39. Verrücktgewordener Greyback

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„Lupin!"

„Ja?", antworteten sowohl Remus als auch Dora. Ihr Gesicht, nun ja, eigentlich Matts Gesicht, färbte sich, aber glücklicherweise veränderte sich ihr Haar nicht. Remus fragte sich abwesend, ob sie durch das Buch, das er ihr zu Weihnachten geschenkt hatte, gelernt hatte, sich besser zu kontrollieren.

„Tut mir leid", murmelte Dora. „Gewohnheit." Zum Glück hatte Greyback sie entweder nicht gehört oder sich nichts dabei gedacht.

„Du auch, Rosier."

Remus und Dora näherten sich dem Thron von Greyback. Remus stand mit verschränkten Armen da, während Dora die Hände in den Hosentaschen hatte. Vermutlich versuchte sie, so viel Haut wie möglich zu verbergen, nur für den Fall, dass Greyback sie riechen konnte. Wenn der Zauber auf dem Ring versagt hatte, war es durchaus möglich, dass auch ihr „Merke-ich-nicht"-Zauber nicht richtig funktioniert hatte.

Remus war besorgt um Doras Sicherheit, sehr besorgt sogar. Er kam sich wie ein Idiot vor, weil er sie hierher gebracht hatte, obwohl er sich beim besten Willen nicht erklären konnte, woher Greyback wusste, dass sie hier war.

Greyback beschnupperte zuerst Dora. Sie wirkte bemerkenswert ruhig, beinahe schon verzweifelt ruhig, als er sie untersuchte, während Remus um ihre Sicherheit fürchtete.

„Nach wem suchst du überhaupt?", fragte Dora, die leicht zurück wich, als Greyback an ihrem kurzen, dunklen Haar schnüffelte.

„Nach ihr. Deiner verlorenen Schwester." Remus musste fast lachen. Greyback war gar nicht auf der Suche nach Dora, sondern nach seinem geheimnisvollen Mädchen. Remus und Matt hatten sie Smoky genannt, wegen der ganzen Sache mit dem Rauch im Wind. „Ich kann sie an dem Ring riechen... Der Geruch ist schwach, aber ich bin auf ihn eingestimmt... Ich weiss, dass sie ihn hierhin gelegt hat!" Greyback steckte sich den Ring an den Finger und Remus hoffte, dass er ihm eine Menge Schmerzen bereitete. „Es ist eine Botschaft, ein Symbol für ihren Trotz, ich weiss es!"

Der Zauber an Dora schein zu wirken, denn er schob sie weg, woraufhin Remus knurrte. Dann beschnupperte er Remus. Ein paar Sekunden später wurde auch Remus entlassen und er führte Dora zurück zu ihren Plätzen.

Sie beobachteten, wie Greyback scheinbar wahllos Leute auswählte und sie in eine Ecke schickte. Als Greyback durch die etwa hundert Leute im Raum gegangen war und etwa zwanzig herausgesucht hatte, aber Smoky immer noch nicht gefunden hatte, wurde er ein wenig wütend. Er packte eine der älteren Frauen an ihrem Halstuch und zerrte sie nach vorne.

Wo ist sie?", knurrte er und schüttelte sie.

„Ich weiss es nicht, Vater", sagte die Frau und neigte den Kopf. „Ich schwöre, ich habe sie nicht gesehen..." Greyback schleuderte sie weg, bevor er sich auf einen kleinen Jungen stürzte.

Dora zitterte, während sie die Szene vor ihnen beobachtete, unfähig, den Blick abzuwenden. Remus wusste nicht, ob vor Angst oder vor Wut.

„Wir müssen dich hier rausbringen", murmelte Remus, der damit ihren Blick auf sich lenkte.

„Aber das ist meine Schuld", flüsterte sie. „Ich-"

„Nein", unterbrach Remus. „Er ist nicht auf der Suche nach dir."

„Aber er sagte..."

„Er hat vor einer Weile ein Mädchen gebissen", erklärte Remus, der sich näher zu ihr lehnte, damit sie nicht belauscht werden konnten. „Und irgendwie hat sie es geschafft, sich zu verstecken. Greyback ist von ihr besessen und ich weiss nicht, wie, aber er hat ihre Witterung aufgenommen."

„Ja", hauchte sie, „an meinem Pullover."

„Du hast sie wahrscheinlich gestossen, als du durch die Tür kamst", sagte Remus, der glaubte, sich zu erinnern. „Als du Matts Pullover angezogen hast, hat der Pullover, den du anhattest, den Schutz des Zaubers verloren. Ausserdem hätte er niemanden herausgegriffen, wenn es nur du gewesen wärst." Er neigte den Kopf in Richtung der Gruppe, die immer noch von Greyback belästigt wurde.

Innocent [Harry Potter Fanfiktion]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt