"Also, wo finden wir diese Tepes-Brüder", fragte Dean mich. Sam hingegen klapperte auf einem seltsamen Gerät herum.
"Weiß ich nicht...", gestand ich ihm, während ich den jüngeren Bruder gespannt beobachtete.
"Ich dachte du kennst sie..."
"Ja schon. Aber ich habe sie das letzte mal vor über 100 Jahren gesehen, in South Dakota. Ich weiß ja nicht einmal wo ich bin, woher soll ich dann wissen wo sich die anderen Vampire eingenistet haben?"
"Wir sind in McKinley, Virginia."
"Wie gut kennst du die Tepes'?", fragte Sam.
"Kennen ist vielleicht das falsche Wort. Ich habe vor allen Dingen Geschichten über sie gehört. Ich habe sie nur ein, zwei mal persönlich getroffen."
"Komm mal her", forderte mich der jüngere Jäger und klopfte auf den Platz neben sich.
Misstrauisch schielte ich zu seiner merkwürdigen Gerätschaft herüber.
"Was ist das?"
"Du hast noch nie einen Laptop gesehen?", fragte er verwundert und entgeistert schüttelte ich den Kopf.
"Lap-Top? So etwas gab es früher nicht. Was kann es?"
"Nun ja, wir recherchieren damit. Es ist quasi wie eine Zeitung die alles mögliche weiß, aus allen Teilen des Landes."
"Es hilft euch dabei Informationen zu beschaffen?"
Sam nickte. "Oder in diesem Fall hab ich hier eine Karte von der Gegend. Immerhin hast du von diesen Vampiren schon einmal gehört, vielleicht kannst du eingrenzen wo sie sich verstecken."
Ich setzte mich neben den flirrenden Bildschirm und blickte gespannt darauf.
Das Bild wirkte wie die Fotografie eines Vogels, über den Dächern der Stadt geschossen. Die vielen Häuser wirkten alle so lebhaft und überall drumherum war es grün. Da stach mir eine kleine Siedlung kurz hinter der Stadtgrenze ins Auge, im angrenzenden Waldstück schien sich ein leeres Gebäude zu befinden. Genau dort zeigte ich hin.
"Bist du dir sicher?", fragte Dean skeptisch und ich nickte.
"So nah an den Menschen? Ich nenne, in diesen Wäldern gibt es so viele verlassene Jagdhütten"
"Wo wäre das beste Versteck als direkt vor eurer Nase?", fragte ich zurück. "Es passt einfach nicht zu ihnen, sich mitten im Wald zu verstecken..."
"Dean, es ist der beste Anhaltspunkt den wir haben. Wir sollten es ausprobieren!", meinte Sam und nickte mir aufmunternd zu.
Dean seufzte ergeben und sah aus dem Fenster. Es dämmerte bereits.
"Vampire sind bei Nacht stärker, wir gehen morgen zur Mittagsstunde!", beschloss er und sah mich an. Er nahm das Seil vom Tisch und begann mir damit vor der Nase herumzuwedeln.
"Muss das sein?", fragte Sam seinen Bruder und wieder nickte er.
"Also ich will nicht ihr Mitternachssnack werden."
Als der Jüngere wieder ansetzten wollte winkte ich ab.
"Wenn er sich so besser fühlt", beschwichtigte ich ihn lächelnd, drehte mich um und legte meine Hände auf den Rücken. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen dass der ältere Jäger mich misstrauisch musterte, ehe er auf mich zutrat. Als ich das Seil an meinen Handgelenken spürte hielt ich die Luft an, musste aber erleichtert feststellen, dass es nicht in Eisenkraut getränkt wurde. Nachdem er seine Knoten noch zwei mal überprüft hatte, wandte er sich zufrieden an seinen Bruder.
"Also ich hab Hunger Sammy..."
Dieser sah mich jedoch wieder entschuldigend an.
"Magst du auch was?", fragte er vorsichtig und ich schüttelte den Kopf.
Mit hängenden Schultern schnappte er sich seine Jacke und folgte Dean nach draußen. Ich hatte keine Lust hier herumzustehen wie bestellt und nicht abgeholt, also tapste ich langsam durch den nun dunklen Raum und setzte mich kurzerhand wieder auf das Bett auf dem ich aufgewacht bin. Nachdem ich mit den verbundenen Händen eine einigermaßen angenehme Schlafposition gefunden hatte, schloss ich die Augen.
Dean
Die ganze Fahrt über grübelte ich vor mich hin, dass Sam mich andauernd musterte ignorierte ich. Auch beim Essen wechselten wir groß keine Worte. Immer wieder zog mein Bruder fragend die Augenbrauen nach oben. Meine Gedanken jedoch kreisten um dieses merkwürdige Vampirmädchen.
Als wir schlussendlich wieder vor dem Motel standen seufzte ich. Ich wollte die Tür des Impalas öffnen, da aktivierte er die Verriegelung.
"Ok, was ist los?", fragte er. "Du bist doch nie so still. Du hast nicht mal mit der Kellnerin geflirtet."
"Ich hab nachgedacht...", setzte ich an, da zog mein kleiner Bruder auch schon belustigt die Augenbrauen nach oben.
"Ich meine es ernst Sam", herrschte ich ihn an. "Ich hab über Kiéra nachgedacht, sie ist so... seltsam!"
"Seltsam?", hakte er nach.
"Wie sie sich verhält. Sie hat uns mit der Polizei geholfen, lies sich von mir fesseln, einfach so, warum? Sie muss doch irgendeinen Grund haben, warum sie uns nicht einfach die Kehlen zerfetzt."
"Sie sagte doch sie würde keine Menschen jagen... Auf jeden Fall hab ich nicht das Gefühl, dass sie dieses Versäumnis nachholen möchte. Die Fesseln wären echt unnötig gewesen", ward mir mein Brüderchen vor doch ich überging seinen Einwand schulterzuckend.
"Und dann diese Fakten. Eisenkraut? Und das mit dem Sonnenlicht?? Dad hat gesagt dass das Vampire nicht tötet!"
"Ah, jetzt verstehe ich... Dad. Dad wusste auch nicht alles Dean!"
"Aber er hatte bis jetzt immer Recht!", hielt ich dagegen.
"Die Sonnenstrahlen haben sie verbrannt. Du hast es doch gesehen!"
"Ich weiß ja auch nicht!!! Vielleicht ist sie kein Vampir..."
"Und was soll sie sonst sein?" Das war die Frage die es zu lösen galt...
"Keine Ahnung Sammy, aber ich finde es heraus!"
Mit diesen Worten löste ich die Verriegelung und wir stiegen aus. Im Zimmer war es dunkel, nur regelmäßige Atemzüge drangen von Sams Bett.
"Das heißt dann wohl Sofa für dich...", murmelte ich und tat jedwede Einwände sofort ab.
"Sie ist dein Vampir und hat sich in dein Bett gelegt. Weck sie oder nimm das Sofa"
Ich verschwand im Badezimmer.
Als ich wieder in Zimmer kam, sah ich Sam auf dem Sofa liegen und ging schulterzuckend ins Bett. Aber nicht, ohne noch mal einen prüfenden Blick auf das Bett nebenan zu werfen.
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About Salvatores and Winchesters (Crossover)
FanfictionKiéra Salvatore ist ein Augustine Vampir, schon seit sie denken kann. Sie kennt nichts anderes außer den Wächtern, den Doktoren, all den scheußlichen Experimenten die sie an ihr durchführten. An ihr und all den anderen Vampiren. Doch sie ist die ein...
