Your Fathers Name
Spa- Francorchamps, Belgien
26. August 2021
Früher war er so gerne hier gewesen.
Die Atmosphäre, die Rennstrecke, all die Tradition, die man hier in nahezu jeder Ecke spüren konnte und allgegenwärtig war. Und natürlich die lange Erfolgsgeschichte, die sein Vater hier geschrieben hatte. Als Kind war Belgien immer eine ganz besondere Erinnerung für ihn gewesen und jedes Jahr war dieses Rennen ein heimlicher Favorit gewesen.
Damals hatte er selbst davon geträumt, auf dieser Rennstrecke einmal erfolgreich zu sein. Er wollte immer sein Bestes geben und natürlich wäre es ihm inzwischen völlig egal, welche Rennstrecke zu seinem persönlichen Glücksbringer werden würde. Wichtig wäre nur noch, dass es so sein würde. Aber er hatte von Anfang an gewusst, dass seine erste Saison verdammt hart werden würde.
Er schien das trotzdem unterschätzt zu haben. Wenigstens schlich sich dieser Gedanke mehr und mehr bei ihm ein. Wie konnte er sich sonst erklären, dass es so grauenhaft lief? Keine Punkte. Nicht einer von ihnen hatte auch nur einen einzigen Punkt für das Team holen können. Das Auto mochte nicht gut sein, aber alle bei Haas hatten sich mehr von ihnen erhofft.
Immerhin hatten sie mit Grosjean und Magnussen zwei Fahrer entlassen, die dem Team lange verbunden geblieben waren und ihre Spuren hinterlassen hatten. Er wusste auch, dass es Günther und Gene nicht leichtgefallen war, die Verträge der beiden nicht zu verlängern. Das waren schlechte Voraussetzungen.
Anfangs war es ihm leichter gefallen, darüber nicht nachzudenken.
In der Formel 1 war man schnell verloren, wenn der Kopf sich immer wieder in gedankliche Sackgassen manövrierte. Aber genau das passierte ihm leider ständig. Unterschwellig war deutlich zu spüren, dass das Team mit ihrer Fahrerwahl unzufrieden war.
Sein Teamkollege war im Grunde auch nur des Geldes wegen verpflichtet worden. Das war das große Problem der neuen Formel 1. Es ging immer nur um das Geld. Teams, die ein geringes Budget hatten, konnten gar nichts anderes tun, als Fahrer zu verpflichten, die Geld mitbrachten, statt dass sie ihnen welches kosteten.
Ein reicher Sohn eines noch reicheren Vaters war da für viele die Lösung. Eine Tatsache, die er versuchte auszublenden. Er wollte nicht andauernd daran denken müssen, dass ihr Talent vielleicht gar nichts mit dem Sprung in die Königsklasse zu tun hatte. Wenn man daran nämlich dachte, konnte man seinen Job nicht mehr richtig machen.
Als er zum Team gestoßen war, hatte er sich beharrlich gesagt, dass er selbst nicht nur wegen seines Namens und seiner Nationalität in diesem Team gelandet war. Er wollte glauben, dass man mehr in ihm sah, dass man Potenzial in ihm erkannte und Vertrauen in ihn setzte.
Je länger die Saison lief und desto mehr Zwischenfälle es gab, desto mehr zweifelte er.
Nicht nur daran, wie sein Stand im Team wohl aktuell sein musste, sondern auch an sich selbst. Klar, man konnte es immer auf das Auto schieben, zumal Nikitas Vater es auch nicht müde wurde, der ganzen Mannschaft zu drohen, sein Sponsoring zurückzuziehen, wenn sie immer nur so einen Schrott zusammenbauten.
Diese Einmischung war anstrengend geworden. Nikita als Teamkollegen zu haben, genauso. Nicht einmal, weil es ihm auch schwergefallen war, ihn für so manche Verhaltensweisen aus seiner Vergangenheit nicht zu verurteilen. Er gab sich alle Mühe, keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen und manchmal fand er ihn sogar richtig nett. Aber er war und blieb ein schwieriger Charakter, der nicht gut darin war, die eigenen Fehler zu sehen, die er machte.
Klar, darüber zu sprechen, was man im Rennen verkehrt machte und sich gefallen lassen zu müssen, dass der Teamkollege etwas besser hinbekam, war nicht einfach, aber nur so kam man voran. Nikita war in fast allen Meetings der Meinung, dass das Team das Auto besser machen musste, sonst könne er damit nichts ausrichten.
Ein Gedanke, der ihm selbst auch nicht fremd war, nur schluckte er diese Kommentare lieber runter. Sie waren Rookies und hatten hier noch nichts erreicht. Es stand ihnen gar nicht zu, andere zu kritisieren, die hier schon seit Jahren ihren Job machten und sich auch in schlechten Zeiten irgendwie gehalten hatten.
Die Meetings waren unangenehm und die Zweifel genauso.
Im Grunde war alles was er wollte, Rennen zu fahren. Das war sein großer Traum und sein Ziel, seit er denken konnte. Es hatte nun einmal nie etwas anderes in seinem Leben gegeben. Er hatte nie großartig darüber nachgedacht, etwas anderes zu tun. Für ihn war dieser Weg einfach viel zu lange alles gewesen, was er wollte.
Selbst, als sich sein Leben komplett änderte, wollte er nicht davon abweichen. Im Gegenteil. Nach dem tragischen Ski-Unfall seines Vaters hatte er es doch nur umso mehr gewollt. Es hätte sich falsch angefühlt, seinen Weg zu verlassen, nur weil er fürchtete, dann immer wieder mit diesem einen Tag seines Lebens konfrontiert zu werden. Er hatte sich darauf verlassen, dass die strenge Geheimhaltung und das Verbot für die Presse, ihm Fragen nach seinem Vater zu stellen, ausreichen würden.
Leider war er dahingehend ziemlich naiv gewesen. Oder einfach nur unwissend. Was auch immer. Es machte ihm das Leben jetzt deutlich schwerer, als es sein müsste. Immerhin war er so weit gekommen und viele träumten davon, irgendwann einmal dort zu sein, wo er jetzt war. Es war so ein Unsinn aber...
Er hörte auch ständig die Stimmen, die ihm einreden wollten, dass er ohne den Erfolg seines Vaters niemals hier sein würde und das nagte an ihm. Er wollte gerne bestreiten, dass es Auswirkungen auf seine Leistung hatte, so war es aber nicht. Er war gehemmt.
Gehemmt, weil trotzdem an jeder Ecke des Paddocks die Rede von seinem erfolgreichen Vater war.
Er wollte, er könnte einfach nur den Stolz darüber spüren und den Rest ausblenden. Er wünschte sich nun einmal auch, dass sein Vater an der Rennstrecke sein könnte. Dass er zusehen würde und ihm Ratschläge gab, so wie früher, als er noch Kart gefahren war.
Es war extrem hart, dass er zwar irgendwie da war, aber dann auch wieder nicht. Es war schwer damit umzugehen und noch schwerer, immer wieder diese Spekulationen zu hören. Es war schwer, immer alles geheim halten zu müssen, ständig aufzupassen, weil Journalisten und Paparazzi nur auf eine Sensationsstory warteten.
Klar, würden sie gegen die Regel verstoßen, die seine Mutter aufgestellt hatte, würde das drakonische Strafen nach sich ziehen, aber wann war wohl der Tag gekommen, an denen ihnen das egal sein würde?
Das war nämlich der nächste Punkt. Er stand nun so sehr im Fokus der Öffentlichkeit und sollte es irgendjemandem gelingen, ihn auszunutzen um an Informationen zu kommen oder sonst etwas, dann würde er sich nicht nur diese Schuld aufbürden müssen. Dann würde alles offenliegen und nicht nur er, sondern auch seine ganze Familie müsste darunter leiden.
Wie sollte er denn entspannt und locker wirken, wenn für ihn immer so viel auf dem Spiel stand? Er wünschte so sehr, er könnte an diesen ganzen Dingen etwas ändern, aber das konnte er nicht. Und so lange er zumindest eine Familie hatte, die hinter ihm stand, würde er das schon hinbekommen.
Das war ihm alles irgendwie über den Kopf gewachsen.
Aus diesem Grund hatte er sich auch einen ruhigen Platz etwas abseits der Rennstrecke gesucht. Er wollte alleine sein und würde den anstrengenden Presseterminen nur zu gerne entgehen. Er hätte auch nicht gedacht, dass man ihn hier ausfindig machen würde, bis...
„Hier steckst du! Günther sucht dich schon und-"
Max. Und er unterbrach sich selbst augenblicklich, als er ihm wohl überdeutlich am Gesichtsausdruck ablesen konnte, dass es ihm nicht sonderlich gut ging.
„Alles klar?", schob sein Freund noch nach und wirkte direkt wieder besorgt.
Max hatte so eine einfühlsame Seite an sich, die er außer ihm kaum einem anderen Menschen zeigte. Höchstens noch seiner Schwester. Aber für gewöhnlich war Max sehr direkt und schonte andere nicht mit seinen Worten.
Trotzdem wollte er jetzt nicht wie ein weinerlicher Trottel rüberkommen, also nickte er rasch.
„Ja, mir geht's gut", behauptete er also und versuchte sich an einem Lächeln.
Ein Lächeln, welches Max ihm natürlich nicht abkaufte.
Sein Freund ließ sich neben ihm im Gras nieder.
Sie waren hier wirklich völlig alleine. Niemand war in ihrer unmittelbaren Nähe und der Platz war so gut versteckt, dass man sie auch aus der Ferne nicht sehen könnte. Man musste schon selbst direkt herkommen. Dafür würden sie allerdings jeden schon von weitem sehen können, der sich in ihre Nähe wagte.
Das war zu dieser Zeit wohl eher unwahrscheinlich und hier gab es ja auch nichts, was irgendwen interessieren müsste. Abgesehen von ihnen selbst.
„Also lügen gehört nicht zu deinen Talenten", entschied Max, was ihm auch kein Trost war.
„Fahren auch nicht", kam es ihm missmutig über die Lippen, dabei wollte er sowas eigentlich gar nicht sagen. Er wollte ja nicht Max' Mitleid. Es erstaunte ihn ohnehin, dass dieser ihn hier gefunden hatte.
Aber sie waren wohl schon lange genug zusammen. Max kannte ihn bestens und da er auch nichts verbergen konnte, war es wohl nicht so kompliziert, gewisse Dinge zu erraten. Trotzdem wüsste er irgendwie gerne, wie lange sein Freund gebraucht hatte, um ihn hier ausfindig zu machen.
Er bemerkte, dass er ein wenig entsetzt angesehen wurde, mochte den Blick gerade aber lieber nur auf das Gras richten, auf dem sie beide saßen.
„Glaubst du den Scheiß etwa?", hakte Max nach, was ihn erst einmal lediglich mit den Schultern zucken ließ. Was sollte er denn dazu sagen?
Es gab eben Dinge, die sich nicht schönreden ließen und seiner Meinung nach gehörte seine mangelhafte Leistung auch dazu. Wenigstens wüsste er nicht, wie er das anders bewerten sollte.
„Es ist doch offensichtlich. Ich krieg's nicht hin, mach einfach alles falsch...", entgegnete er und es gefiel ihm nicht, dass er dabei so mutlos klang.
Vor jedem anderen hätte er das auch zu verbergen versucht, nur vor Max war das zwecklos.
„Sei doch nicht so hart zu dir. Du kriegst das schon wieder hin. Bei den meisten läuft's am Anfang beschissen. Ich war auch nicht sofort gut", probierte sein Freund ihm ein wenig Mut zu machen, nur kam das so richtig nicht bei ihm an. Denn wenn er sich mit Max verglich, dann konnte er ja nur verlieren.
„Du warst immer gut. Du hast das alles voll drauf und ich scheitere an allem." Das war doch ziemlich offensichtlich. Max war auf der Strecke ein echter Killer und hatte viel aus seinen früheren Fehlern gelernt. Aus den wenigen Fehlern, die er machte. Ganz im Gegensatz zu ihm.
Max schüttelte jedoch den Kopf, wollte das alles augenscheinlich anders sehen.
„Ja, weil jeder deine Messlatte in die Sterne hängt. Das ist doch nicht fair", gab Max zu bedenken und es rührte ihn schon ein wenig, dass sein Freund so viel von ihm hielt. Er wünschte, er würde diesen Optimismus teilen. Vielleicht würde der Knoten dann ja mal so richtig platzen.
„Aber die Rennen laufen so schlecht und ich mache so viele Fehler. Ich sollte besser sein als das, was ich zeige", haderte er weiterhin mit sich selbst.
Er war einfach unglücklich mit dem ganzen Verlauf. Dass es kein Spaziergang werden würde, so viel war ihm bewusst gewesen. Dass es allerdings dem Besteigen des Mount Everest gleichkommen würde, damit hatte er weniger gerechnet.
„Du stehst total unter Druck. So kann es doch auch nichts werden", fand Max wieder einen Grund, seine desolaten Leistungen zu erklären. Er wäre sicherlich beeindruckt, wenn er gerade nicht so unzufrieden mit allem wäre.
„Was soll ich denn tun? Vielleicht haben sie ja auch alle recht mit dem, was sie sagen."
Immerhin kam die öffentliche Meinung doch auch nicht von ungefähr, doch auch da wollte Max ihm lieber widersprechen, statt seine Worte zu bestätigen.
Er hörte seinen Freund tief seufzen.
„Das ist doch Unsinn", befand Max, wandte sich im Sitzen zur Seite, sodass er ihn nun ganz direkt ansehen konnte. Dieser Blick war recht eindringlich. Max' Hand griff nach seiner, verschränkte ihre Finger miteinander. „Mick, ich weiß, wie hart es ist, wenn alle dich an deinem eigenen Vater messen."
Diesmal war er es, der seufzte.
„Und du erfüllst diese Erwartungen." Max hatte die Sportjournalisten dieser Welt noch nie enttäuscht. Er hatte nicht lange gebraucht um allen zu zeigen, dass er vollkommen zurecht in der Königsklasse fuhr. Das konnte man von ihm ja leider nicht sagen.
„Weil mein Dad kein siebenfacher Weltmeister ist. Was sollten die da erwarten?", fragte Max ihn und das konnte man nicht bestreiten. Das half ihm gerade nur nicht, die Sache ein wenig positiver zu betrachten.
„Ich müsste trotzdem besser sein."
Wie sollte er denn beweisen, dass er auf Grund seines Talents und nicht seines Namens hier war, wenn er nicht einmal sein Arbeitsgerät richtig unter Kontrolle bekam?
Es war lieb, dass Max ihn aufzubauen versuchte, nur schien das wenig zu helfen.
Bis...
„Du bist der Beste."
Er warf Max einen fragenden Blick zu, während ihm das Gefühl ihrer verschränkten Finger ein bisschen Halt geben konnte.
„Für mich. Mach dich nicht so nieder. Du kannst mehr und du schaffst das. Aber vertrau dir selbst mehr. Lass den Namen deines Vaters nicht ihr Druckmittel sein, sondern dein Antrieb", wurde ihm geraten.
Worte, die ihn nachdenklich stimmten und etwas mit ihm machten.
Er konnte es nicht genau erklären, aber der Ratschlag war wohl der beste, den man ihm aktuell geben konnte.
„Glaubst du wirklich, ich könnte das?"
Seltsamerweise war es ihm am wichtigsten, wie Max darüber dachte. Er war nun einmal sein Freund. Sie hatten einen Teil ihrer Kindheit gemeinsam verbracht, waren Freunde geworden und schließlich sogar noch mehr als das.
Manchmal hatte er das Gefühl, es sei okay, jeden Menschen auf der Welt zu enttäuschen. Aber nicht Max.
Auf dem Gesicht seines Freundes breitete sich ein wissendes Schmunzeln aus.
„Ich weiß es. Du musst doch bloß deinen Kopf freibekommen."
War das so? Das sagte sich so leicht. Den Kopf freibekommen...
Wenn er wüsste, wie man das anstellte, dann hätte er diesen Schritt doch schon längst gemacht. So leicht konnte das nicht sein.
„Na, wenn es weiter nichts ist... Wie soll ich das denn machen?"
Das klang sogar noch verzweifelter, als er vorgehabt hatte. Er war zu sehr damit beschäftigt, seine eigenen Gefühle zu verstehen, als dass er hätte ahnen können, worauf Max hinauswollte.
„Ich wüsste da etwas. Das klappt zu einhundert Prozent", versicherte sein Freund ihm.
„Ja?"
Bevor er weiter über das Offensichtliche nachdenken konnte, hatte Max ihn auch schon in einen tiefen Kuss verwickelt. Er war im ersten Moment viel zu überrascht und es war natürlich auch wieder viel zu lange her, als dass ihm sofort in den Sinn kam, wie vorsichtig sie doch sein mussten.
Erst, als er Max Hand in seinem Nacken spürte, kam ihm auf einmal wieder in den Sinn, wo sie hier eigentlich waren und dass das sicherlich vieles, aber keine gute Idee war.
Er löste ihren Kuss und sah seinen Freund ein bisschen verstört an.
„Max, wir sollten das nicht hier tun", wandte er ein.
Dass er lieber weitermachen wollte, verriet die Unsicherheit in seiner Stimme jedoch ganz genau und sein Freund wusste das.
„Entspann dich, hier sind wir ungestört. Ich versprech's dir", versicherte Max ihm in einer Überzeugung, gegen die er absolut machtlos war.
Er vertraute ihm. Er vertraute ihm mehr, als er sich vor all den anderen Dingen fürchtete. Er brauchte ihn und diese Sicherheit, die er ihm immer wieder geben konnte. Ohne ihn würde er das alles nicht packen. Also konnte er das?
Konnte er sich hier und jetzt in diesem Moment auf ihn einlassen?
Er wollte nicht mehr zweifeln. Das war kein schönes Gefühl. Was er hingegen mit Max empfinden konnte, wenn sie sich aufeinander einließen, war das beste Gefühl, welches er kannte. Also nickte er, wenn auch noch ein kleines bisschen unsicher.
Er konnte sich allerdings darauf verlassen, dass Max ihm diese Unsicherheit schnell nehmen konnte.
Er schloss die Augen, als sich ihre Lippen wieder trafen, versuchte sich nur auf das zu konzentrieren, was er fühlte und nicht auf das, was er befürchtete.
Der leichte Druck gegen seine Schulter brachte ihn dazu, sich nach hinten Fallen zu lassen. Im Gras landete er schließlich weich und als er die Augen wieder öffnete, war Max bereits über ihm und hatte sich von seinem wenig ansehnlichen Red-Bull-Shirt befreit.
Jetzt würde er ohnehin nicht mehr klar denken können. So viel wusste er schließlich über sich. Tatsächlich konnte er sich bereits jetzt keine Sorgen mehr darüber machen, dass jemand sie bemerken könnte. Genauso wenig, wie er noch daran dachte, wie sehr er sich selbst in Frage stellte, als Max den Stoff seines Shirts hochschob und ihn stumm aufforderte, es ebenfalls loszuwerden.
Früher hätte er sich nie vorstellen können, dass er so leichtsinnig sein und sowas unter freiem Himmel tun könnte. Aber da war er auch noch nicht mit Max zusammen gewesen. Sein Freund zeigte ihm immer wieder, wie leicht es sein konnte, wenn man nicht alles zerdenken musste.
Die leichten Küsse, die Max auf seiner Brust verteilte, zerstreuten jeden sich anbahnenden Gedanken sofort wieder.
Er vergrub eine Hand in Max Haar, auch wenn ihm bewusst war, dass er sich von ihm nicht führen lassen würde. Das brauchte er auch nicht. Er hatte genügend Vertrauen in ihn um zu wissen, dass er nichts tun würde, was er nicht wollte.
Max Lippen wanderten tiefer, heizten ihn so sehr an, dass er gefühlt schon außer Atem war, als er am Bund seiner Hose angekommen war und ihre Blicke sich wieder trafen.
Ein dreckiges Grinsen breitete sich auf den Zügen seines Freundes aus, bevor er ihm mitteilte: „Ich vögel dir den ganzen Mist schon aus dem Hirn, verlass dich drauf."
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Grid Tales
Fanfiction⊱ Wie sieht so eine Teambesprechung mit der FIA aus? Auf welche Art und Weise haben Nico und Lewis sich früher so duelliert? Was ging bei Checos Marketingtermin so gehörig schief? Was versteht man unter einem kleinen brasilianischen BBQ? Eine bunte...
