43. Marlenes Rache

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„Er antwortet immer noch nicht", sagte Dora und liess ihren Sidekick in ihren Schoss fallen. „Glaubst du, es ist etwas Schlimmes, was da unten vor sich geht?"

„Ich weiss es nicht", sagte Remus, obwohl er sich eigentlich sogar ziemlich sicher war, zu wissen, worum es ging. Er hatte nicht gelogen, als er Marlene und Dora erzählt hatte, dass ausser Kreacher niemand im Grimmauldplatz gewesen war und er kannte Marlene gut genug, um zu wissen, dass sie sich nicht ohne guten Grund vor der Aufgabe, Dora zu beschützen, drückte. Nach allem, was Remus wusste, konnte nur Sirius dieser Grund sein.

Er hatte keine Ahnung, wo Sirius war und ob Harry bei ihm war. Er wusste auch nicht, ob es ihm gelungen war zu entkommen oder ob er gefangen worden war. Aber am schlimmsten war, dass Remus nichts für ihn tun konnte - oder für sie, wenn Harry bei Sirius war. Und als ob ihre mögliche missliche Lage nicht schon schlimm genug wäre, kam auch noch Greyback hinzu, der hinter Dora her war. Aber wenigstens war Remus hier in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen, nicht wie bei Sirius und Harry. Es schien sie zu beruhigen, ihn in der Nähe zu haben und Remus fühlte sich besser, weil er so zumindest wusste, wo sie war und dass sie in Sicherheit war.

Nachdem sie gehört hatten, wie Greyback in seinen Garten appariert war, hatten sie sich auf die Couch verzogen und waren die ganze Nacht dort geblieben. Beide waren zu besorgt, um zu schlafen, aber Greyback hatte sich dem Haus bisher nicht genähert.

Greyback hatte die Nacht in Remus' Garten verbracht und es war Remus nicht entgangen, dass er sich genau an die Stelle gesetzt hatte, an der er Remus vor all den Jahren gebissen hatte. Dora hatte gehen wollen, sobald Greyback eingetroffen war, aber Remus konnte es ihr ausreden. Wenn sie das Flohnetzwerk benutzen würden, wäre einer von ihnen für ein paar Sekunden allein im Haus, was tödlich sein könnte. Ausserdem würde Greyback die Adresse hören, zu der sie gehen wollten, weshalb er ihnen folgen könnte. Selbst wenn sie apparierten, würde er sie wieder finden. Remus wusste nicht wie, aber er hatte sie bisher auch immer wieder gefunden, also konnten sie nirgendwo anders hin.

Und Marlene meinte, sie würde vorbeikommen, um nach ihr zu sehen, fügte Remus in Gedanken hinzu. Hoffentlich würde sie Verstärkung mitbringen und sie könnten... Greyback fangen? Oder Dora in einen sicheren Unterschlupf bringen? Und ihn, denn er war jetzt auch involviert. Er wusste es nicht.

Ein Klopfen am Fenster liess Dora aufschreien. Es war jedoch nur Strix, der den Propheten brachte. Remus schnippte mit seinem Zauberstab zum Fenster, das sich nur lange genug öffnete, damit Strix reinfliegen konnte und dann wieder zuschlug. Strix liess die Zeitung in Remus' Schoss fallen und setzte sich neben Dora auf die Couchlehne, damit sie ihn streicheln konnte. Sie streichelte abwesend sein Gefieder, bevor sie aufstand.

„Wohin gehst du?", fragte Remus.

„Ich hole mir ein Buch", sagte sie gähnend. „Kommst du zurecht?"

Remus nickte. Sie ging und er faltete die Zeitung auseinander. Sein Herz blieb stehen. Ernsthafter Ärger für Black lautete die Schlagzeile, die den grössten Teil der Titelseite einnahm. Remus richtete sich mit der Zeitung in der Faust auf und ging zum Waschbecken, um sich Wasser ins Gesicht zu spritzen. Er sah wieder auf die Zeitung, aber die Schlagzeile hatte sich nicht geändert. (Sogar bei der Schlagzeile gibt es ein Wortspiel: Sirious Trouble for Black)

Dann ist es wohl wahr, dachte er und liess sich in einen Stuhl am Tisch fallen. Seine Hände zitterten, als er die Zeitung zum Lesen ausbreitete.

Sirius Black wurde gestern Abend von Auroren in der Winkelgasse gefasst, womit seine vierzehnmonatige Flucht vor den Beamten des Ministeriums ein Ende fand. Black wurde in den Gewahrsam des Ministeriums genommen und befindet sich an einem sicheren, aber unbekannten Ort. Auch Harry Potter wurde gefunden und an einen sicheren Ort gebracht, der zu seiner eigenen Sicherheit nicht genannt wird.

Innocent [Harry Potter Fanfiktion]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt