Part 10: Repair | Arthur Leclerc x Logan Sargeant

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Repair



Silverstone, England
Am selben Abend



„Komm schon, Os. Jetzt stell dich nicht so an!", stellte Felipe seine Bemühungen nicht ein, ganz egal wie oft er ihm zu verklickern versuchte, dass er das hier absolut nicht wollte.

Felipe ließ einfach nicht locker, ganz egal, was er versuchte.
Der würde ernst machen, so viel war ihm klar. Ob aus verletzter Eitelkeit oder sonst was. Das konnte ihm im Grunde vollkommen egal sein. Er musste dringend einen Weg finden, um ihm zu entkommen, denn das würde er ganz sicher nicht mit sich machen lassen.
„Du bist so krank! Genau aus dem Grund hab ich es Logan gesagt, damit der endlich erkennt, was für ein Arschloch du bist!", schleuderte er ihm noch entgegen. Nicht, weil er sich erhoffte, noch wirklich an die Vernunft dieses Vollidioten appellieren zu können. Der hatte ohnehin weder Gewissen noch Skrupel.
Aber so lange er sich nicht endgültig von ihm losgerissen bekam, verwickelte er ihn lieber in ein Gespräch, um ihn von seinen Bemühungen abzubringen. Der hatte ihn nämlich bis an die Wand zurückgedrängt, versperrte ihm jeden Fluchtweg und presste sich weiterhin aufdringlich gegen ihn. Das war so ekelhaft!
„Denkst du echt, dass du besser bist als ich, nur weil du dein Gewissen wiedergefunden hast?", verspottete Felipe ihn, während er gleichzeitig darum bemüht war, ihn auszuziehen.

Er brauchte beide Hände, um Felipe davon abzubringen, ihn von seinem Oberteil zu befreien, dafür hatte er dessen zu feuchten Lippen aber direkt wieder an seinem Hals.
Sekunden später machte sich der Kerl nun an seiner Hose zu schaffen. Der gab einfach nicht auf. „Na komm schon, mach ein bisschen mit. Es tut nur weh, wenn du dich nicht-", wollte Felipe ihn gerade darüber belehren, dass man für Sex entspannt sein musste, als er seine Chance sah und dem anderen einen gezielten Schlag versetzte.
Gut zu sehen, dass Felipe damit nicht gerechnet hatte und erst einmal mit der Hand nachfühlen musste, ob er ihn verletzt hatte. Leider schaffte er es dabei immer noch, ihn gegen die Wand zu drücken und seinen Fluchtversuch zu vereiteln.
„Okay, Logan schlägt ein bisschen härter zu, weißt du? Offensichtlich bist du noch nicht wütend genug. Weil du wohl nicht so recht weißt, was du eigentlich willst. Ja, bisher hat deine untere Körperhälfte das Denken übernommen, nicht wahr?", provozierte Felipe ihn weiter und presste ihm zur Untermauerung dieser These noch einmal das Knie fest in den Schritt.

„Das hab ich nie abgestritten! Fuck, nimm deine verdammten Wichsgriffel endlich weg!"
Es war pure Verzweiflung, die da aus ihm sprach. Das würde er sich von dem doch nicht gefallen lassen. Er konnte unter keinen Umständen zulassen, dass Felipe diese Sache durchzog. Das konnte Felipe doch nicht ernst meinen. Das konnte er doch nicht wirklich vorhaben. Was für einen Schaltfehler hatte der denn?
„Ich glaube, ich muss dir eher mal wieder zeigen wo der Hammer hängt", behauptete Felipe und er musste wohl einsehen, dass er so nicht sonderlich weit kam. Mit reiner Kraft würde er nichts gegen ihn ausrichten können. Es kostete ihn verdammt viel Überwindung, aber er zwang sich, die Spannung in seinem Körper vollständig aufzugeben und Felipe einen Blick zuzuwerfen, der ihm signalisieren sollte, dass er gewonnen hatte.
Sogleich breitete sich wieder dieses triumphierende Grinsen auf Felipes Zügen aus. War ihm klar, dass dieser Mistkerl sich selbst noch am geilsten fand. Er wartete, bis Felipe Anstalten machte, sich ihm für einen Kuss zu nähern. Er ließ ihn gefährlich nahekommen, platzierte die Hände fast schon vorsichtig auf den Oberarmen des anderen.
Erst, als er Felipes Atem schon deutlich an seinen Lippen fühlte, packte er richtig zu, nur um ausreichend Halt zu haben, damit er Felipe nun seinerseits mal das Knie zwischen die Beine befördern konnte. Allerdings nicht auf die sinnlich-verführerische Art, sondern mit aller Kraft, die er aufbringen konnte.

Zuzusehen, wie Felipe daraufhin vollkommen zusammenbrach und sich anschließend stöhnend auf dem Boden krümmte, war schon fast eine Genugtuung, wenn es ihn nicht so extrem aufwühlen würde.
„Ah! Scheiße! Hast du sie noch alle?", presste Felipe hervor, dem tatsächlich die Tränen in die Augen geschossen waren, nur war ihm selbst das gerade vollkommen egal. Der verdiente es nun wirklich nicht mehr anders, nach dem, was er eben mit ihm versucht hatte abzuziehen. Er konnte es immer noch nicht fassen, dass er in sowas reingeraten war, aber er würde sich von dem sicher nicht zur Bitch machen lassen.
„Gleichfalls! Hast du es echt so nötig? Du bist einfach erbärmlich!", schrie er Felipe noch an, allerdings wollte er nicht Gefahr laufen, dass der sich berappelte und es direkt noch einmal bei ihm versuchte. Auch, wenn er nicht danach aussah, als würde er ihm jetzt noch gefährlich werden können, entschied sein innerer Impuls sich für eine Flucht.
Er wollte weit weg von dem, aus seiner Reichweite. Es war ihm auch egal, dass das hier eigentlich sein eigenes Hotelzimmer war. Er nahm sowieso nicht viel mit an den Rennwochenenden. Es gab hier nichts, was er nicht ersetzen könnte. Er wohnte ja hier in England, da hatte er deutlich kleineres und leichteres Gepäck.
„Du bleibst hier!", wollte Felipe ihn noch hindern, wollte nach ihm greifen, als er sich zur Tür wandte und dann einfach losrannte, ohne nach links oder rechts zu gucken.

Er konnte Felipe noch ein „Verdammt!" fluchen hören, während er ziellos draufloslief.


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