Es war der nächste Tag. Das Mittagessen war bereits verzehrt. Ata hatte das Schloss verlassen. Als rechte Hand von Ugos hatte sie einige Erledigungen in der Stadt zu machen. Riska begleitete sie dabei. Ugos und Sira saßen im großen Saal zusammen. Sansa lag neben Sira und ließ sich ihren Kopf kraulen während Kijo neben Ugos lag und die Augen geschlossen hatte.
''Die Geier haben einen neuen Clananführer und Forat wird von seinem eigenen Clan bestraft'', sagte Ugos gerade eher zu sich selbst. Sira schaute zu ihm.
''Warum hast du ihn nicht einfach getötet, so wie du es bei Gaho getan hast?''
''Ganz einfach. Er hat nicht nur versucht mich zu töten sondern auch Fisia und Wokat. Somit betrifft es mehrere Clans. Ich kann nicht einfach für mich allein entscheiden. Und alle Clans haben sich darauf geeinigt das die Geier sich selber um Forats Urteil kümmern. Gerade jetzt, wo König Alfons versucht hat die Clans zu schwächen müssen wir zusammen halten.'' Sira schaute auf.
''Wer ist dieser König Alfons eigentlich?'' Ugos Gesicht verdüsterte sich.
''König Alfons. Er ist ein Unmensch. Ein Monster. Ein Mörder.''
''Das sagen die Könige auch immer über dich.''
''Und sie haben recht. Ich bin ein Mörder. Aber ich vergehe mich nicht an Frauen oder halte sie als Sklaven.''
''Was?'', fragte Sira erschrocken.
''Genau das. König Alfons hält Frauen als Sklaven. Er schlägt sie und vergeht sich regelmäßig an ihnen.''
''Das ist ja schrecklich. Wie kann ein Mensch nur so etwas tun?''
''Ich kann es dir nicht sagen Sira.''
Die schaute zu Ugos und merkte sofort wie angespannt er plötzlich war.
''Das ganze scheint dich echt wütend zu machen.'' Ugos schaute zu Sira.
''Da hast du verdammt recht.''
''Was hat er dir angetan?''
''Nicht mir, sondern Ata.''
''Ata?''
''Sie war eine seiner Sklavinnen. Sie hat jeden Tag schreckliches durchlitten. Ich tue mein bestes um sie das vergessen zu lassen. Aber solche Erlebnisse brennen sich in die Seele ein.''
''Und wie habt ihr euch gefunden?''
''Ich habe sie befreit. Eher zufällig aber das spielt keine Rolle für sie.''
''Und wie kam es dazu?''
''Es war vor etwa fünfzehn Jahren. Die Wolfsbanditen hatten dieses Schloss gerade zufällig gefunden. Damals war es nicht mehr als eine Ruine. Der Wolfsclan war damals noch nicht besonders groß weshalb auch größere Überfälle für uns nicht möglich waren. Wir hatten von einem fahrenden Händler erfahren das König Alfons mit einer größeren Karawane den Wald durchqueren wollte um so schnellen zu seinem Königreich zu kommen. Ich, damals noch nicht der Anführerder Banditen machte den Vorschlag die Karawane zu überfallen und zu plündern. Scharat, der damalige Anführer aber lehnte ab, mit der Begründung, dass wir nicht genug Leute für so einen Überfall hätten. Ich aber gab mich damit nicht zufrieden und suchte selber Leute zusammen. Viele schlossen sich mir an. Wir lauerten der Karawane auf.''
''Warte'', unterbrach Sira ihn. ''Du sagtest doch das eure Banditengruppe nicht groß genug für einen solchen Überfall wäre.'' Ugos lächelte.
''Aufmerksam wie immer. Kurz zuvor wurden wir von einer anderen Banditengruppe angegriffen. Einer unserer Leute wurde dabei schwer verletzt. Wir erreichten ein kleines Dorf. Die Bauern dort waren sehr arm. Sie hatten kaum genug um sich selbst zu versorgen. Trotzdem halfen sie uns und kümmerten sich um unseren Verletzten Mann. Dann tauchten Steuereintreiber des dort herrschenden Königs auf.''
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Der Wolfskönig
FantasíaSira ist verzweifelt. Seit ihrer Geburt leidet die Prinzessin des Königreiches Vakara unter den Launen ihres Vaters, des Königs. Seit nun mehr zwölf Jahren gibt König Roul Sira die Schuld für den Tod seiner Frau Atira, die bei Siras Geburt ihr Leben...
