Der kalte Wind wehte durch ihre wunderschönen, langen, schwarzen Haare. Die Tränen, die über ihre Wangen liefen, froren langsam ein. Sie war jeden einzelnen Tag am Grab ihrer Mutter, denn bis heute konnte sie nicht verarbeiten, dass ihre Mutter bei der Geburt ihrer kleinen Schwester gestorben war und nicht mehr bei ihr sein konnte. Dass sie diese Liebe niemals wieder spüren würde, niemals wieder ihre Stimme hören würde und niemals wieder von ihr getröstet werden konnte, wenn es ihr schlecht ging.
Lunas kleine Schwester Ria war alles für sie. Sie war das Einzige, was ihr an Familie noch geblieben war. Einen Vater hatte sie nicht, denn so einen Mann konnte man nicht Vater nennen. Vor allem nachdem sie erfahren hatte, dass er versucht hatte, ihre kleine Schwester im Bauch ihrer Mutter zu töten, war er für sie gestorben.
Luna war damals zehn Jahre alt, als die Streitereien anfingen. Jeden einzelnen Tag gab es Streit wegen Kleinigkeiten. Zudem war ihr Vater Alkoholiker und drogenabhängig. Das Geld nahm er jedes Mal nur für sein eigenes Vergnügen. Nie hatte er daran gedacht, die Verbindung zur Familie zu stärken. Stattdessen sorgte er nur für Unruhe und bemerkte nicht einmal, wie seine Familie langsam auseinanderbrach.
Als Luna dreizehn Jahre alt wurde, verspürte sie nur noch Hass gegenüber diesem Mann. Für all das, was er ihrer Familie angetan hatte. Für die Nächte, in denen sie ihrer kleinen Schwester die Ohren zuhielt, weil es laut wurde und Gläser gegen die dünnen Wände flogen. Dafür, dass sie nie zu ihrer Mutter gehen konnte, weil sie wusste, dass es nur noch mehr Stress geben würde, wenn ihre Mama sah, wie ihr kleiner Engel weinte. Jedes Mal, wenn sie ihre Mutter weinen sah, brach ihre Welt erneut auseinander.
Als sie sechzehn wurde, sah sie ihren Vater eines Tages im Zimmer liegen, während Schaum aus seinem Mund kam. Als die Ärzte ihr mitteilten, dass er an einer Überdosis gestorben war, war sie zunächst erleichtert. Erleichtert darüber, dass sie keine blauen Flecken mehr haben würde und sich nicht mehr mit ihrer kleinen Schwester im Zimmer einsperren musste, wenn er betrunken war.
Doch zugleich war sie auch traurig. Egal, wie er zu ihr gewesen war, sie hatte ihn immer noch geliebt, auch wenn er es nicht getan hatte. Doch was würde jetzt aus ihr und ihrer Schwester werden?
Ihre beste Freundin Cassy war die einzige Person, der sie wirklich vertraute. Niemals würde sie jemand anderem vertrauen. Das hatte sie auch ihrer Mutter immer versprochen. „Vertraue niemals jemandem. Vertrauen ist wertvoll, und Menschen schätzen es nicht“, hatte ihre Mutter ihr gesagt. Luna hatte große Angst davor, jemandem zu vertrauen. Sie konnte es nicht noch einmal aushalten, enttäuscht zu werden. Das war eines der schlimmsten Gefühle für sie.
Aus diesem Grund wollte sie auch nichts mit Liebe zu tun haben. Jedes Mal wurde sie enttäuscht, von jedem. Sie hatte schreckliche Angst davor, wieder so behandelt zu werden. Deshalb hatte sie keinen Kontakt zu anderen Menschen, außer zu Ria und Cassy. Ihr Herz würde sie niemals jemandem anvertrauen können – bis er kam …
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Lovely Silence To Death
Storie d'AmoreDurch ein Missverständnis trifft sie auf ihn. Vasco Garcia. Der skrupellose Mafiosi vor dem sich jeder und alles fürchtet. Er will sie nicht mehr gehen lassen. Ist es liebe oder doch nur das Gefühl macht über sie haben zu wollen? Textausschnitt: Er...
