Ein fataler Fehler

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Die Nacht war noch immer gegenwärtig. Der Mond stand hoch. Die Nacht war noch lange nicht vorbei. In einem Lager, tief im Wald saßen eine Gruppe Banditen zusammen an einem Lagerfeuer. Es waren etwa zwei dutzend. Die meisten waren bereits gut angeheitert. Nur einer hatte noch immer einen klaren Kopf. Der Anführer. Ungeduldig spielt er mit dem silbrigen Wolfsamulett um seinen Hals.

''Sie sind überfällig'', sagte er eher zu sich selbst. ''Wo bleiben sie.'' Im nächsten Moment ging ein raunen durch die Banditen. Der Anführer schaute auf. Ein Bandit lief zielstrebig auf ihn zu. Die Banditen verstummten. Der Anführer erhob sich und blickte den Ankommenden an.

''Wo kommst du her Kach? Wo sind die anderen?'', fragte der Anführer mit deutlich strengem Ton.

''Wir haben Pech gehabt Boss'', antwortete Kach. ''Wir waren im Dorf Totus.''

''Du lügst!''

''Nein, wir dachten da gibt's vielleicht noch was zu holen. An Anfang lief auch alles gut aber dann tauchten sie auf.'' Der Anführer schaute auf.

''Sie?''

''Der Wolfsclan.'' Alle Banditen wurden hellhörig.

''Der Wolfskönig?'' Kach nickte.

''Er und seine Leute haben alle bis auf mich umgebracht.'' Wieder ging ein Raunen durch die Banditen. Sie wirkten plötzlich sehr nervös.

''Du weißt was wir vorhaben, und das wir gerade jetzt nicht auffallen dürfen!'', fluchte der Anführer.

''Der Wolfskönig  gab mir eine Nachricht für dich mit.''

''Raus damit.''

''Er sagte, wenn wir das Dorf noch einmal angreifen würden wir alle sterben.'' Der Anführer schnaubte.

Plötzlich war in der Dunkelheit leisen knurren zu hören. Alle Banditen schauten verwirrt auf. Am Rand des Lagers waren zwei Augenpaare aufgetaucht. Eines war gelb, dass andere rot. Schemenhafte Umrisse von zwei Wölfen waren jetzt zu sehen.

''Das sind die Wölfe des Wolfskönigs'', sagte Kach, griff nach einem Bogen, der neben einem anderen Banditen lag und schoss einen Pfeil ab. Ein schmerzerfülltes Jaulen war kurz darauf zu hören. Die Umrisse der Wölfe verschwanden in der Dunkelheit.

Der Anführer riss Kachden Bogen aus der Hand.

''Du Vollidiot!'', schrie er. Er wand sich an die anderen Banditen. ''Sechs Mann von euch verfolgen die Wölfe. Sie dürfen den Wolfskönig nicht erreichen.'' Sofort erhoben sich sechs Banditen, griffen nach ihren Waffen und verschwanden, mit Fackeln in der Dunkelheit.

Der Anführer wand sich wieder an Kach.

''Ist dir eigentlich klar was deine Tat gerade für uns bedeutet?'' Kach antwortete nicht. ''Du hast gerade den Zorn des Wolfskönigs, und seines ganzen Clans auf uns gezogen. Hoffen wir das der Suchtrupp die Wölfe findet bevor sie ihren Herrn erreichen. Sonst sind wir alle so gut wie tot.'' Kach wirkte sehr nervös, fing sich aber gleich wieder. Er drehte sich um und wollte sich entfernen.

''Wo willst du hin?'', fragte der Anführer

''Meine Wunde versorgen.'' Kach deutete auf seinen linken Arm.

''Das wird nicht nötig sein.''

''Was soll das heißen?''

''Das heißt, Leute die meine Befehle nicht achten, kann ich nicht brauchen.'' Er zückte ein Messer und stach Kach direkt in die Brust. Der schaute den Anführer überrascht an. Blut lief aus seinem Mund. Dann brach er zusammen. Der Anführer ging in die Knie und streifte sein blutiges Messer an Kachs Kleidung ab.

Der WolfskönigGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt