Kapitel überarbeitet: 26.12.23
„Au! Dudley, hör auf", weinte der kleinere der beiden Jungen, die sich im Rasen unter einem grossen Baum rauften. Die blonde Frau, die bei ihnen war, sah beim Geräusch kurz auf, bevor sie sich wieder bequem hinsetzte und ihre Augen zurück zu dem Magazin wanderten, in dem sie las.
Der grössere Junge, Dudley, straffte seinem Griff um das unordentliche, schwarze Stück Haar seines Cousins und rüttelte daran. „Zwing mich", sang er mit einem breiten Grinsen in seinem rosa Gesicht.
Harry sah auf und warf einen Blick auf seine Tante, von der sie ignoriert wurden, bevor er zurück zu seinem Peiniger sah. Seufzend kniff er Dudley in seinen dicken Arm. Sein Cousin heulte auf und löste seinen Griff und Harry nutzte die Zeit, um wegzurollen, auf seine Füsse zu springen und war schon bereit, um- „Was hast du getan?!", fragte Tante Petunia, die bereits zu ihnen hinüber eilte.
„E-er hat mir wehgetan!", jammerte Dudley und schnitt eine Grimasse. Tante Petunia inspizierte den roten Fleck auf seinem Arm und küsste ihn gesund, bevor sie sich zu ihrem Neffen drehte.
„Er hat mich an den Haaren gezogen", verteidigte sich Harry schnell.
„Wenn es nicht so lang wäre, hätte er das vielleicht nicht geschafft", schnauzte sie. Sie packte mit ihren knochigen Fingern selbst ein Büschel und zog daran, einiges fester als ihr Sohn es getan hatte. Tränen – echte, nicht wie bei Dudley gespielte – schossen in Harrys Augen. „Es muss geschnitten werden. Heute Abend werde ich-"
„Mum!", schluchzte Dudley.
„Ich weiss, Popkin", sagte sie weitaus freundlicher als bei Harry. „Komm, gehen wir." Dudley, der offensichtlich getragen werden wollte, streckte seine Arme nach ihr aus und Tante Petunia griff nach seiner Hand. Sie hatte schon vor langer Zeit aufgehört, ihn zu tragen, weil er angeblich zu alt dafür war, obwohl Harry glaubte, dass es viel mehr an seinem Gewicht als an seinem Alter lag und Tante Petunia ihn immer noch überall hintragen würde, wenn er nicht so dick wäre. „Komm nicht nach Hause, solange du nicht darüber nachgedacht hast, was du gemacht hast", sagte sie ohne sich umzudrehen und Dudley warf ihm einen süffisanten Blick über seine Schulter zu, als sie gingen.
„Ja, Tante Petunia", brummte Harry und trat gegen den Rasen. Er ging hinüber zur Schaukel und wischte sich die Tränen weg, als er sich hinsetzte; eine Hand umfasste die Kette, während er mit seinen Füssen Löcher in die Rindenspäne am Boden schlug.
Er wusste bereits, was er falsch gemacht hatte – er hatte Dudley verletzt – aber er wollte noch nicht in den Ligusterweg Nummer Vier zurück. Aufgrund vergangener Erfahrungen glaubte er, für die Nacht in seinen Schrank gesperrt zu werden, kaum würde er nach Hause kommen, und so war es besser, auf einem Spielplatz gelangweilt zu sein, als zuhause.
„Darf ich?" Harry sah auf und erschrak, als ein Mann mit struppigem, schulterlangem Haar neben ihm stand – ja, es war definitiv ein Mann, auch wenn er ein Kleid trug. Die grauen Augen des Mannes waren distanziert und intensiv zugleich und Harry hatte das Gefühl, sie kamen ihm vage bekannt vor, er wusste nur nicht, woher. „Ist dieser Platz besetzt?", fragte der Mann leise und zeigte auf die andere Schaukel. Seine Stimme war freundlich, aber kratzig, als hätte er sie schon länger nicht mehr benutzt; es passte zu seiner hageren Erscheinung.
„Nein", sagte Harry. „Sie können sich setzen, wenn Sie wollen", fügte er unbehaglich hinzu, nachdem ihn der Mann mit einem erfreuten, aber irgendwie auch traurigen Blick angestarrt hatte.
„Danke", sagte der Mann, als er sich setzte. Harry nickte und richtete seinen Blick wieder auf seine Turnschuhe. „Ich bin Padfoot."
„Harry", sagte Harry und sah mit einem leichten Stirnrunzeln auf. „Kenne ich Sie irgendwoher?", hörte er sich selbst fragen.
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Innocent [Harry Potter Fanfiktion]
Fiksi Penggemar𝙼𝚛. 𝚞𝚗𝚍 𝙼𝚛𝚜. 𝙳𝚞𝚛𝚜𝚕𝚎𝚢 𝚒𝚖 𝙻𝚒𝚐𝚞𝚜𝚝𝚎𝚛𝚠𝚎𝚐 𝙽𝚞𝚖𝚖𝚎𝚛 𝚅𝚒𝚎𝚛 𝚠𝚊𝚛𝚎𝚗 𝚜𝚝𝚘𝚕𝚣 𝚍𝚊𝚛𝚊𝚞𝚏, 𝚐𝚊𝚗𝚣 𝚞𝚗𝚍 𝚐𝚊𝚛 𝚗𝚘𝚛𝚖𝚊𝚕 𝚣𝚞 𝚜𝚎𝚒𝚗, 𝚜𝚎𝚑𝚛 𝚜𝚝𝚘𝚕𝚣 𝚜𝚘𝚐𝚊𝚛. 𝙳𝚊𝚜 𝚔𝚘𝚗𝚗𝚝𝚎 𝚖𝚊𝚗 𝚟𝚘𝚗 𝚒𝚑𝚛𝚎𝚖...
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