Sie ritten durch den Wald. Weit war es nicht mehr bis Vakara. Sira rümpfte plötzlich die Nase. Ein beißender Geruch drang in ihre Nase. Es roch nach Feuer und brennendem Holz. Sie richtete ihren Blick nach oben. Durch die Kronen der Bäume konnte sie schwarzen Rauch erkennen.
Im nächsten Moment erreichten alle den Rand des Waldes. Vor ihnen erhob sich Vakara. Eine große schwarze Rauchwolke schwebte darüber. Sira riss die Augen auf als sie es sah. Andara hatte nicht übertrieben. Viele Häuser standen in Flammen. Andere waren bereits in sich zusammengefallen. Schreie und das klirren von Metall waren zu hören.
''Meine Stadt'', sagte Sira leise. ''Meine Heimat. Was...was hast du getan Vater? Das ist doch Wahnsinn.'' Sie schaute auf und ihr Blick fiel direkt auf das Schloss in dem sie zwölf Jahre gelebt hatte. ''Damit wirst du nicht durchkommen!'', schrie sie. ''Ich werde dem ein Ende machen!'' Ugos ritt neben sie und legte ihr die Hand auf die Schulter.
''Es tut mir leid Sira, ich weiß nicht was ich sagen soll.'' Sira schwieg einige Momente. Dann sagte sie, ohne ihren Blick von dem Schloss zu nehmen:
''König Roul gehört mir.'' Sie schaute Ugos an. ''Versprich mir das.'' Ugos schaute Sira emotionslos an. Dann nickte er nur. Er wendete sein Pferd und schaute zu Andara.
''Reite vor. Wir wollen nicht noch mehr Angst verbreiten.'' Andara nickte und ritt nach vorne. Alle Pferde setzten sich wieder in Bewegung.
Sie erreichten den Eingang zur Stadt. Ein großes Tor versperrte ihnen den Weg. Eine der beiden Türme war halb eingestürzt. Der zweite war von einem Soldaten besetzt. Er erblickte die große Gruppe schon von weitem. Sein Gesicht wurde weiß.
''Erst dreht der König durch und jetzt kommen auch noch Banditen um uns den Rest zu geben? Gott hat uns wirklich verlassen.'' Die Gruppe kam schneller näher. ''Womit haben wir das verdient?'' Der Soldat griff nach seiner Armbrust, spannte sie und legte einen Bolzen hinein. Er seufzte. ''Wie viel Tot muss diese Stadt noch erleben bis es endlich ein Ende hat?'' Er kam hinter der Mauer hervor und richtete die Armbrust auf die Gruppe. Die war inzwischen nahe genug um sie genauer zu erkennen. Der Soldat runzelte die Stirn.
''Ist das Andara? Was macht sie bei...bei dem Wolfskönig?''
''Das Tor wird bewacht. Wartet am besten hier'', sagte Andara. ''Ich werde erst mal mit dem Soldaten reden. Hoffen wir das er auf unserer Seite ist.''
''Und wenn er es nicht ist?'', fragte Sira. Andara seufzte. ''Hoffen wir einfach auf unser Glück.'' Sira schaute sie skeptisch an.
''Sei bitte vorsichtig.'' Andara nickte.
''Ich weiß Eure Sorge zu schätzen Prinzessin.'' Andara holte noch einmal tief Luft und ließ ihr Pferd dann loslaufen.
Langsam ritt sie auf das Tor zu. Der beißende Geruch des Feuers wurde stärker. Sie fragte sich wie der Soldat diesen Geruch auf Dauern aushalten konnte. Schnell erblickte sie den Soldaten. Er hatte eine Armbrust auf sie gerichtet. Sie stoppte ihr Pferd und hob die Hände. Dann lächelte sie. Sie kannte den Soldaten.
''Phil, ich bin es, Andara.''
''Meine Augen sind voller Tränen des Kampfes, aber blind bin ich nicht. Ich mache mir nur Gedanken um deine Begleiter. Der Wolfskönig und sein Clan? Was führst du im Schilde Andara?''
''Sie sind hier um zu helfen.''
''Helfen? Banditen? Uns? So was verrücktes hab ich noch nie gehört. Warum sollte ich Ihnen vertrauen?''
''Weil Hauptmann Entar uns um Hilfe gebeten hat'', antwortete Sira, die plötzlich neben Andara aufgetaucht war. Phil erstarrte. Er blickte Sira an.
''Bitte Phil. Du musst Ihr vertrauen.''
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Der Wolfskönig
FantasySira ist verzweifelt. Seit ihrer Geburt leidet die Prinzessin des Königreiches Vakara unter den Launen ihres Vaters, des Königs. Seit nun mehr zwölf Jahren gibt König Roul Sira die Schuld für den Tod seiner Frau Atira, die bei Siras Geburt ihr Leben...
