesicht. Ich wollte mir jedes kleinste Detail einprägen für den Fall es käme wieder zu so einer Sehnsucht.
Irgendwann zog er mein Gesicht zu sich und küsste mich. Er hörte gar nicht mehr auf. Es vergingen Minuten. Er küsste mich einfach voller Gefühl und Leidenschaft, ohne anzüglich zu sein. Als er von mir abließ, sah er an mir auf und ab. „Du hast mir auch gefehlt und versprochen nicht nur dein geiler Körper." das gefühlt erste mal seit Ewigkeiten dass wir wieder gemeinsam lachten. „Und jetzt?" eigentlich wollte ich die Frage gar nicht laut stellen, dennoch tat ich es.
„Lassen wir es auf uns zukommen. Keine Lust auf diesen Druck von ner Beziehung. Was passiert, passiert halt."
Ich nickte. Eine eher wenig zufriedenstellende Antwort dennoch sank mein Kopf wieder auf seine Brust. Ich vergrub mein Gesicht darin. Wollte seinen Geruch inhalieren, ihn in mir speichern.
Seine Finger krauelten über meine Kopfhaut und so lagen wir eine Weile da, bis ich irgendwann seinen flachen Atem hören konnte. Er war tatsächlich eingeschlafen. Die Hand die eben noch meinen Kopf streichelte, ruhte nun auf meinem Rücken, mit der anderen hielt er mehr oder weniger meine fest.
Mein Kopf hinterfragte immer wieder ob das gerade wirklich passierte. Sind wir ohne Sex zusammen eingeschlafen? Hat ihm das „kuscheln" ausgereicht? Unglaublich.
Ich drückte meinen Körper noch ein bisschen mehr an ihn. Wollte keinen Spalt Luft zwischen uns. Irgendwann fielen auch meine Augen zu.

Der Regen prasselte gegen die Fenster. Ich öffnete langsam meine Augen und fühlte mich trotz des Alkohol so erholt und ausgeschlafen wie lang nicht mehr. Kurz sah ich mich um und realisierte dass John noch immer neben mir lag und schlief. Einige Minuten starrte ich ihn an, wie friedlich und gleichmäßig sich sein Oberkörper auf und ab bewegte.
Mein Kopf sprudelte vor Gedanken. Davon wie er im Inneren auch nur ein normaler, verletzlicher Mensch war. Wie er für die Öffentlichkeit und Fans eine Mauer um sich baute. Letztendlich fragte ich mich, wer ihn so verletzt hatte dass er manchmal so eiskalt war. Zum ersten Mal hatte er am Vortag wirklich positive Gefühle gezeigt, seit ich ihn kannte.
Mein Handy vibrierte, was mir einen Grund gab John aus den Augen zu verlieren. Die Mädels sendeten ein Foto in unsere Gruppe.
Total zerwühlt alle drei vor Max und Jonas, die noch schliefen.
> Der Abend hat sich definitiv gelohnt, danke dafür Nessi 😁 < schrieb Lisa darunter. Ein Lachen konnte ich mir nicht verkneifen.

Ich legte mein Handy beiseite als John langsam aufwachte. Verschlafen blickte er in meine Richtung während er zu sich kam.
„Hey schöne Frau, hast du dich verirrt?"
Ich lächelte ihn an und schüttelte den Kopf.
„Ne eigentlich nicht, bin ganz zufrieden hier bei Ihnen junger Mann."
Er zog mich zu sich und wir kuschelten eng umschlungen.
„Sind wir gestern ernsthaft einfach eingeschlafen?" Ich nickte zur Antwort.
„Ist ja peinlich." lachend verdrehte er die Augen und strich sich durchs Gesicht.
„Echt geht gar nicht John." Er griff nach meinem Bein um es über ihn zu legen.
„Was nicht ist, kann ja noch werden."
John küsste meinen Hals, während er an meinem Oberschenkel auf und ab fuhr.
Das Kribbeln in meinem Körper erinnerte mich an unseren ersten Kuss. Wie aufregt ich war, obwohl wir bereits miteinander geschlafen hatten.

Ich nutze die Chance und schwang meinen Körper mit einer eleganten Bewegung auf ihn, küsste seinen Oberkörper und rotierte dabei mir meiner Hüfte um ihn noch mehr anzuturnen als eh schon.
Beide seiner Hände ruhten auf meinen Schenkeln während er den Kopf in Nacken warf. Er überließ mir alle Macht.
Diesmal hatte ich keine Lust auf ein großes Vorspiel, ich wollte ihn nur in mir spüren.
Nachdem ich meine Finger befeuchtete und damit seinen Penis, ließ ich ihn in mich hineingleiten. Stück für Stück füllte er mich aus. Wir hielten ununterbrochen Blickkontakt bis ich kerzengrade auf ihm saß und jeder Zentimeter in mich eingedrungen war.
„Bereit für den schönsten Morgen deines Lebens?" Sein Atmen war schon schwer geworden.
„Sowas von Baby." Mein Körper begann auf und ab zu wippen, meine Hüfte machte kreisende Bewegungen. Ich stöhnte jedesmal laut auf und auch bei John war es unüberhörbar dass es ihm gefiel.
Ich fand seine Hände überall an meinem Körper wieder. Es dauerte nicht lang bis wir gemeinsam vorm Höhepunkt waren. Seine Hand griff nach meiner, unsere Finger verschränkten sich. Mit der anderen stützte ich mich auf seiner Brust ab. Nahezu gleichzeitig kamen wir. Ich rief seinen Namen gemischt mit meinem genüsslichen Stöhnen, was ihm mehr als gefiel.
Völlig außer Atem sackte ich neben ihm zurück ins Bett.
„Das war unglaublich", sagte er zufrieden und ich war stolz auf mich.

Liebe Widerwillen. - Bonez Mc FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt