Sirius stürmte aus dem Kamin, sobald Grimmauldplatz' Küche vor ihm auftauchte und hielt nur lange genug inne, um einen Blick auf die verlassene Bratpfanne auf dem Herd zu werfen - Kreacher hatte es offensichtlich eilig gehabt -, bevor er die Treppe hinaufsprintete, auf den Dielen ausrutschte und sich als Padfoot die Haupttreppe hinaufstürzte.
Auf dem Weg nach oben schnitt er sich an Glas von zerbrochenen Lampen die Pfoten auf, was andeutete, dass Harrys Magie noch immer gepeitscht haben musste, als er nach Hause kam und nicht durch das Niederreisen der Schutzzauber von Hogwarts erschöpft war, was ihn beunruhigte. Je höher Sirius kam, desto lauter wurde es und der Grund dafür wurde deutlich, als er die schrille Stimme seiner Mutter ausmachen konnte; Harry hatte offensichtlich die Porträts gestört. Tatsächlich lagen sie in einem Haufen auf dem Boden vor Kreachers Schrank und verfluchten „dieses Potter-Balg". Kreacher selbst war bei ihnen und Padfoot verwandelte sich bei seinem Anblick wieder in Sirius. Der alte Elf schlug abwechselnd seinen Kopf gegen die Wand und starrte besorgt auf Harrys geschlossene Zimmertür.
„Man hat Kreacher gesagt, er solle sich keine Sorgen machen", krächzte Kreacher etwas bedauernd. „Aber Kreacher macht sich Sorgen, oh ja. Der Göre geht es nicht gut, oh nein, auch wenn er das behauptet, aber Kreacher wurde gesagt, er solle draussen bleiben, oh ja, und Kreacher hört..."
„Ich kümmere mich darum", versprach Sirius, obwohl er von nagenden Zweifel geplagt wurde, dass er es dieses Mal vielleicht nicht schaffen würde. Das war kein Problem von Harrys Selbstvertrauen oder etwas, das erklärt werden musste. Das hier war Sirius' Schuld. Er hätte warten sollen, bis Harry nicht mehr in der Nähe war, bevor er mit Dumbledore ein vernünftiges Gespräch über ihren Streit nach der Verhandlung führte und er hätte sich von Snape nicht so provozieren lassen dürfen, wie er es getan hatte. Und sicher nicht hätte er zurückgeben dürfen. Lily würde mich für mein heutiges Verhalten verfluchen, dachte er grimmig. Und Prongs würde ihr zustimmen. Moony hätte es sicher getan, aber dann wäre er nicht besser, als ich.
„Harry?", rief er und klopfte an die Tür. „Darf ich reinkommen?" Er erhielt keine Antwort. „Harry? Kleiner?" Immer noch nichts. „Harry", sagte Sirius, „wenn du nicht reden willst, ist das in Ordnung, aber könntest du mir einfach sagen, dass es dir gut geht?" Sirius zappelte. „Harry? Kleiner, ich komme jetzt rein."
Als Harry daraufhin nicht einmal protestierte, versuchte Sirius den Türknauf zu drehen und stellte zu seiner Überraschung fest, dass die Tür nicht verschlossen war. Sie schwang auf. Es war nicht so unordentlich, wie er erwartet hatte; auf dem Boden lagen Kleider, aber sie sahen aus, als wären sie dort hingeworfen und nicht durch zufällige Magie herumgeschleudert worden. Der Schreibtisch war unaufgeräumt wie immer und offensichtlich auch nicht durch Magie beeinflusst. Harrys Bett war ungemacht, aber das tat er sowieso nie, und Harry selbst war ziemlich unsicher auf dem Kopfende drapiert, ohne sich zu bewegen.
„Harry", sagte Sirius und trat vor. Harry zuckte nicht einmal mit der Wimper. Sirius fluchte leise und näherte sich dem Bett. Harry war tatsächlich bewusstlos. Er war sehr blass, ziemlich klamm und blutete ausserdem aus einer schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Wunde am unteren Hals.
Zersplintert, dachte Sirius und schnitt eine Grimasse.
Er hob Harry hoch und legte ihn richtig auf das Bett. Er musste seinem Patenkind den Zauberstab aus der fest geballten Faust ziehen, nachdem er sich fast ins Auge gestochen hatte, bevor er den Schnitt verbinden konnte und das Blut mit ein paar Bewegungen seines Zauberstabs wegwischte.
Nach ein paar Diagnosezaubern, die ihn davon überzeugten, dass Harry wirklich nichts fehlte - ausser, dass er erschöpft war - setzte er einen Zauber ein, der ihm sagte, wenn Harrys Füsse den Boden berührten und verliess den Raum. Er hatte den Zauber im Erziehungsbuch gefunden, das Remus ihm zu Weihnachten geschenkt hatte. Kreacher stand immer noch draussen auf dem Treppenabsatz und wartete auf ihn.
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Innocent [Harry Potter Fanfiktion]
Fanfiction𝙼𝚛. 𝚞𝚗𝚍 𝙼𝚛𝚜. 𝙳𝚞𝚛𝚜𝚕𝚎𝚢 𝚒𝚖 𝙻𝚒𝚐𝚞𝚜𝚝𝚎𝚛𝚠𝚎𝚐 𝙽𝚞𝚖𝚖𝚎𝚛 𝚅𝚒𝚎𝚛 𝚠𝚊𝚛𝚎𝚗 𝚜𝚝𝚘𝚕𝚣 𝚍𝚊𝚛𝚊𝚞𝚏, 𝚐𝚊𝚗𝚣 𝚞𝚗𝚍 𝚐𝚊𝚛 𝚗𝚘𝚛𝚖𝚊𝚕 𝚣𝚞 𝚜𝚎𝚒𝚗, 𝚜𝚎𝚑𝚛 𝚜𝚝𝚘𝚕𝚣 𝚜𝚘𝚐𝚊𝚛. 𝙳𝚊𝚜 𝚔𝚘𝚗𝚗𝚝𝚎 𝚖𝚊𝚗 𝚟𝚘𝚗 𝚒𝚑𝚛𝚎𝚖...
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